Artikelname: Ingenieurlaboratorium und Materialprüfungsanstalt der Kgl. Technischen Hochschule Stuttgart.
Artikelbeschreibung:
| Bach, Carl Julius v.: |
| Ingenieurlaboratorium und Materialprüfungsanstalt der Kgl. Technischen Hochschule Stuttgart. |
| Stuttgart, Kommissionsverlag von Konrad Winter, 1915, 2°, 32 pp., 25 Abb., 4 große gefaltete Pläne der Gebäude samt der technischen Einrichtung; 1 Blatt Änderungen und Nachträge, OKartBd. |
| Fünf mit Schreibmaschine geschriebene Seiten mit der Weiterführung der Bibliographie der Forschungsarbeiten von Nummer 231 bis 317 (1925) sind nachträglich eingebunden. In der Bibliographie des Bandes finden sich vereinzelt Berichtigungen. Eindrucksvolle Festschrift zum 20 jährigen Bestehen der ersten Materialprüfungsanstalt in Deutschland. "Das Ingenieurlaboratorium wurde Ende des 19. Jahrhunderts zur zentralen Einrichtung der Ingenieurwissenschaften. Es diente sowohl der praktischen Ausbildung der Studenten (in Form von Versuchen) als auch der Forschung. Bach schlug auch für dieses Projekt ungewöhnliche Wege ein, um die finanziellen Engpässe zu umgehen. Die Basis für das Ingenieurlaboratorium, welches sich speziell mit der Untersuchung von Motoren und Dampfmaschinen einschließlich Dampfkesseln beschäftigen sollte, bildete die Beschaffung einer Dampfmaschine. Bach benötigte für diesen Beschaffungsvorgang 5 Jahre (1880-1885), da er die Maschine aufgrund beschränkter Finanzmittel in Einzelteilen einkaufen musste." "Ich will nur erinnern, daß ich, um eine Dampfmaschine zu erlangen, an der die Studierenden sich wenigstens im Indizieren üben konnten, 1880 mit dem Ankauf eines Dampfzylinders begann, dessen Kosten in der Höhe von 1440 Mark in den Etatsjahren 1880 und 1881/82 bezahlt wurden. Bis zu dem Etatsjahr 1885/86 war es unter Beschränkung auf den verfügbaren Lehrmittelfonds möglich geworden, die übrigen, zu einer Dampfmaschine gehörigen Teile, d. h. unter Zurückgabe des Dampfzylinders, eine ganze Dampfmaschine zu erwerben, so daß nun an die Beschaffung des Raumes gegangen werden konnte." "Die Einrichtung von Laboratorien stand im Mittelpunkt der Auseinandersetzung zwischen Theoretikern und Praktikern. Die Befürworter der Laboratorien bekamen Unterstützung durch den Verein deutscher Ingenieure und eine Expertenkommission, bestehend aus Vertretern der Technischen Hochschulen, der Wirtschaft und Politik. Diese erarbeitete ein Positionspapier, in dem ausreichende Mittel für die Einrichtung und Ausgestaltung von Ingenieurlaboratorien an den Hochschulen gefordert wurden. Auch der WIV machte eine Eingabe an das Ministerium des Kirchen- und Schulwesens, in der ebenfalls der Ausbau des Laboratoriums verlangt wurde. 1897 wurden dann die Finanzmittel für einen Neubau bewilligt - die ergangenen Rufe anderer Hochschulen an Bach förderten diese Entscheidung (siehe Begehrter Typ). Im Jahr 1900 konnte der Neubau des Ingenieurlaboratoriums in Betrieb genommen werden."" Werner Müller Ferner sind beigelegt vier Arbeiten J. Geiger: Zur Theorie des Vibrographen; Dynamische Untersuchungen von Brücken; Untersuchung der Riffelbildung an Schienen mit Hilfe des Torsiographen; Drehschwingungen bei Fahrzeugmotoren und deren experimentelle |
| EUR 120.00 (Bestell-Nr: 35839) |
Artikelname: Das Messingwerk.
Artikelbeschreibung:
| Gurnik, Georg: |
| Das Messingwerk. |
| Harleben's Chem.-techn. Bibl., 307. - Wien und Leipzig, A.Hartleben's Verlag, 1908, Kl.8°, ( 8 Bl.), 48 pp., 14 Abb., OLnBd.; mit eingenhändiger Widmung des Verfassers auf Vorsatz. |
| EUR 27.00 (Bestell-Nr: 27995) |
Artikelname: 200 Jahre Industrielle Revolution.
