Artikelname: Album Arbeitsmedizin: Fabrikärzte-Konferenz 1924: =
Artikelbeschreibung:
| Album Arbeitsmedizin: Fabrikärzte-Konferenz 1924: = |
| Portrait-Silhouetten mit den Namenszügen von 21 Konferenzteilnehmern. |
| Photographische Reproduktionen im Postkartenformat, eingeklebt in ein zeitgenössisches blaues Leinen-Album mit handschriftlichem Titelblatt "Fabrikarzt-Konferenz 1924", kl.-4°, mit Pergamin-Schutzblättern. Untersatzkartons an einer Ecke minimal gestaucht, sonst wohlerhalten. Darunter (so bekannte Namen wie) Bachfeldt, Bodrug, Curschmann, Engelhard, Epting, Frank, Hahn, Hopmann, Leymann, Martineck, Martius, Meyer, Michaelis, Rodemaker, Zeil. |
| EUR 160.00 (Bestell-Nr: 45140) |
Artikelname: Medizinisch-philosophische Handschrift, Frankreich um 1600: - Über 700 Seiten 8°, lateinisch mit 3 Zeichnungen (ca. 20 seiten leer, 5 vermutlich leere Blätter entfernt).
Artikelbeschreibung:
| Medizinisch-philosophische Handschrift, Frankreich um 1600: - Über 700 Seiten 8°, lateinisch mit 3 Zeichnungen (ca. 20 seiten leer, 5 vermutlich leere Blätter entfernt). |
| Nach einer alten Zuschreibung stammt die in feinster Schrift von Gelehrtenhand gefertigte Handschrift aus dem Collège de Tournon (s.u.). Handschrift zur Sinnesphysiologie auf der Grundlage der aristotelischen Naturphilosophie, bestehend aus einem streng in disputationes, articuli, sectiones und subsectiones gegliederten Traktat über den beseelten Körper ("Tractatus tertius physicae - de corpore animato", ca. 225 S.), dem sich eine Erörterung der Physik des Aristoteles ("Disputationes In Aristotelis Physicam") anschließt. Hier einige Überschriften aus dem Traktat in dem vor allem die Seelenvermögen (ausführlich u.a. der Gesichtssinn) behandelt werden: de corpore mixto proemialis - quid sit mixtio et mixtum - quomodo in mixto maneant elementa - de mixtorum temperamento - an et quid sit anima de anima in communi - an et quid sit anima - de animarum multitudine de actu vitali de actione vitali seu vita actuali de calore vitali humori radicali aliisque non nullis ad nutritionem pertinentibus de generatione viventium de visu - de lumine - de colore - de visione et eius organo - oculi descriptio - quomodo fiat visio - de auditu - de olfatu et gustu de tactu de facultatibus internis animae sensitivae - quod sit sensus internus et quod illius organum Für mehrere Kapitelüberschriften ist der Platz zum späteren Nachtrag freigelassen, entsprechend sollten die leer gebliebenen Seiten einer späteren Textergänzung dienen. Das Collège de Tournon, heute Lycée Gabriel Faure in Tournon-sur-Rhône, wurde 1536 durch den Kardinal und Staatsmann François de Tournon (1489-1562) gegründet und hatte von 1548 bis 1626 den Charakter einer Universität unter der Führung des Jesuitenordens mit insgesamt mehr als 2000 Studenten aus ganz Europa. 1626 wurde es in eine höhere Bildungseinrichtung umgewidmet, 1776 den Oratorianern übergeben, 1820 laiziert und 1848 in ein "Lycée" verwandelt, das seit 1967 den Namen des aus Tournon stammenden Schriftstellers Gabriel Faure trägt. Die bedeutende Kollegienbibliothek wurde der Universitätsbibliothek von Lyon übergeben. Sensory Physiology - late 16 / early 17 century manuscript originating from the Collège de Tournon (France) Latin manuscript, more than 700 pages 8vo, with 3 illustrations in the text (ca. 20 pages blank, 5 probably blank pages removed). Some staines in places, small clipping to the first leaf, minor worm traces to the margins of the end. Contemporary vellum binding with minor defects, front joint broken. Manuscript on sensory physiology on the basis of Aristotle's doctrine, being a treatise on the souled body, canonically subdivided in disputationes, articuli, sectiones and subsectiones ("Tractatus tertius physicae - de corpore animato", ca. 225 pages), putting emphasis on the faculties of the soul and extensively discussing inter alia the visual faculty. This treatise is followed by a discussion of Aristotle's Physics ("Disputationes In Aristotelis Physicam"). Some spaces within the text were left blank for further headlines to be entered later, the blank pages were designated for additional text. According to an ancient note the manuscript originates from the Collège de Tournon in France (now Lycée Gabriel Faure at Tournon-sur-Rhône) which was founded in 1536 by Cardinal François de Tournon (1489-1562), statesman under king Francis I. From 1548 to 1626 the college had the status of a university under the direction of the Jesuit Order, teaching altogether more than 2,000 students from all over Europe. |
| EUR 2400.00 (Bestell-Nr: 41525) |
Artikelname: Psychiatrische und Nerven-Klinik der Universität Halle. - Krankenakten a.d.J. 1893-1899.
Artikelbeschreibung:
| Psychiatrische und Nerven-Klinik der Universität Halle. - Krankenakten a.d.J. 1893-1899. |
| Über 120 Seiten gr.Folio, dazu zahlr. Beiblätter. Etwas staubfleckig, leichte Randläsuren, teilweise hinterlegt. |
| Dokumente aus der Frühzeit der Hallenser Universitätspsychiatrie unter Eduard Hitzig (1838-1907), der nach seiner Berufung 1879 den Bau einer neuen, 110 Betten umfassenden Klinik durchsetzte und sie schon bald nach ihrer Eröffnung 1891 zur Musteranstalt der Zeit entwickelte. Dokumentiert sind die Krankheiten von 16 meist aus den unteren Bevölkerungsschichten stammenden Patienten beiderlei Geschlechts im Alter von 12 bis 57 Jahren mit Anamnese, Krankheitsverlauf unter der Behandlung (ein fehlgeschlagener Versuch mit Hypnose ist erwähnt) und Behandlungsergebnis ("geheilt entlassen" / "als zur Zeit geheilt entlassen" / "nach Altscherbitz [die damalige Provinzial-Irrenanstalt] überführt", etc.); Diagnosen u.a.: "Alkoholwahnsinn", "Chorea leicht. Grades", "Delirium tremens", "Hysterie", "Hypochondrie", "Manie", "Paranoia", "Progr. Paralyse", "Schwachsinn", "Senile Paralyse", "Seniles Irresein" und "traumat. Neuro-Psychose". Ein Teil der Akten wurde von Hitzigs Assistenten Hans Haenel (1874-1942) geführt, dem späteren Begründer und langjährigen Vorsitzenden des Dresdner Neurologischen Abends, einer Vereinigung Dresdner Neurologen und Psychiater. Beiblätter zu einzelnen Akten: Zusammenfassungen, Gesichtsfeldschemata, Gewichts- und Fieberkurven, zu den Akten genommene Briefe oder Schriftstücke von Patienten, Briefe externer Ärzte etc. |
| EUR 450.00 (Bestell-Nr: 41522) |
Artikelname: Reichsritterliche Herrschaft Tann - 8 handschriftliche Rechnungsbücher Freiherren zu der Tann. 1780-1794.
