Artikelname: Sammelband Orthopaedisches Institut zu Berlin. Enthält: Zweiten, Dritten, Fünften, Sechsten, Siebenten, Achten, Neunten und Zehnten Bericht über das gymnastisch-orthopädische Institut Berlin.
Artikelbeschreibung:
| Berend, Heimann Wolff: |
| Sammelband Orthopaedisches Institut zu Berlin. Enthält: Zweiten, Dritten, Fünften, Sechsten, Siebenten, Achten, Neunten und Zehnten Bericht über das gymnastisch-orthopädische Institut Berlin. |
| Berlin, Hirschwald u. Hempel, 1845-1861, 8°, 4°, 8, 12, 20, 28, 36, 36, 36, 28 Seiten, 4 gefalt. lith. Taf., 46 Holzschnitten meist nach original Photographien, Pappband der Zeit; gutes Exemplar mit handschriftlicher Widmung des Verfassers. |
| BEGINN DER MODERNEN ORTHPAEDIE IN BERLIN; ERSTE ALLGEMEINNARKOSE IN BERLIN; EINFÜHRUNG DER PHOTOGRAPHIE DIE MEDIZIN IN DEUTSCHLAND! Heimann Wolff Berend (1809-1873), jüdisch, ist geboren 1809 zu Landsberg an der Warthe; Medizinstudium in Berlin; 1837 bis 1840 war er Assistent bei Dieffenbach. Wiederholt hat Berend die Forderung aufgestellt, Lehrstühle für Orthopädie zu errichten! 1840 errichtete er das orthopädisch-gymnastische Institut, welches er 31 Jahre lang, bis kurz vor seinem Lebensende leitete; über 25 Jahre lang im Zentrum Berlins (Oranienburger Straße, bzw. Neue Schönhauser Straße) und dann 1870 nach dem Westen (Viktoriastraße). Anfangs standen 100, später 120 Betten zur Verfügung. Ab 1861 war er auch Zeitlang Chefarzt der chirurgischen Abteilung des Jüdischen Krankenhauses in Berlin, Augustusstraße. "Zu Unrecht vergessen " (Valentin). "Sein Institut ragt weit aus der Masse der vielen hervor durch die gediegene Fachausbildung des Leiters, durch dessen wissenschaftliche Arbeiten und durch seine führende Stellung in der Ärzteschaft. Allein schon die 14 Anstaltsberichte, welche - in erster Linie für Ärzte bestimmt - sich fortlaufend über einen Zeitraum von 28 Jahren erstrecken, spiegeln in selten vollständiger Weise den Fortschritt wieder, welcher in dieser für die Orthopädie so wichtigen Periode erzielt wurde", sie geben einen schönen Einblick in die Entwicklung der Orthopädie von der konservativen, zur mechanischen und unblutigen Orthopädie bis zur operativen Therapie der Kontrakturen, der Kongenitalen Hüftluxationen, der Behandlung von Klumpfüssen, der Skoliose, erste Osteotomie der Tibia und Fibula, seine Einführung der Gymnastik, etc.. Wenig bekannt ist auch, das Berend der erste Berliner Arzt war, der eine Operation in allgemeiner Betäubung durchführte. Die erste Äthernarkose wurde am 24.Januar 1847 von J.F. Heyfelder vorgenommen, kurz danach - am 6.Februar 1847 - folgt Berend in Berlin. Im 3. Institutsbericht schildert er die Operation: eine forcierte Extension zwecks Geradestellung bei einer 9jährigen Mädchen mit Kniekontraktur. Sein Lehrer Dieffenbach verhielt sich Anfangs ablehnend, aber 4 Wochen später folgte er dem Beispiel seines Schülers, und noch im gleichen Jahr publizierte Dieffenbach das schöne, zugunsten der Armen geschriebene Buch "Der Äther gegen den Schmerz". Ferner war auch er einer der ersten, welche die Photographie in Deutschland für medizinische Zwecke anwendete, bereits am 9. Dezember 1853 zeigte er (zum ersten Male in Deutschland) bei einer regelmäßig in seinem Institut stattfindenden Demonstration "in Gegenwart einer größeren Anzahl von Collegen Photographien von Patienten. Diese Anwendung der Photographie für descriptive Pathologie ist eine glückliche und vielversprechende, die unseres Wissens in Deutschland zum ersten Male versucht worden und welche die Naturtreue Darstellung, die früher bei Zeichnungen, Gypsabgüssen usw. vielfach vernachlässigt oder in Frage gestellt wurde, über allen Zweifel erhebt" (7.Bericht, p.8). Die Berichten sind je zwischen 10 bis 30 Seiten und enthalten jeweils eine aktuelle Statistik sowie einen wissenschaftlichen Beitrag des Verfasser. Die hier vorliegenden Berichte enthalten folgende Beiträge: 2. Bericht 1845: Nebst einer Beschreibung und Abbildung eines seltenen Falles von Knochenerweichung und Knochenbrüchigkeit. 