Artikelbeschreibung:
| Klemm, Fr., Rossen, R. & Treu, W.: |
| 200 Jahre Industrielle Revolution. |
| Dtsch. Museum Abh., 37/1. - München 1969, 8°, 64 pp., 30 Abb., OKartBd. |
| EUR 14.00 (Bestell-Nr: 27377) |
Artikelname: Ueber die Gesetze des Stosses, vorzüglich in Anwendung auf den hydraulischen Stösser (Belier hydraulique), von Carl Christian Langsdorf in Heidelberg.
Artikelbeschreibung:
| Langsdorf, Carl Christian: |
| Ueber die Gesetze des Stosses, vorzüglich in Anwendung auf den hydraulischen Stösser (Belier hydraulique), von Carl Christian Langsdorf in Heidelberg. |
| Denkschr. k. Akad. Wiss., 1809-1810. - München 1811, 4°, pp.517.580, Brosch. |
| Nachschrift - "Diese Abhandlung lag schon im März ganz druckfertig da. Sie wurde durch die Preisfrage der königl. Akademie zu Berlin veranlaßt, welcher auf die genügendste Theorie dieser Maschine (des Bel. hydr.) für dieses Jahr einen Preis von 50 Duc. ausgesetzt hatte. So ungewiß es auch ist, ob die hier vorgetragene Theorie den Forderungen der Berliner Akademie ganz entsprechen werde, so wenig finde ich dich auch Grund zur Vermuthung, daß ihr die Akademie ihren Beyfall versagt haben würde. Aber ich wollte lieber einer mir schmeichelnden Hoffnung entsagen, als die Erfüllung einer Pflicht, die sich auf das Vertrauen gründet, welches die kön. Akademie zu München in mich umgesetzt hatte, länger aufschieben. Diese ist er der einzige Grund, warum ich die gegenwärtige Schrift nicht nach Berlin, sondern nach München schickte. Heidelberg, den 5. April 1810. Der Verfasser" Karl Christian von Langsdorf, auch Carl Christian von Langsdorff (18. Mai 1757 Nauheim - 10. Juni 1834 Heidelberg) Mathematiker, Geologe, Naturforscher und Techniker. |
| EUR 65.00 (Bestell-Nr: 40805) |
Artikelname: Versuche zur Bestimmung der Gesetze der Ausdehnung elastischer Flüssigkeiten (pp.245-259, 2 gefalt. Tab., 2 gefaslt. lith. Taf.).
Artikelbeschreibung:
| Prony, Gaspard-Francois-Clair-Marie Riche de: |
| Versuche zur Bestimmung der Gesetze der Ausdehnung elastischer Flüssigkeiten (pp.245-259, 2 gefalt. Tab., 2 gefaslt. lith. Taf.). |
| Allg. Journ. Chemie, 8/45. - Berlin, Heinrich Frölich, 1802, 8°, pp.227-338, 2 Tab., 2 gefalt. Kupferstichtafeln, OBrosch.; unbeschnittenes Exemplar, in der sehr seltenen orig. Broschur. |
| Erste deutsche Ausgabe - Journal de l'ecole polytechnique Cah. II. (Flor. et Prair. 4.) S.24-69 |
| EUR 120.00 (Bestell-Nr: 30987) |
Artikelname: Technik und Gesellschaft im Jahre 2000.
Artikelbeschreibung:
| Steinbuch, Karl: |
| Technik und Gesellschaft im Jahre 2000. |
| Dtsch. Museum Abh., 36/2. - München 1968, 8°, 50 pp., Abb., OKartBd. |
| EUR 10.00 (Bestell-Nr: 27376) |
Artikelname: Die Thermolampe in Deutschland; ...