Artikelbeschreibung:
| Reichsritterliche Herrschaft Tann - 8 handschriftliche Rechnungsbücher Freiherren zu der Tann. 1780-1794. |
| 797 teils beidseitig beschriftete (+ 25 vakante) Bll. verschiedener Formate. Mit zahlreichen Siegeln. Zeitgenössische Foliobände in Halbleder mit handschriftlichen Titelschildchen; Einbände leicht defekt (1 lose); Fein. |
| 1) "Belege zur Hochfreiherrl[ich] Tanni[schen] Naturalien-Rechnung / Von Petri 1780 bis dahin 1781". 108 (+ 7 vakante) Bll. Die ersten Blätter mit kleinem Wurmgang. Darin u.a. das "Tresch-Register zur Tann, Strud- und Theobaldshoff aufs Jahr 1780", das "Erndte Register der Hochfreiherrlich Tannischen Güther zur Tann, Strud- und Theobaldshoff aufs Jahr 1780" (Weizen, Korn, Gerste, Hafer, Erbsen, Linsen, Wicken und Bohnen), ein "Verzeichniß derer über Winter ausgesäeten Früchte", ein "Verzeichniß Was auf dem Strudhof ao. 1780 an Winter Frucht ausgesäet worden" sowie weitere Verzeichnisse u.a. über den Viehbestand und Ausgaben für Handwerksarbeiten, einen Bericht zur Verwertung des gebrauten Bieres sowie zahlreiche Einzelbelege, unterschrieben von Hofbauern, Knechten, Tagelöhnern und anderen Bediensteten (Schnitter, Hirten, Obstgärtner, dem Schulmeister etc.). 2) "Hochfreiherrl. Tannisches Verwalterei Frucht Einnahms und Ausgabs Protocoll von Petri 1782 bis dahin 1783 / geführt von dem Gegenschreiber Johann Friedrich Schambach". 69 (+ 2 vakante) Bll. Darin Verzeichnisse der "Einnahme" und "Ausgabe", von Weizen, Roggen ("Korn"), Gerste, Hafer, Erbsen, Linsen, Wicken, Bohnen, Raps ("Saemgen"), Leinsaat (leer), Eckern und Salz. Als Einnahmen sind die Drescherträge und Zukäufe (u.a. "von dem Fischbacher Nachbarn Joh. Wolf Peter Dietzeln"), als Ausgaben insbesondere Deputate für das Gesinde (viele Namen) Tierfutter und Verkäufe, ferner "zum Brandewein Brennen", "zum Brauen" etc. verzeichnet. 3) "Belege zur Hochfreiherrlich Tannischen Lasten Rechnung / Von Petri 1789 bis dahin 1790". 152 (+ 5 vakante) Bll. Leicht feuchtfleckig; eingebunden gestochene Portraits von Heinrich Schlick Gf.v. Passau und Johann Gf. v. Montfort. Darin Autographen der Freiherren Christoph Friedrich (Entlastung für seinen ehemaligen Lehnsbeamten und Sekretär Johannes Klübers), Karl Friedrich (2 Quittungen) und Friedrich (2; Kosten für die Mauer im Schlossgarten und einen Schuldenerlass betr.) sowie von weiblichen Angehörigen der Familie (9, darunter eine Schuldverschreibung der Helena Elisabetha Juliana Frfr. v.u.z.d. Tann geb. Freiin von Venningen für den Bürgermeister Georg Christoph Pfefferkorn, ferner Zahlungsanweisungen und Quittungen); meist mit Siegel; ferner zahlreiche (meist besiegelte) Schreiben der Fränkischen Ritterschaft, u. a. Diäten und Reisekosten im Zusammenhang mit Konferenzen Ritterschaft in Schweinfurt, Studienbeihilfen für Karl Friedrich von und zu der Tann sowie Prozesskosten betreffend, eine Quittung m.U. und Siegel des ehemaligen Amtmanns und Lehensekretärs Johannes Klüber über 1800 Gulden "aus der Concurs-Masse", Belege von Handwerkern über Arbeiten an den herrschaftlichen Gebäuden, Soldquittungen etc. 4) "Belege zur Hochfreiherrlich Tannischen Lehns und Jurisdictions-Geld-Rechnung / Von Petri 1789 bis dahin 1790". 74 Bll. Darin Listen der Zinspflichtigen zu Unterweid, Hilters, Simmershausen und Larbach, ein "Verzeichniß über erschienenes Lehn- und Siegel Geld im Ganerbschaftl. Tannischen Gebiete", Verzeichnisse "der Schutzverwandten", der Strafen, Waldbußen und Schutzgelder, der Ohmgelder für Bier und Branntwein; ferner 4 Autographen des Freiherrn Friedrich (u.a. Entscheid in einer Strafsache), Eingaben an die Herrschaft, Spesenquittungen des Gerichtsverwalters, Aufzeichnungen über die "äußersten Fruchtpreise", etc.; teilweise unterzeichnet von dem Lehensadministrator Andreas Simon und dem Bürgermeister von Tann. 5) "Belege zur Naturalien Rechnung von Petri 1789 bis dahin 1790". 101 (+ 2 vakante) Bll. Darin u.a. das "Tresch Register der H[och]Freiherrl[ich] Tannischen Güther zur Tann- Strudt- und Theobaldshof auf das Jahr 1789", das "Erndte Register" dieses Jahres (Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Erbsen, Linsen und Wicken), Verzeichnisse der Aussaaten, der Viehbestände (auch der Schlachtungen und des "crepirten Schaaf-Viehes"), des Holz- und Reisig-Einschlags (auch der Lieferungen "zur Herrschaftl. Haußhaltung ins Schloß"), der Heu- und Grummeternten. Ferner eine große Zahl von Original-Quittungen, darunter eine vom Freiherrn Carl August von der Tann unterschriebene Quittung über die Lieferung von "2 Malter 4 Maas Hafer [und] 4 Maas Gerste ErbZinß auf das Jahr 1789", sowie Quittungen über den Erhalt von Besoldungen (in Naturalien), Deputaten, etc., unterschrieben von Hofbauern, dem Schäfer, dem Schmied ("1 Malter Korn vor die Akker-Pflüge"), dem Schulmeister, dem Fähnrich der Stadt- und Land Compagnie ("2 Eimer Bier") u.v.a. 6) "Freiherrlich Tannisches Verwalterei-Frucht-Gegenschreiberei-Protocoll von Petri 1789 bis dahin 1790 / geführt von Johannes Kroning". 53 Bll. (2 Einlageblätter lose). Darin Verzeichnisse der "Einnahme" und "Ausgabe" von Weizen, Roggen ("Korn"), Gerste, Hafer, Erbsen, Linsen und Wicken, "zur Haußhaltung im Schloß", als Tierfutter, div. Deputate für das Gesinde (viele Namen) etc. 7) "Belege zur Hochfreiherrlich Tannischen Lasten-Depositen-Rechnung / Von Petri 1790 bis dahin 1791". 53 Bll. (2 Einlageblätter lose). Darin Autographen der Freiherren Friedrich (2 Urkunden betr. den "Abschlag meiner mütterlichen Forderungen") und Karl Friedrich (4 Quittungen) sowie von weiblichen Familienangehörigen (3); ferner 11 Schreiben der Fränkischen Ritterschaft, die "alt Tannische Debit Massa" betreffend, sowie eine Aufstellung der "Einnahm beym Kirmes Gericht", ein Mietvertrag über eine Schäferwohnung, Handwerkerrechnungen und -quittungen, Aktenauszüge, Post-Einlieferungsscheine, ein Auszug aus dem Postbuch etc.; vielfach von dem Lehensadministrator Andreas Simon unterzeichnet. 8) "Belege zur Verwalterei Naturalien Rechnung von Petri 1793 bis dahin 1794". 87 (+ 6 vakante) Bll. Darin mehrseitige Dresch- und Ernteregister, Verzeichnisse "über die Winter aus saat" auf dem Schweithof und dem Theobaldshof sowie die Sommeraussaaten (mit Bezeichnung der Flurstücke), Verzeichnisse über das abgegebene Salz, das geschlachtete Vieh, die Lieferungen an Holz, Reisig, Heu- und Grummet, den Viehbestand, die Ausgabe von Bier an das Gesinde, Quittungen über Deputate etc. Die Rechnungsbücher sind jeweils vollständig erhalten und geben mit ihrer Fülle an Details einen Einblick in die Ökonomie einer von Schulden beschwerten reichsritterlichen Herrschaft zum Ausgang des 18. Jh. Darüber hinaus sind sie wertvoll durch die enthaltenen Listen der Flurstücke und Hintersassen. |
| EUR 1180.00 (Bestell-Nr: 45789) |
Artikelname: Technikgeschichte / Druckwesen. - Konvolut Druckereimaschinen, Frankreich 1880/85.
Artikelbeschreibung:
| Technikgeschichte / Druckwesen. - Konvolut Druckereimaschinen, Frankreich 1880/85. |
| Schönes Konvolut mit selten erhalten gebliebenen Belegen - das Ergebnis einer Sondierung des französischen Marktes im Jahr 1885 durch einen Druckereibesitzer, der eine Schneidemaschine mit Scheibenmessern anschaffen wollte. |
| Im einzelnen: 1) Verkaufskatalog der Maschinenbauer A. & G. Lhermite ("Ingénieurs-Constructeurs"), Paris 1880. 19 Seiten gr.-4°. Illustrierter rosa Umschlag verso leicht angestaubt und mit kleinem Kleberest (wohl vom Versand unter Streifband herrührend), Innenseiten frisch. Maschinen für das Druckereigewerbe: Drucken, Autotypieren, Lithographieren, Pressen (mechanisch und hydraulisch), Schneiden, Perforieren, Laminieren, Satinieren, Prägen und Vergolden. - Preisverzeichnis mit 27 meist großformatigen lithographierten Abbildungen. 2) 8 teils mehrseitigeVerkaufsprospekte anderer französischer Maschinenbauer, ebenfalls mit lith. Ansichten der angebotenen Maschinen sowie der gewonnenen Ausstellungs-Preismedaillen; ein Blatt mit großformatiger Darstellung eines idealen Druckereibetriebs (18 x 24,5 cm). Blattgrößen bis zu 64 x 48 cm. 1 Blatt mit Faltenriß, manche mit geringen Randläsuren oder leichter Bräunung der Ränder; insgesamt gut erhalten. 3) handschriftliche Korrespondenzen der Druckerei Ed. Monnoyer, Le Mans mit mehreren Maschinenbaufirmen, die Anschaffung einer Karton-Schneidemaschine zur Herstellung von Schachteln betreffend: Juni - September 1885, zus. 17 Seiten gr.-4°; gedruckte, teils illustrierte Briefköpfe. Das Ganze in einem Aktendeckel der Fa. Ed. Monnoyer, bezeichnet: "Dossier d'une cisaille circulaire pour tracer et couper le carton pour faire les boîtes" (Randeinriß). |
| EUR 180.00 (Bestell-Nr: 33969) |
Artikelname: ALS - Taubstumme - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift des französischen Taubstummenlehrers Abbé Daras.
Artikelbeschreibung:
| Abbé Daras - |
| ALS - Taubstumme - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift des französischen Taubstummenlehrers Abbé Daras. |
| Saint Médard-les-Soissons 16.III.1854. 3 Seiten gr.-4°. Gestochener Briefkopf "Institut des Sourds-Muets". Mit Siegelspur und Adresse (Poststempel und -vermerke). Tinte leicht durchschlagend, kleine Faltenrisse; Adressblatt mit kleinem Ausr |
| An Paul Alois Klar (1801-1860), den Leiter der Blindenanstalt in Prag ("Monsieur et bien affectionné Collègue"), dem er für einen Beitrag zu seiner Zeitschrift "Bienfaiteur" und für dessen "puissante collaboration dans l'oeuvre universelle de la Civilisation Sociale des Aveugles" dankt. "... Le célèbre institut de Prague mérite d'etre connu du monde entier et le 'Bienfaiteur' est lu maintenant dans les principales capitales du monde - je vais joindre votre illustre nom à la liste européenne du collaborateurs de la Revue - et vous m'ecriverez souvent pour me mettre au courant du progès de l'Allemagne, et vous serez mon representant pour tous ce qui regarde les intérêts des aveugles dans le royaume de Bohème ... " Im Folgenden ausführlich über seine unter dem Patronat Kaiser Napoleons III. stehende Zeitschrift "Bienfaiteur". - Erwähnt auch seinen Gönner, den Journalisten und Politiker Charles Forbes Comte de Montalembert (1810-1870). Die Prager Blindenanstalt wurde 1807 durch den Vater des Adressaten, den Humanisten Alois Klar (1763-1833) gegründet. |
| EUR 80.00 (Bestell-Nr: 34838) |
Artikelname: DS - Schriftstück mit eigenhändiger Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Adorno, Theodor Wiesengrund: = |
| DS - Schriftstück mit eigenhändiger Unterschrift. |
| Frankfurt a.M. 13.IV.1951. 2/3 Seiten Din-A4. Gedruckter Briefkopf: "Institut für Sozialforschung / Johann Wolfgang Goethe-Universität". |
| Theodor W. Adorno (1903-1969), Philosoph, Soziologe, Musiktheoretiker und Komponist. - Bescheinigung für eine Mitarbeiterin. "Frau Rosemarie Stiebler ... ist im Auftrage des Institutes für Sozialforschung an der von diesem Institut eingeleiteten Untersuchung über die nach Deutschland gerichteten Sendungen ausländischer Radiostationen in Berlin als Interviewerin tätig. Wir sind den Persönlichkeiten, mit denen Frau Stiebler Verbindung aufnehmen wird, für ihre Kooperation besonders dankbar und bitten, Frau Stiebler bei ihren Bestrebungen zu unterstützen." Seltener Beleg für Adornos Tätigkeit in der empirischen Sozialforschung. |
| EUR 360.00 (Bestell-Nr: 44245) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Alibert, Jean Louis Marc: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Paris, 2.II.1818 (Poststempel). 1 Seite kl. 4°. Mit Siegelspur und Adresse. |
| Baron Jean Louis Alibert (1768-1837), französischer Mediziner, Leibarzt König Ludwigs XVIII., der Begründer der Dermatologie in Frankreich. - den Arzt Michael Friedländer (1768-1824) in Paris, der einen Beitrag über die öffentliche Hygiene für Band 23 des "Dictionnaire des sciences médicales" (Paris: Panckoucke, 1818) verfasst hatte. "... j'ai envoyé hier chés mr. pankouke qui accepte avec reconnoissance vôtre article. mais, il souhaiteroit qu'il ne fut pas trop étendu et qu'il fut en harmonie avec les autres articles d'hygienne publique. pour mon compte . je regarde comme une bonne fortune dans le dictionnaire, l'article que vous promettés . ayés donc la complaisance de rédiger cet excellent morceau, et de l'envoyer de vôtre part et de la miene à mr. biott ou à mr. pankouke. |
| EUR 480.00 (Bestell-Nr: 39827) |
Artikelname: Der Chirurg Vinzenz von Czerny (1842-1916), der Kliniker Theodor Frhr. v. Dusch (1828-1890) und der Neurologe Wihelm Erb (1840-1921).