3. Bericht 1847: Nebst Bemerkungen über die seitliche Verkrümmung des Rückgraths. 5. Bericht 1851: Nebst einer Gesammtübersicht seiner bisherigen elfjährigen Wirksamkeit. 6. Bericht 1953: Die heil-Gymnastik mit besonderer Rücksicht auf das schwedische Long'sche System. 7. Bericht 1855: Clinsiche Mittheilungen. 8. Bericht 1857: Klinische Mittheilungen. 9.Bericht 1859: Klinische Mittheilungen. 10.Bericht 1861: Klinische Mittheilungen. + Kolossales Sarcoma medullare des Oberarmes, durch Exartikulation des Oberarms und partielle Resection der Scapula entfernt. Valentin, Geschichte der Orthopädie, zitiert Berend 12 mal und gibt auf den Seiten 239-242 einen ausführlichen Bericht. "A leading early figure is that of Heimann Wolff Berend (1809-1873), a Berlin graduate and Dieffenbach's assistant from 1837 to 1840; this is how he came to know Little when he returned to Berlin after having been operated by Stromeyer in Hanover, and why his name appears as one of the 'opponents' on the title-page of Little's Berlin doctoral thesis of 1837. Berend founded an institute in 1840 which came to have 120 beds and directed it for 31 years; his series of annual reports is a valuable guide to orthopaedic progress over this period. We see the change from mechanical correction to osteotomy and other operative measures under general anaesthesia - he was the first, in 1847, in Berlin to operate under ether and convinced Dieffenbach to do so - and he adopted antisepsis, 'a surgery which encounters the severest obstacles in the large general hospitals', but only as part of a programme that included appliances and exercises . His treatment of club-foot was by tenotomy followed by an ingenious traction splint. He travelled, especially to France, where he was sufficiently impressed by Guerin's myotomies for scoliosis to do the same when he returned home. He also endeavoured to incorporate what was good in Ling's Swedish gymnastics in the treatment of scoliosis, having visited Stockholm in the 1850s when the Royal Central Gymnastic Institute was under the direction of Branting, who stressed the value of resisted exercises, the equivalent of modern weight-training. Berend regarded scoliosis as a primarily muscular disorder, the changes in the bones and ligaments being secondary, and its treatment as the most difficult part of orthopaedics. He was keenly interested in congenital dislocation of the hip and not over-sanguine about treatment. He noted, when visiting Duval's institute in Paris in 1842, that the 'reduction' effected by forcible traction was often a transposition of the femoral head into the obturator foramen or sciatic notch, though, as this lengthened and stabilized the limb, it was far from valueless. But he saw the matter as in process of evolution; summarizing cases: 'I have demonstrated from extensive case-series that, even if reduction is not completely achieved, orthopaedics remains effective enough not to abandon this objective.'" David Le Vay, Hist. of Orthopedics, pp.188-189 siehe R.Taureck, Die Bedeutung der Photographie für die medizinische Abbildung im 19.Jhdt., p.29; |
| EUR 1300.00 (Bestell-Nr: 27600) |
Artikelname: Ueber das Paraxanthin, einem neuen Bestandtheil des normalen menschlichen Harns.
Artikelbeschreibung:
| Salomon, Georg: |
| Ueber das Paraxanthin, einem neuen Bestandtheil des normalen menschlichen Harns. |
| Z. klin. Med., 7/Suppl. - Berlin, August Hirschwald, 1883/84, 8°, 18 pp., 1 Tafel mit aufmontierter orginnal Photographien von C.Günther, OBrosch.; letzte Seite etwas fleckig, Tafel hinterlegt. |
| Paraxanthin wurde erstmals 1883 von Georg Salomon (1849-1916) aus dem Harn des Menschen isoliert. |
| EUR 120.00 (Bestell-Nr: 38799) |