Artikelbeschreibung:
| Winzler, Zacharias Andreas: |
| Die Thermolampe in Deutschland; ... |
| Brünn, gedruckt bei Karl Franz Siedler, Buchdrucker, Buch- und Kunsthändler, 1803, 8°, (16), XX, 227, (3) pp., mit 4 gefalteten Kupfertafeln. Pappband der Zeit; wenige Seiten minimal stockfleckig; sehr gut erhaltenes Exemplar. |
| Sehr seltene, erste und einzige Ausgabe der "ersten Deutschen Abhandlung über Gaserzeugungsanlagen" Korting Zacharias (auch Zachäus) Andreas Winzler, geboren wurde er am 23.August 1750 in Unlingen in Schwaben, unweit von Riedlingen a.d.Donau, das damals zu Vorderösterreich gehörte. Er studierte zuerst Theologie, dann Medizin, vor allem aber Chemie und Mineralogie, was er besonders für die Salpetergewinnung, die sein Vater betrieb, brauchte. Selbst auch ständig mit der Verbesserung der Salpetererzeugung beschäftigt, gelangte er vermutlich über das Banat, über Varasdin und über verschiedene Wirkungsstätten in Deutschland nach Wien, bis er am 1.März 1800 mit Vinzenzia Seher, der Witwe des Salnitererzeugers Leopold Seher, einen Kaufvertrag über die vor dem "Untertor" der königlichen Kreisstadt Znaim gelegene Salnitersiederei und Plantage abschloss. Von nun an sein eigener Herr konnte sich Winzler immer mehr der wirtschaftlichen Ausnützung der Brennstoffe in den Feuerungsanlagen zuwenden. Bedingt durch den in Europa immer fühlbarer werdenden Holzmangel versuchten immer mehr Techniker, durch Verkohlung von Holz ein brennbares Gas zu erzeugen und somit sparsam zu heizen, zu beleuchten und neben der Holzkohle auch noch wertvolle Nebenprodukte zu gewinnen. Unter dem Begriff Thermolampe muss man sich ein kleines Gaswerk für den Hausgebrauch vorstellen, das eben nicht nur für Beleuchtung sorgt. Winzler hatte bereits im September 1801 seine Thermolampe in seinem Haus aufgestellt und wie er in einem Brief mitteilt ihre Wirkung dem Urteil des Publikums der Stadt Znaim unterworfen. Eine solche Lampe stellte er auch in der Wohnung des damaligen Kreishauptmannes Vinzenz Edler von Rosenzweig auf, ebenso in der Znaimer Kaserne. Auf Veranlassung des k.k. Feldzeugmeisters in Brünn, Graf Baillet de Latour, wurde diese Lampe in der Znaimer Kaserne (Znaimer Burg) zum Beheizen der Zimmer und zur Bereitung des Essens für 50 bis 60 Mann verwendet. General Froon studierte über Befehl des Feldmarschalls Erzherzog Karl diese Einrichtung in Znaim. Trotz der durch die Napoleonischen Kriege verursachten Rückschläge fanden Winzlers Thermolampen in höchsten Regierungskreisen Anerkennung und in sämtlichen Habsburgischen Erblanden Abnehmer, und zwar als Verkohlungsofen auch in verschiedenen Gewerbe und Industriebetrieben wie Kattunfabriken, Eisenhütten, Hammerwerken, Ziegel und Kalkbrennereien. Nach dem tragischen Tod seiner Frau im Juli 1808, sie stürzte in einen mit einer kochenden Flüssigkeit gefüllten Kessel in seiner Fabrik, dürfte Winzler von Znaim weggedrängt haben. Er könnte sich bereits 1810 in Wien aufgehalten und vielleicht zeitweilig seinen Wohnsitz nach Klosterneuburg verlegt haben. Nach den heutigen Begriffen hatte Winzler 1812 in Wien ein Ingenieurbüro für Feuerungsanlagen eröffnet. Wir kennen sein weiteres Leben nicht 1816 findet sich ein letzter Hinweis auf seine Anwesenheit anlässlich der Aufstellung einer Thermolampe in Slowenien ; es ist auch bis heute unbekannt, wo und wann Winzlers ereignisreiches Leben zu Ende ging. Indessen ist festzustellen, daß die Konstruktion der Thermolampe in Deutschland großes Aufsehen erregt hat. Winzler berichtet auf S. 20 seines Buches: "Nach Vorbereitungen deliberierte man über die Art, wie wir von dieser Vorrichtung (Thermolampe) öffentlichen Gebrauch machen sollten. Es in publiken Örtern, Hörsälen, Schauspielhäusern zu tun, würde unserer Bemühung, nützlich zu sein, einen Anstrich von Marktschreierei gegeben haben. Auch schien uns der rohere Teil des Publikums gar nicht dazu geeignet, weder Geschmack an der Sache zu finden, noch ihren Gehalt hinlänglich