Artikelbeschreibung:
| Autographen von 3 großen Heidelberger Mediziner a.e. Blatt, 1886: = |
| Der Chirurg Vinzenz von Czerny (1842-1916), der Kliniker Theodor Frhr. v. Dusch (1828-1890) und der Neurologe Wihelm Erb (1840-1921). |
| Von Czerny, Dusch und Erb eigenhändig unterschriebene Studienzeugnisse für den aus Frankfurt a.M. stammenden cand. med. und späteren Leiter der Frankfurter Neurolog. Klinik August Knoblauch (1863-1919), dem die Teilnahme an Praktika im Wintersemester 1885/86 bescheinigt wird. - Mit 2 weiteren Bescheinigungen auf demselben Bogen, zus. 2 1/3 Seiten gr.-folio. Am Kopf alter Inventarstempel, winzige Faltenrisse, minimal fingerfleckig; schönes Blatt. |
| EUR 180.00 (Bestell-Nr: 47402) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Baier, Ferdinand Jacob: = |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Ansbach 8.X.1783. 3/4 Seiten 4°. Mit Siegelspur und Adresse. |
| Ferdinand Jakob Baier (1707-1788), berühmter Mediziner, Leibarzt des Markgrafen von Brandenburg-Ansbach, Präsident der Leopoldina. - In unsicherer Altersschrift an den Mediziner Heinrich Friedrich Delius (1720-1791) in Erlangen, den er als seinen Nachfolger als Präsident der Leopoldina ausersieht. "... Dero preiswürdigen Verdienste sind so hochgestiegen, daß Ew. Hochwohlgebohren mit alle Recht das Praesidium gebühret, welches ich wegen meines kränklichen Unvermögens herzlich gerne abtrette ..." - Dankt ferner für die "Bemühung wegen ausgefertigter Antwort an H[err]n Professor Mederer" (der Chirurg Matthäus Mederer [von Wuthwehr], 1739-1803) und die Übersendung "gelehrter Zeitungen". ". Plura non addo infirmitate nimia impeditus ..." Delius wurde erst nach Baiers Tod 1788 Präsident der Leopoldina. |
| EUR 360.00 (Bestell-Nr: 42823) |
Artikelname: MS - Teilweise eigenhändiges Manuskript (stark überarbeitetes Typoskript).
Artikelbeschreibung:
| Bauer, Karl Heinrich: = |
| MS - Teilweise eigenhändiges Manuskript (stark überarbeitetes Typoskript). |
| 4 S. folio + 1 S.Quer-gr.-8°, geklammert. - Beilagen. |
| Karl Heinrich Bauer (1890-1978), Chirurg, Pionier der Krebsforschung. - Überarbeitetes Manuskript eines autobiographischen Vortrags, pag. 2-6 (das fehlende Blatt 1 enthielt vermutlich eine Vorbemerkung zum Anlass des Vortrags, die Autobiographie selbst ist vollständig). - Beginnt: "Nun will es aber unsere Tradition, daß der, der morgen den Taktstock hebt, zuvor Beichte ablegt, d.h. von seinem Leben berichtet ... Die Welt meiner Jugend war umschlossen von freundlichen Bergen des Steinachtales im Frankenwald, ganz in der Nähe von Kronach. 22 Tagwerk Land waren es, denen meine Eltern, schlichte Bauersleute, die Mittel für das Studium zweier Söhne und die Schulausbildung einer Tochter abrangen ..." - Es folgen die Stationen seiner Laufbahn bis zur Niederlegung des Heidelberger Rektorats. Beiliegend ein Privatdruck mit Anekdoten über Bauer (30 S.), ein Vortrag des Heidelberger Pathologen Wilhelm Doerr, "K.H. Bauer als Wissenschaftler" (9 S.), die gedruckte Einladung zur Akademischen Trauerfeier für Bauer am 27.I.1779, die gedruckte Danksagung seiner Witwe Inge geb. Fuchs sowie mehrere Bauer betreffende Zeitungsausschnitte. |
| EUR 360.00 (Bestell-Nr: 46712) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Behrens, Konrad Barthold: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Braunschweig 17.VIII.1709, 3 Seiten°, mit schönem Lacksiegel und Adresse. Kleiner Ausriss an der Siegelstelle, kleine Läsuren an den Falten ohne Beeinträchtigung des Textes. |
| Konrad Barthold Behrens (1660-1), Mediziner und Historiker, kurfürstlich braunschweigischer Rat und Leibarzt, korrespondierte mit Leibniz. - Schöner Privatbrief an den Generalsuperintendenten Christian Heinrich Behm ("Hochgeehrtester Herr Bruder") in Gandersheim, dem er mitteilt, dass eine Erkrankung des Herzogs Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel ("Serenissimus") und ein Pocken-Patient ihn daran hinderten, zu einer Hochzeit zu reisen. "... melde daß so woll Ser[enissi]mus selbst, alß welcher beginnet heiserig zu werden, und ein patiente so erwachsen, und starck an den pocken danieder lieget, mich abhalten mit überzukommen, dahero man hoffentlich mich excusiren wird. Zudem hätte ich ohne Meine Frau reisen müßen, alß welche leider! noch nicht retabliret ist, Und ihr Zustandt mir viel sorge machet ..." Im weiteren mit Nachrichten vom Hof aus aus dem Familienkreis: "Unsere Meße ist sonst in Zimmlichen vanitäten vollbracht, von frembden ist niemand alß die alte Churfürstinn [Sophie von Braunschweig-Lüneburg, geb. Prinzessin von der Pfalz, Mutter des regierenden Kurfürsten von Hannover, der 1714 als Georg I. den englischen Thron bestieg] hier gewesen, und gehen sie ubermorgen nach Saltzthalen [Salzdahlum], alwo die Kron Princeß von Brandenb[urg] [die Enkelin der Vorigen, Prinzessin Sophie Dorothea, Gemahlin des späteren "Soldatenkönigs" Friedrich Wilhelm I. von Preußen, Mutter Friedrichs des Großen] gewartet wird. Von der Verordnung des consistorii in abolirung der entheiligung des Sabbahts mit denen Sauffgelagen habe biß dato nichts gehöret, auch nicht daß die landschafft dagegen protestiret. Dieses letztere wäre ja unerträglich, und unverandtwortlich, doch was kan man bey unß nicht entschuldigen? H[err] Abt Fabricius [s.u.] ist diese Meße auch bey mir logirt gewesen, er hat mir gesagt daß der Engelländer Declaration zu Rotterdamm dennoch gedruckt werde. Was will daraus werden? Nachdem Heinrichs frau gestorben, haben wir ihn und seine Kinder am halse, und wünschete woll daß ich ihm einen kleinen ruhigen Dienst, da er sein stücke brod von haben könte, verschaffen möchte, hier findet sich aber nichts. Auch stehen wir viel mit der fast kindischen alten Waasen aus. Gott wird unß ja aber herdurch helffen, und mir Nur meine liebe Frau erhalten ..." Am Schluß geht Behrens auf die Heiratsabsichten des verwitweten Adressaten ein: "... Waß sonst des H. Bruders Hauß Wesen betrifft, so Muß ich woll gestehen, daß ich nicht absehe, wie der H. Bruder ohne Gehülffinn seyn könne, wegen seiner kinder, besonders der tochter. Derowegen ich woll rahten wolte in Gottes Nahmen hierauff bedacht zu seyn, de persona aber behutsahm zu verfahren; die Vorschläge von weiten, seyn woll gut, allein ich bin mit dem H. Bruder eins, wer kennet sie, und ihre gemühter, und hier kömbts am meisten auff an. Auch ist es wahr einen refus hazardiret man nicht gerne, sonst deücht mir, die parthey auff dem Hartz mit der Wittwe M. wäre woll gut. Dieses habe ich aber dabey, daß einem Wittwer, der Kinder hat, nicht rahtsahm sey eine Frau mit gelde zu freyen, lieber eine von honnêtter famille die nicht viel hat ..." Erwähnt ferner Anton Ulrichs Enkelin Elisabeth Christine, die Gemahlin des Prätendenten auf den spanischen Königsthron und späteren römisch-deutschen Kaisers Karl VI. ("die Königinn"); Behrens empfiehlt dem Adressaten, sich als evangelischer Geistlicher mit einem Gesuch nicht direkt an die zum Katholizismus übergetretene Fürstin zu wenden. - Der erwähnte evangelische Theologe Johann Fabricius (1644-1729), Professor in Helmstedt und Abt von Königslutter hatte die (vor ihrer Hochzeit mit dem Habsburger nötige) Konversion der braunschweigischen Prinzessin in einem theologischen Gutachten gerechtfertigt und musste auf Druck der lutherischen Orthodoxie seine Professur in diesem Jahr niederlegen. Behrens war "verdient wegen seiner litterarischen Leistungen im Gebiete der Hygiene und Medicina forensis ... eine rühmende Erwähnung" (ADB). |
| EUR 420.00 (Bestell-Nr: 38290) |
Artikelname: ADS - Eigenhändiges Rezept mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Berres, Joseph B, Edler von Perez: - |
| ADS - Eigenhändiges Rezept mit Unterschrift. |
| (Wien) 1.IV.1840. 1 Seite 8°. Leicht gebräunt. |
| Joseph Berres, Edler von Perez (1896-1844), Anatom; Pionier der mikroskopischen Anatomie - Verordnung von Magnesiumkarbonat und weißem Zucker. "Täglich ad 1/0 nach Bericht zu nehmen". |
| EUR 60.00 (Bestell-Nr: 34834) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift "J.B. Biot".
Artikelbeschreibung:
| Biot, Jean Baptiste: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift "J.B. Biot". |
| Paris 28.VIII.1858. 3 Seiten gr.-8°. Mit blindgeprägten Initialen am Kopf. Tadellose Erhaltung. |
| Jean Baptiste Biot (1774-1862), französischer Mathematiker und Physiker; er führte den Begriff der spezifischen Drehung der Polarisationsebene ein und stellte mit Savart das Biot-Savartsche Gesetz für die Wirkung eines Stromes auf einen magnetischen Pol auf. Galanter Brief an seine "très chère amie" Sophie Ducrest de Villeneuve, die Stieftochter von Georges Cuvier. Er unterbreche seine Arbeit an einem Vortrag vor der Akademie (den er ohnedies nicht mehr rechtzeitig fertig stellen könne), um ihr mitzuteilen, wie sehr er die "courage" bewundere, die sie jüngst bewiesen habe. "... Cette attention de votre part m'a bien touché ... Je n'ai pas pu vous en remercier plutôt, m'étant plongé trop inconsidérement, dans un travail qui devait être lû Lundi prochain à l'académie mais, reconnaissant l'impossibilité où je suis de le terminer pour ce jour là, comme je m'y étais engagé, je quitte mon devoir pour mon plaisir, et je me mets à vous écrire. Votre description de cette nuit, de vos dangers, de vos dangers, de vos craintes, est effrayante, et il faut tout votre courage, pour avoir eu la force d'en epargner l'angoisse à ma vive amitié ... " Madame Ducrest de Villeneuve ist in der Provinz zu einer Badekur, wo sie sich offensichtlich langweilt, aber Biot versichert ihr, dass sie in Paris nichts versäume: "Paris ... est désert. Vous n'y trouveriez pas même des ennuyeux, pour vous en amuser. Aux affreuses chaleurs qui nous accablaient, ont succedé des pluies torrentelles, qui font descendre sur nos têtes le froid et la grêle des nuages glacés. Nous n'avons, pour nous distraire, que des annonces d'ouragans, d'incendies, de tremblement de terre, d'inondations. Si nous n'avions pas la guerre de chine, de l'inde, le télégraphe transantlantique, et les récits des ovations politiques, nous péririons d'ennui ... " Selten. |
| EUR 170.00 (Bestell-Nr: 24477) |
Artikelname: Author's copy with extensive autograph additions - Durschossenes Handexemplar mit umfangreichen eigenhändigen Ergänzungen. - Keyserling, Alex. Graf & Blasius, J.H.: Die Wirbelthiere Europa's ...
Artikelbeschreibung:
| Blasius, Johann Heinrich: = |
| Author's copy with extensive autograph additions - Durschossenes Handexemplar mit umfangreichen eigenhändigen Ergänzungen. - Keyserling, Alex. Graf & Blasius, J.H.: Die Wirbelthiere Europa's ... |
| Braunschweig, Druck und Verlag von Friedrich Vieweg und Sohn, 1849, (1), XCVIII; 248 pp., 2 Leinenbände der Zeit mit goldgeprägtem Rückentiteln und seinem ovalen Namensstempel "Blasius" auf Titelblatt und Vorsatz. |
| Erste und einzige Auflage "Die Wirbelthiere Europa's. Erstes Buch: Die unterschiedlichen Charactere." (all pub.) des "vornehmlich in der Säugetierkunde hochgeschätzten"* Werkes. Durchschossenes Exemplar mit sehr zahlreichen handschriftlichen Ergänzungen von Blasius in dem hier separat gebundenen "Systematischen Verzeichniss der Wirbelthiere Europa's". - Vermutlich zur geplanten zweiten Ausgaben finden sich zu fast jeder Druckseite vielfach umfangreiche Ergänzungen auf den eingeschossenen Blättern; am Schluss weitere "Bemerkungen" ("1. Bei der Ordnung der Grallatores ist ein Theil des Schienbeins ohne Ausnahme unbefiedert und der Gelenkkopf nackt ...") sowie "Verbesserungen" und bibliographische Notizen. Das Schlussblatt enthält ferner ein in rötlicher Tinte geschriebenes Verzeichnis der "Menschenrassen im Zusammenhange mit den Zool. Provinzen". Schon 1840 hat Johann Heinrich Blasius aus (1809-1870) "sich unvergängliche Verdienste erworben durch das grundlegende Buch "Die Wirbeltiere Europas", das er gemeinsam mit Bismarcks vertrautem Jugendfreund, dem Graf Alexander Keyersling (1815-1891) verfaßte"** von dem leider nur das erste Buch des ersten Bandes erschienen ist. Die Verfasser beschreiben ihren großen Plan im Vorwort: "Wir beabsichtigen, die Naturgeschichte der Wirbelthiere Europa's in mehreren aufeinanderfolgenden selbständigen Abtheilungen in verschiedenen Richtungen zu bearbeiten. Das vorliegende Erste Buch soll die Merkmale , soweit uns diese in der Natur begründet scheinen, mit begriffsmäßiger Schärfe feststellen. Die Reptilien und Fische werden in derselben Weise bearbeitet auf die Säugethiere und Vögel folgen und das Erste Buch beschließen...." "Das Zweite Buch soll die Beschreibung der Arten enthalten. Da eine absolute Feststellung der Arten und eine richtige Würdigung ihres Zusammenhanges nur durch ein umfassendes Studium aller Organe gelingt; so werden in diesem zweiten Buche die zoologisch anwendbaren Organe speziell geschildert und die plastischen Verhältnisse derselbe , die Architectur des Thieres genau auseinandergesetzt werden. An die Spitze jeder Beschreibung werden wir die lateinische Diagnose und die für die Geschichte der Wissenschaft und die historische und kritische Kenntnis der Art wichtige Citate und Erörterungen stellen....." "Diese genannten speziellen Arbeiten sollen das Gerüst feststellen, von dem wir in den folgenden Büchern zu einer allgemeinen und vergleichenden Behandlung unseres Gegenstandes, sowohl in physischer als in psychischer Hinsicht, zu schreiten gedenken..." "Da unsere Absicht, das Zweite Buch zugleich mit dem Ersten herauszugeben, äußere Umstände wegen nicht ausgeführt werden konnte; so sehen wir uns genöthigt, diesem Ersten ein systemattisches Verzeichniss beizufügen, in welchem die zur historischen Begründung unserer Nomenclatur unentbehrlichen Citate, so wie eine allgemeine Angabe des Vaterlandes, so weit es aus zuverlässigen Bürgschaften uns bekannt war, enthalten ist...." "Den Vorsatz zu unserem Unternehmen, wie die Möglichkeit, denselben auszuführen, verdanken wir der Liberalität und Freundschaft LICHTENSTEIN's unsres Lehrers, der uns die zoologische Sammlung in Berlin zu unbeschränkten Benutzung stellte ...." " HERMANN NATHUSIUS gab uns durch seine Sammlung ein reiches Material für die kleinen Europäischen Säugethiere ... , und fand sich bereit die Gattung SOREX für uns zu bearbeiten ..." "Charles Darwin praised Keyserling's views, referring to him in "The Origin of Species" (1859) as one of his predecessors. Darwin's theory of evolution had a marked effect upon Keyserling; under its influence he changed his views substantially but never became a consistent evolutionists, believing that the changes of a species take place abruptly rather that by gradual modification." V.V. Tikhomirov, DSBVII, pp.319-320 see - Casey A. Wood, Blacker Library of Zoology, Casey A. Wood, Blacker Library of Zoology, p.416 * Erwin Stresemann, Die Entwicklung der Ornithologie, pp.219, 266, 402 **Fritz Frank, Eröffnungsrede ; Deutsche Ornithologen-Gesellschaft, 74. Jahresversammlung (1961) zu Braunschweig, Journal of Ornithology, Volume 103, Numbers 2-3, pp.317-332 |
| EUR 1280.00 (Bestell-Nr: 46091) |
Artikelname: Group of 4 letters to Michael Fraenkel in New York. 2 ALS and 2 LS. London 1946-1950.