würdigen zu können. Wir wurden daher einig: bloß den gebildeten Teil des Publikums, vorzüglich aber Gelehrte, und den hohen Adel, sehen, prüfen und entscheiden zu lassen. Meine Wiener Freunde gingen nun voraus, um Zubereitungen zu machen, und ich folgte ihnen am 13. April 1802 in Begleitung meines bekehrten Ungläubigen (einem Freund, der zunächst das größte Mißtrauen gezeigt hatte) ebenfalls nach der Kaiserstadt, in welcher wir aus Gründen von Wichtigkeit zuerst die Experimente mit der Thermolampe machen wollten." Sie wurden dann in einem nur zum Teil bewohnten Hause eines Grafen v. F. ausgeführt. Eine Bekanntmachung erfolgte am 5. Mai 1802 in der Wiener Zeitung S. 1630. Winzler bringt auf p.173/74 seines Buches eine Würdigung Lebons: "Es ist nicht die Arbeit eines mutwilligen Feuerkopfs, der seine Glut nur auf fremde Kosten unterhalten will. Daß ihn aber auch nicht Selbsttäuschung zu irgend einem leeren Phantom mit fortriß, dafür bürgt der ruhige, sachgewisse, durchaus systematische Gang seiner ganzen kleinen Abhandlung. Wie dankbar benimmt er sich gegen seine Lehrer! Wie liebenswürdig an der Seite eines Chaptals, Fourcroi's, Vauquelins? Wäre er in einem so hohen Grade Chemiker gewesen, wie diese großen Männer, er würde mir selbst und anderen über die Thermolampe nichts mehr zu sagen übrig gelassen haben. Indes hat er über das Verbrennungsgeschäft in der Natur wirklich so viel Licht verbreitet und überhaupt der Nachwelt zur Vervollkommung des Heiz- und Beleuchtungssystems in einem so hohen Grade vorgearbeitet, daß es nun ein leichtes werden muß, an diesem Leitfaden das große und wichtige Problem zu lösen, mit dem Entwicklungsgrundstoff von Wärme und Licht nach den Gesetzen der höchsten Sparsamkeit und Zweckmäßigkeit umzugehen. Endlich laßt uns doch, ihr Grübler, Kenner, Zweifler und Forscher, nur geradezu mit deutscher Aufrichtigkeit gestehen, daß wir alle noch mit keiner Thermolampe vertraut geworden wären, hätte nicht Mutter Natur den Bürger Phil. Lebon dazu ausersehen, uns dieserhalb aus dem Schlummer von mehreren Jahrtausenden zu wecken - ein Geständnis, das ihn auf einmal und für immer gegen das sehr gewöhnliche Schicksal, von seinen Zeitgenossen verkannt zu werden, schützen wird." Winzler hat noch 1802 in der Alserkaserne in Wien die erste Gaserzeugungsanlage eingerichtet und betrieben. In einem gemauerten Herd war eine Retorte eingebaut, in der er Holz und Steinkohle entgaste. Während der Herdbenutzung konnte gleichzeitig Gas erzeugt werden. Dieses wurde zur Reinigung in ein mit Kalkmilch gefülltes Gefäß geleitet und in einem blasebalgartigen Behälter aufbewahrt oder, bei der gewerblichen Anwendung, unmittelbar durch Blechrohrc den Verbrauchsstellen zugeführt" (siehe Zschr. d. Österr. Gas und Wasserfachm. 71 (1931) p.101). Winzler hat sich vor den Versuchen mit der Theorie auseinandergesetzt. Dieser Teil seines Werkes ist heute schwierig zu verstehen. Er faßt Wärme und Licht als Körper auf, die er dem Sauerstoff, Wasserstoff, Kohlenstoff (nicht unter den brennbaren Körpern genannt), Pflanzenlaugen, Kalkerde, Stickstoff, Phosphor, Minerallaugensalz, Schwefel, Metallstoff und dem allgemeinen primitiven Erdstoff gleichsetzt. Man kann dem alten Praktiker Winzler keinen Vorwurf machen, daß er 1803 diese ganzen noch etwas schwierig zu verstehenden Theorien in dem Bemühen, sich volkstümlich auszudrücken, undeutlich gebracht hat. Umso mehr aber fesseln uns heute noch Winzlers technische Urteile. Sein Interesse führte davon her, daß er in der Salpeterplantage seit Jahren "unabgeschwefelte" Steinkohle hat verwenden lassen und die Abdünstungen sehr lästig dabei wurden. Auffallend ist, daß er bei Betrachtung der Wirtschaftlichkeit der Thermolampe den Unterfeuerungsaufwand gar nicht erwähnt, offenbar weil er sich die Retorte in einem Kachelofen zur Zimmerbeheizung eingesetzt vorstellte. Immerhin wird eine Wahrheit festgehalten, daß bei der Verbrennung roher Kohle im Rauch sehr nützliche Nebenprodukte