Artikelbeschreibung:
| Braybrooke, Neville: = |
| Group of 4 letters to Michael Fraenkel in New York. 2 ALS and 2 LS. London 1946-1950. |
| On "Phoenix Press" stationary. Needle holes at upper left corner, otherwise fine. With 1 envelope. |
| Neville Braybrooke (1923-2001), British writer. 29 Oct. 1946 (ALS). ". Thank you for your letter & ms. I was personally most interested in your journal on Mexico . However, I am afraid, speaking editorally, it is not really the type of thing we publish in The Wind & the Rain ." 3 Feb. 1947 (ALS). ". Thank you for your article on Niebuhr entitled 'A Christian View of Anxiety' . At present I feel before it could appear in England it would need a certain amount of editing & I would like - so edited - to submit the ms. to you for your approval . as it happens, I have been looking for an essay on Niebuhr for some years as from the summer onwards we are going to publish a series of studies of different philosophers . at the same time alongside with them, will be intended shorter surveys of living thinkers" (namely Martin Buber and Bertrand Russell). 3 Sept. 1947 (LS). Sending the proofs. ". if you ever have a chance with any of your publishers to mention advertising, you might put in a good word for The Wind and the Rain. As you can imagine, it is very difficult to keep an independent review like this going on ." 20 Jan. 1950 (LS). Re. the reproduction of the article on Niebuhr in an American review. Enclosed are carbon copies of 2 letters from Fraenkel to Braybrooke, re. this article (also mentioning Fraenkel's "Bastard Death") and a typed postcard to Fraenkel, signed "L.M. Braybrooke". |
| EUR 160.00 (Bestell-Nr: 46713) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Brewster, Sir David: = |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| London 19.V.1852. 1 1/2 S. 8°. Mit Trauerrand. Rückseite etwas fleckig. |
| Sir David Brewster (1781-1868), schottischer Physiker, Entdecker des nach ihm benannten Gesetzes der Polarisation des Lichts (Brewster-Winkel), Erfinder des Kaleidoskops und des dioptrischen Stereoskops. - An Lady Adelaide Constance Lennox, die Ehefrau des Politikers Lord Arthur Lennox (1806-1864), für die er eine Zusammenkunft mit Dr. Leger arrangieren will. - Offenbar teilte die Empfängerin Brewsters Interesse am Spiritismus, denn in der Nachschrift berichtet er von seiner Teilnahme an einer "Mesmeric Seance": "I have just left an interesting Mesmeric Seance of the Bishop of Oxford, where the Lady mentioned in the enclosed notice read with great distinctness while her Eyes were closed by various parties in the Room". - Die erwähnte "notice" liegt nicht mehr bei. Bischof von Oxford war damals Samuel Wilberforce (1805-1873), der als scharfer Kritiker Darwins hervortrat. |
| EUR 280.00 (Bestell-Nr: 45989) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Brodie, Sir Benjamin Collins: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Betchworth (Surrey) 14.VI.1862. 3 Seiten 8°. Gedruckter Briefkopf "Broome Park, Betchworth, Surrey". Mit Trauerrand. Knickspuren, kleine Randrisse, Montagespuren auf der (leeren) vierten Seite. |
| Benjamin Collins Brodie (1783-1862), bedeutender englischer Physiologe und Chirurg, Pionier in der Erforschung von Gelenkkrankheiten, Leibchirurg der Könige George IV., William IV, und der Königin Victoria I. - An den schottischen Anatomen und Physiologen William Sharpey (1802-1880), über dessen Besuch er sich freuen würde. "... I suppose that you will soon be making your annual visit to the North. If you can spare the time for that purpose it would give me very great pleasure to see you here before you go . I have had a very severe attack of illness, I am much better than I was, though I have not quite regained the condition on which I was previously ." Brodie starb am 21. Oktober des Jahres in Broome Park. |
| EUR 220.00 (Bestell-Nr: 45381) |
Artikelname: AMsS - Eigenhändiges Manuskript mit Unterschrift. (1967.)
Artikelbeschreibung:
| Brown, Herbert Charles: |
| AMsS - Eigenhändiges Manuskript mit Unterschrift. (1967.) |
| 10 pag. Seiten gr.-4° (festes Luftpostpapier), dazu 1 Seite Tabelle von fremder Hand. Geklammert. |
| Herbert Charles Brown (1912-2004), US-amerikanischer Chemiker englischer Herkunft, erhielt 1979 den Nobelpreis für seine Verdienste in der Entwicklung von Borverbindungen zu wichtigen Reagenzien in der organischen Synthese; er entdeckte die meisten der heute üblichen Reduktionsmittel für Aldehyde und Ketone, wie Natriumborhydrid oder Lithiumaluminiumhydrid. "Reaction of Carbon Monoxide at Atmospheric Pressure with Trialkylboranes. A Convenient Synthesis of Trialkylcarbinols via Hydroboration". Vollständiger wissenschaftlicher Artikel mit zahlreichen Formeln (Co-Autor Michael W. Rathke); Druckvorlage für das Journal of the American Chemical Society, 89 (1967), pp.2737ff. ). - Ein späterer - um ein Diagramm erweiterter - Abdruck des Artikels liegt bei. Beiliegend Portraitphotographie. |
| EUR 400.00 (Bestell-Nr: 40359) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Burdach, Karl Friedrich: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Königsberg 24.XII.1822, Seiten gr.4°, minimal fleckig. |
| Karl Friedrich Burdach (1776-1847), Anatom und Physiologe; beschrieb den nach ihm benannten Strang des Rückenmarks. - An einen Buchhändler, vermutlich Georg Andreas Reimer, den Inhaber der Weidmannschen Buchhandlung in Leipzig, zunächst wegen einer Neuauflage seiner (1810 erschienenen) "Physiologie", dann über sein geplantes großes Werk "Die Physiologie als Erfahrungswissenschaft" . "Ew. Wohlgeboren / haben ... mir die Unthunlichkeit meiner Vorschläge in Betreff einer neuen Auflage der Physiologie bewiesen, und mich dadurch von einer Pflicht entbunden, deren Erfüllung mir sehr schwer geworden seyn würde ... Meine Physiologie ist ein halbschlächtiges Wesen, wie alle neuere Werke über diese Wissenschaft. Es ist kein Compendium, welches die bisherigen Forschungen in einen Brennpunct sammelt, die unbezweifelten Ergebniße scharf auffaßt, und sie mit größter Präcision und aphoristischer Kürze darstellt. Es ist aber auch kein Commentar, der mit erschöpfender Vollständigkeit Erfahrungen und Meynungen prüfend zusammen stellt, im Geiste kritischer Forschung die Wissenschaft bearbeitet und so zu gründlicher Kenntniß und Ueberzeugung führt ... ... mein Wille steht fest, zuvörderst mein größres Werk über die Physiologie heraus zu geben, indem ich es als ein Bedürfniß unsrer Zeit anerkenne. Da ich es für zweckmäßig halte, dasselbe jetzt anzukündigen, so wünschte ich, bald wegen des Verlags ins Reine zu kommen; und da Sie die diesfallsigen Bedingungen zu vernehmen wünschen, so theile ich sie Ihnen gegenwärtig mit. 1.)Die Auflage darf nicht stärker werden, als 500 Exemplare, damit bald eine neue Ausgabe sich erwarten läßt. Ich wünsche diese, weil ich voraus sehe, daß nach wenigen Jahren das Fortschreiten eigener und fremder Forschung, so wie auch das Erkennen der selbst bey größter Sorgfalt gelaßenen Lücken Zusätze und Berichtigungen nöthig machen wird. Ich hoffe sie aber, weil unsre Zeit kein ähnliches Werk aufzuweisen hat, und ich denke, daß das meinige sich wissenschaftlichen Aerzten und Naturforschern als unentbehrlich zeigen wird. 2.)Ich darf wegen des Umfanges nicht beschränkt seyn. Ich kann die Weglassung der anatomischen Beschreibungen, die Vermeidung aller Wiederholungen und Declamationen, und das Bemühen um Gedrängtheit des Styls verbürgen: allein bey der ungleichen Beschaffenheit meines Manuscripts kann ich noch nicht beurtheilen, ob es 6, oder 8, oder, was ich kaum glaube, 10 Bände geben wird. 3.)Der Druck muß schnell und ohne Unterbrechung vor sich gehen. Ich verpflichte mich, von Ostern oder spätestens von Michaelis 1824 an jährlich drey Bände zu liefern ... Ich halte dies für etwas nicht Unwesentliches, indem mir das zerstückelte Abfassen und Erscheinen größerer Werke ein Hauptgebrechen unsrer deutschen Literatur zu seyn scheint. 4.)Das Honorar - so hoch als es bey billiger Berücksichtigung aller Umstände möglich ist ..." "Die Physiologie als Erfahrungswissenschaft" erschien 1826-1840 in 6 Bänden bei Leopold Voß in Leipzig. |
| EUR 850.00 (Bestell-Nr: 42734) |
Artikelname: ACS - Eigenhändige Postkarte mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Burgerstein, Leo: - |
| ACS - Eigenhändige Postkarte mit Unterschrift. |
| Wien 6.IX.1889. Mit Absender-Stempel. Geknickt. |
| Leo Burgerstein (1853-1928), Hygieniker - An den Mediziner Paul Schubert in Nürnberg. "... Bin natürl. mit der Münchener Medic[inischen] W(ochenschrift) vollkommen einverstanden. Könnte man vielleicht seiner Zeit ein Expl. der betr. Nummer haben? ... Ihre Erwiederung für Schm. habe ich bisher nur flüchtig lesen können u. hat mir dieselbe sehr gut gefallen ... Für das Hyg. Lexicon arbeite ich bis jetzt nicht ..." |
| EUR 35.00 (Bestell-Nr: 34837) |
Artikelname: Signierte Portraitphographie.
Artikelbeschreibung:
| Butenandt, Adolf: = |
| Signierte Portraitphographie. |
| Adolf Butenandt (1903-1995), Biochemiker, Nobelpreisträger, arbeitete auf dem Gebiet der Steroidhormone. - Portraitphotographie mit eigenhändigem Namenszug auf der Bildseite. Privataufnahme, 14,7 x 10,5 cm. - Beiliegend ein Brief seines Sekretariats (Briefkopf: "Max-Planck-Institut für Biochemie), München 1967, mit Umschlag. |
| EUR 65.00 (Bestell-Nr: 45134) |
Artikelname: ALS - 6 eigenhändige Briefe mit Unterschrift. Marburg 28.I.1834 bis 12.X.1836.
Artikelbeschreibung:
| Bünger, Christian Heinrich: - |
| ALS - 6 eigenhändige Briefe mit Unterschrift. Marburg 28.I.1834 bis 12.X.1836. |
| Mit 4 gesiegelten Umschlägen, 2 Briefe mit Siegel(resten) und Adresse. Sehr gut erhalten. |
| Christian Heinrich Bünger (1782-1842), Chirurg und Anatom, Begründer der Marburger Anatomischen Sammlung, auch ein "geschickter und kühner Operateur" (Hirsch). An seinen Schüler, den Anatomen und Chirurgen Benedict Stilling (1810-1879, hörte 1828-1831 bei Bünger) in Kassel, mit dem er sich über Fachfragen austauschte. 28.I.1834. Dank für Stillings "Schrift über die Gefäßdurchschlingung". "... Sollte Ihre Methode wie natürlich, auch keine so allgemeine Anwendung finden können, wie die Unterbindung, schon dadurch, daß sie mehr mechanisches Geschick von Seiten des Operateurs voraussetzt, so wird die Idee doch immer sehr gefallen ... und nie wieder ins Vergessen kommen ...Bei den Untersuchungen der Trombus Bildung welche ich an Thieren ... mit meinen Prosectoren fortsetze, bedienen wir uns auch bald Ihrer, bald anderer Methoden. Nicht umhin kann ich aber Sie mit einer neuen Verschließungs Art der Arterien bekannt zu machen, welche sehr leicht ausführbar, und mit welcher ich schon an einigen Schaafen geglückte Versuche gemacht ..." - Es folgt eine ausführliche, mit drei kleinen Zeichnungen illustrierte Beschreibung seiner neuen Methode unter Verwendung von "Gummi elasticum". Sektionen würden zeigen, ob das Material "verdaut wird, oder ob weitere interessante Erscheinungen wie bei nach außen vorgenommenen Transplantationen sich ergeben ..." 8.V.1834. "... Mit Vergnügen habe ich Ihre mir gnädigst mitgetheilten Ansichten über die Metamorphosen des Trombus welche sich in Folge Ihrer neuen Gefäß Schließung neben bei ergaben ... Es ist dies allerdings ein Gegenstand welcher noch rechtgenaue Aufmerksamkeit weil er über manches andere mit Aufklärung giebt, verdient. Mit Ihnen kann ich nur ganz einverstanden sein, dass nach den ersten Veränderungen welche der Trombus durch einen gewissen Verdauungs Proceß erfährt später auch wirklich Blut und Gefäßbildung auf eine kurtze Zeit während seines Blüthe Zustandes darinn anzunehmen und diese bei recht glücklichen Injectionen de vasa vasorum darinn zu entdecken sein möchten ..." Es folgen Beobachtungen, die er vor Jahren bei einer Sektion nach einem Fall von "Aneyrisma aortae" gemacht habe. 9.VIII.1834. "... Es thut mir sehr leid daß ich Ihnen auf Ihr dringendes Ansuchen: doch schnell die Resultate von den von mir vorgenommenen bekannten Untersuchungen einzuschicken, wegen einer drei wöchentlichen bedeutenden Krankheit ... nur kurz erwiedern kann: daß ich vor dem 20 Aug., an welchem Tage ich ... eine öffentliche Vorlesung in der naturforschenden Gesellschaft, wegen dem Geburtsfeste unsers Regenten, halten soll, an nichts weiter als an meine sich ungeheuer drängenden ... Geschäfte denken kann ..." 8.IX.1834. "... Sehr lieb würde es mir sein wenn ich Sie bei meiner Durchreise durch Cassel am nächsten Donnerstag Morgen ... auf ein Stündchen sprechen, Ihnen gewisse Präparate in natura zu eigener Prüfung vorzeigen ... könnte. Nur durch mündliche und gemeinschaftliche Untersuchung werden wir uns hinreichend darüber verständigen können ob schon für jetzt Gebrauch von dieser Sache zu Ihrem Zweck zu machen sein wird, oder nicht. Da mir von jetzt an die interimistische Direction der Thier Arzney Schule übertragen ist so werde ich nach meiner Reise weitere und genauere Versuche durch feine Injectionen anstellen ..." 20.XII.1834. "... Herzlichen Dank für Ihr mir gesendetes interessantes Buch und für die darinn mir erzeugte Ehre; wie auch für die freundschaftliche Aufnahme und Bewirthung meiner Frau mit mir in Ihrer Behausung beim Antritt unserer Reise nach Hamburg ..." Es folgt ein ausführlicher Bericht von seinem Besuch des Hamburger Spitals, wo er bei seinem "Landsmann Frike" (Johann Karl Fricke, 1790-1841) hospitiert habe. "... Das auffallendste ... ist mir gewesen, daß Frike seit mehreren Jahren gar keine Ligatur bei den häufig vorkommenden und bei Amputationen zu machenden Gefäß Verletzungen mehr vorgenommen, sondern nur unter allen Umständen die Torsion und zwar immer glücklich gemacht haben will ... So wie Fricke die Torsion mir ... an Leichen zeigte mit seiner Pinzette gemacht, konnte ich nicht anders als großes Zutraun dazu gewinnen ... Seine Pinzett scheint mir hierzu ganz zweckentsprechend und die sichere Art der Ausführung nur hiervon abzuhängen ..." Fricke hatte als erster in Deutschland die Torsion mit einer von ihm eigens entwickelten Pinzette durchgeführt und 1830 in seinem Artikel "Über die Torsion" (Rust Magazin, 32: pp. 468-475) beschrieben. 12.X.1836. Dank für die Vermittlung von Abgüssen eines "Orang utang Schädel" und "richtigen Menschenschädeln" aus Paris sowie mit der Bitte um die Weiterbehandlung einer "Stein Patientin", deren Fall er eingehend schildert. Mit einem von Stilling beschrifteten Umschlag "Correspondenz mit Hofrath Bünger zu Marburg". |
| EUR 2100.00 (Bestell-Nr: 39818) |
Artikelname: ACS - Eigenhändige Postkarte mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Bäumler, Christian: - |
| ACS - Eigenhändige Postkarte mit Unterschrift. |
| Freiburg i.Br. 17.II.1906. Adressseite mit Bleistiftnotizen (Berechnungen). |
| Christian, Kliniker Bäumler (1836-1933) - An den Anatomen und Pathologen Friedrich Daniel von Recklinghausen in Straßburg. "Sehr geehrter Herr Doctor! Unsere Briefe haben sich gekreuzt. Indem ich Ihnen für den Ihrigen bestens danke, ersuche ich Sie, einen Ihrer neuen Blutdruckapparate an die 'Medicin. Klinik' hier nebst Rechnung, auf dieselbe ausgestellt senden lassen zu wollen. Für die Gebrauchsanweisung bin ich Ihnen sehr dankbar. Mit vorzügl. Hochachtung ergebenst Prof. Dr. Bäumler, Geh. Rat." This signed autograph card, is an interesting document for the history of Blood Pressure Measurements in Germany and for the history of distribution of this instruments in this pioneer days. The well known Prof. Christian Bäumler, Dir. of the Medical University Clinic in Freiburg/Breisgau, is ordering personally in February, 1906, for the Medical Clinic, the new Recklinghausen Blood Pressure Apparatus from Heinrich v. Recklinghausen himself, with instruction to send the invoice on behalf of the clinic and thanks Rechlinghausen for the instructions of use of this apparatus. For Christian Bäumler see Hirsch I, p. 257f., Garrison & Morton No. 2772 (Pericarditis epistenocardiaca described (1872)) |
| EUR 80.00 (Bestell-Nr: 34829) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Carpenter, William Benjamin: = |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Bristol, 22.III. (1842). 3 3/4 Seiten 8°. Kleiner Leimfleck auf der vierten Seite, unterhalb des Textes. |
| William Benjamin Carpenter (1813-1885), englischer Physiologe und Rechtsmediziner, beschrieb 1852 erstmals den nach ihm benannten ideomotorischen Effekt, führte ab 1868 auch Tiefseeforschungen durch. - An den Medizinverleger John Morss Churchill (1801-1875) über Kritik an seinem in diesem Jahr erschienenen Werk "Principles of Human Physiology". "... I am very sorry to learn that Mr. North finds fault with the Hum. Phys., I cannot understand why, except it be that the Physiology of Generation is not treated as fully as he condiders it ought to be. But I have stated my reason . for not going into the details of many parts of that subject, - viz. that they are of no practical benefit to the student. On some parts of it, however, my book contains later information than has yet appeared in print. I shall be glad if you can find out from him what parts he deems unsatisfactory - I have been going through the greater part of it as the text of my Lectures since I have completed it; and I feel sufficiently well pleased with the mode in which I have done it . I have had a very kind mention from Paget, who speaks of it as 'in almost every respect what the English student needs and as likely to supersede all previous works for general use' ." |
| EUR 240.00 (Bestell-Nr: 44241) |
Artikelname: ALS - ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschirft, Dresden 1.VIII.1830.