verschwendet würden. In einer etwas primitiven und deshalb nicht in allem verständlichen Zeichnung gibt er eine einfache Anlage wieder ohne Gasbehälter, offenbar seine erste Versuchsanlage für die Vorführungen. Denn in einer besseren und textlich erklärten Darstellung eine Anlage mit Retorte, Waschfaß, Balgengasbehälter und Verbrennungsofen. Über diese Einrichtungen verschiedenster Art folgt dann noch eine besondere Tafel. Über die Anfertigung der Teile ist nichts gesagt. Dagegen beschreibt er die Sicherheitsanforderungen: Dichtheit der Rohre, Inbetriebsetzung mit Ausschluß der Bildung explosibler Gemische im Innern und ähnliche Maßnahmen. Auch über die Verbrennung im geschlossenen Räume mit Luftzuführung durch ein konzentrisch durch das Gasrohr gelegtes Rohr zur Vermeidung der "Knallgasbildung" zerbricht Winzler sich den Kopf. Für Winzler ist das erzeugte Gas schlechthin Wasserstoff. Bei Vorschlägen zur Verbesserung spricht er indessen von der Möglichkeit, den Flammenglanz durch Kohlenstoff (Kunstnamc sei gekohlter Wasserstoff) zu erhöhen. Er weist auf die Wichtigkeit hin, den Brenner besser durchzubilden und lobt den Argandbrenner, wie er bei Öllampen bekannt war, als nachzuahmende Konstruktion (die in England bereits begonnen war). Die Aufzählung der Vorteile der Entgasung ist etwas verwirrend. Er glaubt, wegen der Reinheit des Gases für alle Gasfeuerungen ohne Abzug auskommen zu können. Er erwähnt die Beseitigung der Rauchplage und vor allem den Wert des Kokses als metallurgischen Brennstoff. Heute noch zeitgemäß ist im Abschnitt über die Nebenprodukte die Feststellung, daß Gas und Koks als Haupterzeugnisse zu werten seien. Ja, er spricht es aus, daß das Ideal sei, eine Anlage für ganze Städte zu errichten. Mit diesem Gedanken ist er seiner Zeit weit voraus. Die mit seinem Leucht- und Sparofen, wie Winzler die Thermolampe auf Deutsch genannt hat, vorgenommenen öffentlichen Vorträge fanden Anklang. Das veranlagte ihn, im Jahre 1804 um die Verleihung eines Privilegii exclusivi zur Ausbeutung seiner Thermolampe nachzusuchen. Es ist wohl gut darauf hinzuweisen, daß solche Privilegien in der streng vom Staate im Rahmen des Schutzes der Zünfte beaufsichtigten Wirtschaft nicht die Bedeutung von Patenten hatten. Winzler hatte niemals verheimlicht, daß er den Gedanken von Lebon übernommen hatte. Er betonte auch in seinem Buche seine Befähigung, den Nachbau richtig vorzunehmen und hielt darum ein Bauprivileg (meist in einem beschränkten Gebiete) für berechtigt. Das Gas für die Beleuchtung der Deymschen Kunstgalerie, der Staatlichen Salmiakfabrik in Nußdorf, der Kattunfabrik in Kettenhof und einiger anderer Betriebe wurde mit seinen Apparaten erzeugt (siehe Zeitschr. D. Oesterr. Gas- und Wasserfachmänner, 71 (1931) p.101). Johannes Körting, geschichte der Deutschen Gasindustrie, pp.44-50; Bedeutende Südmährer, Referat von Dr. Helma HalvaDenk am 13. April 1991 beim 3. Seminar für "Südmährische Kultur und Vereinsarbeit" in Strebersdorf; Singer, Ch., et al., History of Technology, IV, p.264; Engelmann, Bibl. mech.-techn. 437 |
| EUR 1200.00 (Bestell-Nr: 39589) |
Artikelname: Petrol Motor-Omnibuses.
Artikelbeschreibung:
| Worby, William Worby: |
| Petrol Motor-Omnibuses. |
| Mechanical Engineers, 1907. - 1907, 8°, pp.398-492, 36 Abb., 30 Abb. auf 10 Lichtdrucktafeln, Pappband. |
| Excerpt minutes of proceedings of the meetings of the Institution of Mechanical Engineers in London, 15.March and 12. April, 1907. T. Hury Riches, ESQ., President in the Chair. By Authority of the Council. Published by the Institution. William Worby Beaumont (1848-1929) was appointed joint-editor of "The Engineer" newspaper, and remained on their staff for some ten years. Since 1896 he had been in practice as a Consulting Automobile and Mechanical Engineer, and was latterly Technical Adviser to the Metropolitan Police, as well as Hon. Consulting Engineer to the Royal Automobile Club. |
| EUR 120.00 (Bestell-Nr: 45470) |