Artikelbeschreibung:
| Choulant, Johann Ludwig: - |
| ALS - ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschirft, Dresden 1.VIII.1830. |
| Dresden 1.VIII.1830, 1 Seite, klein 4° |
| An Ignaz Rudolph Bischoff (Edler von Altenstein) (1784-1850) dem er seine Ausgabe von Girolamo Fracastoros Gedicht über die Syphilis sendet. "Hochgeehrtesterr Herr College, Im Vertrauen auf Ihre mir so oft bewiesene gütige Theilnahme an mir und meinen Arbeiten erlaube ich mir Ihnen beifolgend die kleine Ausgabe des Gedichtes von Fracastoro zu überreichen, mit der Bitte, dieselbe als ein kleines Zeichen meiner aufrichtigen Hochachtung aufzunehmen. In den südlichen Ländern, in welchen Sie zu wirken so glücklich sind, schätzt man bisweilen Arbeiten dieser Art noch etwas mehr als im nördlichen Deutschland; es hat dies erst neulich noch das Budik'sche Werk bewiesen, welches ich leider zu dieser Ausgabe nicht benutzen konnte. Mit vorzüglichster Hochachtung u. Ergebenheit Der Ihrige Choulant" Die Adresse lautet: "Sr. Hochwohlgeboren / dem Herrn Professor D. Bischoff / K.K. Rath u. Stabsfeldarzt / in / Wien"; darunter der Vermerk "nebst einem Büchlein Fracast syphil." |
| EUR 220.00 (Bestell-Nr: 34374) |
Artikelname: ACS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Claus, Carl: - |
| ACS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Marburg, 9.III.1867, 4 Seiten gr.-8°. |
| Carl Friedrich Wilhelm Claus (1835-1899), Zoologge - An Johann Jakob Kaup (1803-1873) in Darmstadt. "Hoch geehrter Herr Professor! Sie werden mir gewiß, hochgewehrter Herr, gütigst verzeihen, wenn ich, obwohl Ihnen persönlich unbekannt, es wage, Sie in Angelegenheit meines Institutes mit einer Bitte zu belästigen. Das hies. zool. Institut, dessen Leitung ich nach dem Tode Herold's übernommen habe, ist, wie Sie wahrscheinlich durch Collegen Dincker wissen, in ziemlich traurigen Verhältnissen mit überkommen, und ich habe seit vier Jahren unaufhörlich mich bemüht, dem Institute erst einmal die Basis zu geben, auf der sich weiter bauen läßt. da neuerdings nach langem Kampfe endlich auch die vergl. anat. Sammlung mit der zoologischen vereinigt worden ist, so läßt sich hoffen, daß sich allmählig eine für die Lehrzwecke genügend ausgestattete Anstalt nach dem Vorbilde des Gießener Institutes herstellen lassen wird. Vor allem aber bedarf ich eines tüchtigen sowohl als Ausstopfer und Skeletirer wie (auch) Conservator tauglichen Gehülfen und ich wende mich an Sie mit der ergebensten Bitte, mir bei der Wahl eines solchen behülflich zu sein, mich durch ihre reiche Erfahrung gütigst zu unterstützen. Ich würde dem Gehülfen eine ganz ähnliche Stellung geben können, wie sie Leuckart dem seinigen verschafft hat, 200 r. Fixum und daneben je nach den Leistungen eine größere oder geringere Renumeration bis zu 50 r. Herr College Dunker hat mich vornehmlich auf einen jungen Mann aufmerksam gemacht, der in ihrem Institute ausgebildet worden ist, da ich jedoch nicht wußte, ob Sie denselben gern ziehen lassen, habe ich dem Mann die Stelle nicht angetragen. Der Schmidt aus Offenbach würde vielleicht auch tauglich sein, doch verlangt derselbe ein Gehalt von 302 r. jährlich, den ich ihm nicht geben kann. Vielleicht sind Sie so freundlich, mir Ihren geschätzten Rath zu geben, beziehungsweise (eine) qualificirte Person dem Institute zu verschaffen. Hochachtungsvoll, Ihr ergebenster C Claus" |
| EUR 240.00 (Bestell-Nr: 34883) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Clemenceau, Georges: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Paris, 23.XII.1926 1 Seite gr.-4°. Minimal fleckig, kleiner Randeinriss. |
| Georges Clemenceau (1841-1929), französischer Mediziner und Staatsmann, Vertreter der äußersten Linken in der III. Republik,1906-09 und 1917-0 Ministerpräsident. An den französischen Botschafter in den USA, den er um eine erneute Sendung von "amerikanischen" Insulin bittet, welches bei ihm gut angesprochen habe. "Mon cher Ambassadeur et ami, L'Insuline américaine m'a si bien réussi que j'en voudrais une autre boite. Puis-je m'adresser à l'hôpital Américain, ou faut-il que je vous ennuie à nouveau de cette affaire ? Soyez assez aimable pour me renseigner. Mais n'oubliez pas qu'il ne peut etre question de cadeau. Je ne veux pas d'un surcroit de querelle avec votre ami Baruch. Avec mes remerciements anticipés Tout à vous GClemenceau". Seltenes Autograph, in unsicherer Altersschrift. Baruch: der amerikanische Staatsmann Bernard Mannes Baruch, 1870-1965. Das Insulin war 1921 von den kanadischen Medizinern F.G. Banting und C.H. Best entdeckt worden. |
| EUR 250.00 (Bestell-Nr: 36744) |
Artikelname: AMS - Eigenhändiges Gedichtmanuskript mit Namenszug am Kopf.
Artikelbeschreibung:
| Cornarius, Janus: |
| AMS - Eigenhändiges Gedichtmanuskript mit Namenszug am Kopf. |
| Vermutlich 1533. 1 Seite gr.-4°, Lateinisch und Griechisch. Leicht gebräunt. |
| Janus Cornarius, eigentlich Johann Haynpol oder Hagenbut (1500-1558), Arzt und Humanist, einer der berühmtesten Mediziner seiner Zeit, Freund des Erasmus von Rotterdam, Professor in Marburg (1542-46) und Jena (1557-58). Cornarius erwarb sich besondere Verdienste durch seine Rekonstruktion der griechischen medizinischen Quellentexte, die er ins Lateinische übersetzte, um sie für das Medizinstudium nutzbar zu machen. Zehnzeilige lateinische Ode auf den Tod seines Freundes, des Wittenberger Philologen und Dichters Johannes Marcellus gen. Regiomontanus (1510-1552), überschrieben "Joanni Marcello Regio. V.C. / Janus Cornarius B.P." Mit einer zeitgenössischen Korrektur von fremder Hand (rote Tinte). Darunter aus gleichem Anlass ein Vierzeiler in griechischer Sprache, ebenfalls mit Verfassernamen in der Anrede. Äußerst seltenes Autograph; seit wenigstens 60 Jahren ist kein anderes Cornarius-Autograph im Handel nachzuweisen. - Aus der Sammlung Künzel, der größten deutschen Autographensammlung des 19. Jahrhunderts. |
| EUR 2400.00 (Bestell-Nr: 46749) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Johannisbad (Riesengebirge) 8.VI.1881. 2 Seiten gr.-8°.
Artikelbeschreibung:
| Czerny, Vincenz v.: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Johannisbad (Riesengebirge) 8.VI.1881. 2 Seiten gr.-8°. |
| Gedruckter Briefkopf mit Czernys Heidelberger Adresse. Gering fleckig, kleine Randeinrisse. |
| Vinzenz von Czerny (1842-1916), Chirurg; Gründer des Instituts für experimentelle Krebsforschung in Heidelberg - Aus den Sommerferien an einen Mediziner, der sich um eine Assistentenstelle an der Chirurgischen Klinik in Heidelberg beworben hatte. "Hochgeehrter Herr Doctor! Ich muß gestehen, daß ich schon lange daran zweifelte, ob Sie noch auf eine Stelle an meiner Klinik reflectiren u. weiß nicht, ob Sie sich noch in dem ruhigen u. doch so bewegten Hafen einer chirurg. Klinik wohl fühlen würden. So habe ich erst zu Ostern an Stelle des ausscheidenden Dr. Gaspey Herrn Dr. Heuck, der vorher Assistent bei Friedreich war, in die Klinik aufgenommen. Am 1. Dez. 1881 wird voraussichtlich eine Stelle wieder zu besetzen sein, da meine 2 klinischen Assistenten mit 1300 stabilen Kranken nicht fertig werden können, und deßhalb ein 3. angestellt werden dürfte. Sollten Sie noch auf die Stelle reflectiren, so werde ich an Sie denken, muß jedoch bemerken, daß die Anciennität der Anmeldung nicht allein maßgebend sein kann für die Wahl. Mit freundlichem Gruße Ihr ergebenster Dr Czerny" |
| EUR 180.00 (Bestell-Nr: 34858) |
Artikelname: LS - Brief mit eigenhändiger Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Dahlberg, Gunnar: = |
| LS - Brief mit eigenhändiger Unterschrift. |
| Uppsala 7.I.1948. 2/3 S., gr. 4°. Schwedisch. Mit Umschlag. |
| Gunnar Dahlberg (1893-1956), schwedischer Genetiker, Unterzeichner des "Eugenic Manifesto" von 1939. - An seinen befreundeten Kollegen Bernhard Jacobowsky in Uppsala. Er hoffe, dass seine Frau Stina bereits die Neujahrsgrüße übermittelt habe. "... Der Grund meines Schreibens ist, dass ich zu dem Ergebnis gekommen bin, dass Curare zusammen mit Elektroschocks geringere traumatische Folgen zeitigt. Vielleicht kannst Du versuchen, Curare unter Narkose versuchen ..." (Übersetzung) |
| EUR 65.00 (Bestell-Nr: 47134) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterchrift "Dr. Dieffenbach / prakt. Arzt".
Artikelbeschreibung:
| Dieffenbach, Johann Friedrich: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterchrift "Dr. Dieffenbach / prakt. Arzt". |
| Berlin ("Leipzig(er)st. No.47") ohne Datum (1827). 1 3/3 Seiten gr.-4°. Mit Oblatensiegel und Adresse (Poststempel und -vermerke). Leich gebräunt, kleinere Rand- und Faltenschäden, Adressblatt lose. |
| Johann Friedrich Dieffenbach (1792-1847), Chirurg; Wegbereiter der plastischen Chirurgie, machte sich um die Bluttransfusion verdient und führte mit seiner Abhandlung "Der Äther gegen den Schmerz" von 1847 die Äthernarkose in Deutschland ein. - An den Mediziner Johann Lukas Schönlein in Würzburg, dem er nahelegt, sich um die durch den Tod von Karl August Wilhelm Berends (am 1.XII.1826) vakant gewordene klinische Professur in Berlin zu bewerben. "Ew. Wohlgeboren / werden sich meiner kaum noch wohl erinnern, da mein Aufenthalt in Würzburg 1822 von zu kurzer Dauer war, als daß ich Ihnen hätte näher bekannt werden können ... Sie haben doch ohne Zweifel gehört, daß seit Berends Tode die erledigte Stelle als klin. Lehrer der Aepfelbaum der Hesperiden geworden ist, wornach von allen Seiten gelangt wird. Viele berühmte und unberühmte Herren sind auf dem Tapet gewesen, und lang schwankte das Zünglein zwischen Wendt und Clarus. Letzterer wurde zuletzt erwählt, doch da er zu viel forderte ließ man ihn. Darauf nahm man wieder Henke, Hildenbrandt und Puchelt auf das Korn, und es war nahe daran, daß der letzte hieher kam, bis nun seit wenigen Tagen Clarus der Gegenstand des Gesprächs ist. Bei mehrfachen Gelegenheiten ... habe ich mit meiner schwachen Stimme öfter gegen Männer von Gewicht nicht unterlassen können, Sie als den meiner Überzeugung nach besten und genialsten klin. Lehrer in Deutschland zu nennen - ich habe die meisten andern gesehen -, das sprach ich noch gestern wieder mit mehr Wärme in der krit. lit. Gesellschaft gegen den Geh[eimen]ministerialrath Schulz v.d. Ministerium aus, und er erkundigte sich darauf näher nach Ihnen ... Add[resse] des Minister Exc. Freiherrn v. Altenstein / den Brief würde ich rathen als Einlage in einem Schreiben an den Geh. Rath Schulz zu senden". Dieffenbach hatte 1822 in Würzburg promoviert. - Schönlein ging vorläufig nicht nach Berlin. 1832 wegen politischer Aktivitäten seiner Würzbuger Professur enthoben, emigrierte er nach Zürich und nahm 1839 den Ruf nach Berlin an. - Bei den im Brief erwähnten Medizinern handelt es sich um Johann Christian August Clarus (1774-1854), Adolph Christian Friedrich Henke (1775-1843), Franz Xaver von Hildenbrand (1789-1849), Friedrich August Benjamin Puchelt (1784-1856) und Johann Wendt (1777-1845). |
| EUR 400.00 (Bestell-Nr: 46728) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterchrift.
Artikelbeschreibung:
| Dieffenbach, Johann Friedrich: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterchrift. |
| Ohne Ort une Datum (Berlin, nicht vor 1824). 1 Seite quer-4°. Mit Adresse. Leicht fleckig, fachmännisch gereinigt und geglättet. |
| Johann Friedrich Dieffenbach (1792-1847), Chirurg; Wegbereiter der plastischen Chirurgie, machte sich um die Bluttransfusion verdient und führte mit seiner Abhandlung "Der Äther gegen den Schmerz" von 1847 die Äthernarkose in Deutschland ein. - An Dr. Frankl (der Badearzt Josef Adam F, 1803-1877?) im Hôtel de Saxe. "Lieber College / Ich übersende Ihnen den Brief nach Riga und empfehle Ihnen denselben. Meine Schwiegermutter heißt Frau Director Henry. Ihr Mann ist todt, er war Franzose und Prediger der französ. Gemeinde hier / Leben Sie wohl / Ihr ergebenster Freund / Dieffenbach" |
| EUR 240.00 (Bestell-Nr: 39828) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift, Wien, 21. August 1878.
Artikelbeschreibung:
| Dumreicher, Johann Heinrich v.: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift, Wien, 21. August 1878. |
| 4 pp. 8°. |
| Sehr schöner und seltener Brief. An einen Kollegen über die bei einem gemeinsamen Patienten getroffenen Maßnahen, der "die Besorgnis geisteskrank zu werden" geäußert hatte. "... Patient hat im Laufe der letzten Jahre mehrere Stürze vom Pferde, den letzten vor wenigen Wochen, einen Sturz auf dem Kopf erlitten, lebt einestheils wie ein Sportsmann, arbeitet aber zugleich, und hatte im verfloßenen Jahe aufregende Gemüthsbewegungen ..." Er habe Bettruhe und kalte Umschläge verordnet, "innerlich gab ich ihm das Elix. acid. Halleri, gestattete nur zwei Cigarren... ". Johann Heinrich von Dumreicher (1815-1880), in Wien ausgebildet und 1838 promoviert, wurde er bei Wattmann Assistent und 1846 Primarchirurg. Als Schuh für Wattmann eintrat, übernahm Dumreicher die zweite chirurgische Klinik. Ganz hingegeben der Lehraufgabe, hat Dumreicher nur wenige größere Arbeiten veröffentlicht, so die über Hüftgelenkluxationen, über einen Eisenapparat zur Verwendung bei Knochenbrüchen, über Wundbehandlung. Nach dem Kriege von 1866, in welchem er sich die volle Zufriedenheit der österreichischen Behörden erwarben, trat er gegen Langenbeck polemisch auf und schrieb 1877 gegen das moderne Unterrichtswesen. Lange herzleidend, starb er 1880 auf seinem Landgute bei Agram. -cf. Hirsch II, p.236 |
| EUR 220.00 (Bestell-Nr: 25058) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Dzondi, Carl Heinrich: = |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Halle 15.III.1880. 1/ 1/2 Seiten 8°. Mit Oblatensiegel und Adress. Etwas gebräunt, ober Blatthälfte felckig. |
| Karl Heinrich Dzondi (1770-1835), Chirurg, verlor 1817 seine Hallenser Professur "wegen seiner französischen Sympathien" (Hirsch) und gründete daraufhin eine Privatklinik. - An das Geographische Institut in Weimar. "... Ich hatte ... Franklins Schriften nur unter der Bedingung verlangt, wenn ich sie mit Buchhändler Rabbat 1/3 pr. Thlr. erhielt, den so viel erhalte ich von den Verlagsartikeln mehrerer Buchhändler mit welchen ich in Verbindung stehe, z.B. Schwetschke, Brockhaus p ... Was nun aber die Landcharten betrifft, so habe ich allerdings keine Ansprüche auf Rabbat, wenn Sie mir ihn nicht freywillig bewilligen, und bin erbötig, das Fehlende nachzuzahlen ..." In dem von Friedrich Justin Bertuch als Tochterunternehmen des Landes-Industrie-Comptoirs gegründeten Geographischen Institut war seit 1817 die fünfbändige Ausgabe von Benjamin Franklins nachgelassenen Schriften nebst Briefwechsel und einer Biographie erschienen. Aus der Sammlung Künzel, der größten deutschen Autographensammlung des 19. Jahrhunderts. |
| EUR 160.00 (Bestell-Nr: 46709) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Zürich 19.VIII.1849.
Artikelbeschreibung:
| Engel, Joseph: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Zürich 19.VIII.1849. |
| 2/3 Seiten gr.-8°. Mit Blindsiegel und Adresse; beigelegt Briefentwurf Franz Dittrich, Ende Oktober 1850, 2 Seiten 8°. |
| Josef Engel (1816-1899), pathologischer und topographischer Anatom - Früher Brief an Franz Dittrich, damals Prosektor in Prag. - Dittrich hatte sich Hoffnungen auf den Prager Lehrstuhl für pathologische Anatomie gemacht, auf den Engel kürzlich berufen worden war. - Beide kannten sich bereits aus Wien, wo Engel 1840-44 Assistent für pathologische Anatomie gewesen war und Dittrich nach seiner Promotion in Prag (1841) seine Studien fortgesetzt hatte. "Es freut mich, verehrter College, daß Sie Ihre freundschaftlichen Gesinnungen gegen mich, keinen Augenblick geändert haben, ungeachtet dieß sehr begreiflich gewesen wäre, da durch meine Berufung Ihnen jedenfalls entgegengetreten wurde. Ich hoffe auch daß unser collegiales Verhältniß keine Störung erleiden wird. Zugleich freut es mich Ihnen mittheilen zu können, daß man daran denkt, Sie nach Würzburg für pathol. Anatomie zu berufen, indem Virchow nicht angenommen wurde. In 6 - 8 Wochen hoffe ich Sie in Prag zu sehn. Mit freundschaftlichem Gruss Ihr JosEngel." Wie gestört das kollegiale Verhältnis schließlich gewesen sein muß, geht aus dem folgenden Stück hervor: Dittrich, Franz, anatomischer Pathologe und Kliniker, 1815-1859. Eigenhändiger Briefentwurf mit Unterschrift. Prag, Ende Oktober 1850. 2 Seiten 8°. Unmittelbar vor seinem Weggang nach Erlangen (wohin er als Professor für klinische Medizin berufen worden war) an Josef Engel. "Herr Professor! Ich kann nicht Prag verlassen, ohne zu Ihnen einige Worte gesprochen zu haben. Zuvörderst seien es Worte des Dankes für den gewiß nicht geringen Einfluß, den Sie auf meine medizinische Ausbildung während meines Aufenthaltes in Wien ausgeübt haben. Er machte mich für meine Lebenszeit Ihnen verbindlich, und ich scheide mit dem Selbstbewußtsein aus meiner Heimath, daß ich dieser Pflicht stets eingedenk mich nie einer Handlung zeihen kann, die diesem Pflichtgefühl widerspräche. Ich hatte als Assistent und habe jetzt noch dieselben freundschaftlichen Gesinnungen gegen Sie wie früher, daß sie von Ihnen nicht erwidert wurden, lag nicht an meinem Betragen, sondern darin, daß Sie meiner Freundschaft nicht trauend, dem Geschwätze von Menschen Ihr williges Ohr liehen, die ich schon längst ihrem Charakter nach verachtet hatte. Ich mußte leider aus Ihrem Benehmen gegenüber meinem redlichen Willen und Handeln entnehmen, daß ich nie Ihr Freund war. Freunde handeln auf andere Weise. Wie sehr mich Ihr manchmal herabwürdigendes Benehmen ergriffen und gekränkt, konnte ich Ihnen nie sagen, Sie hätten dies Gefühl so nie verstanden (...) Das körperliche und geistige Gedrücktsein meiner Lage als Assistent zwang mich in der letzten Zeit, gar dieselbe (Anstalt) zu verlassen. Denken Sie von mir, was Sie wollen, aber dies kann ich Sie versichern, daß Sie einen Freund von sich gestoßen haben, der stolz war, es zu sein / Dittrich". - Mit zahlreichen Streichungen und (grammatisch nicht immer integrierbaren) Einschüben; die für einen Entwurf typischen Abkürzungen sind in der Transkription aufgelöst. |
| EUR 260.00 (Bestell-Nr: 34854) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift, Berlin 18. VIII. 1810.
Artikelbeschreibung:
| Erman, Paul: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift, Berlin 18. VIII. 1810. |
| 2/3 Seiten Klein-Folio. Mit Siegelspur und Adresse. Leicht fleckig. |
| Paul Erman (1764-15), Physiker, bedeutender Experimentator. - An "Monsieur Humbert" vom Bureau d'adresses in Berlin, den er um eine Abrechnung bittet. "... Il m'importerait de savoir et de recevoir ce qui peut encore entrer dans ma caisse en sus de ce que j'ai recu. Je suis egalement pressé par la Chambre des Comptes de produire la piece justificative de la recette de l'année dont le compte n'a pas ete rendu ..." In diesem Jahr übernahm Erman den Lehrstuhl für Physik an der neugegründeten Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität. |
| EUR 320.00 (Bestell-Nr: 36291) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Eulenburg, Albert: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Berlin 12.IV.1915. 2 Seiten quer-8° (Briefkarte). Mit gedrucktem Briefkopf. |
| Alber Eulenburg (1840-1917), Mediziner und Sexualwissenschaftler. - An den Neurologen Ludwig Edinger (1855-1918) in Frankfurt a.M., dem er zum 60. Geburtstag gratuliert. "Hochgeehrter Herr Kollege. Eben erfahre ich von Ihrem bevorstehenden 0 Geburtstage, und wünsche Ihnen dazu so viel Glück, als man es in diesem absteigenden Schenkel der Lebenskurve nur überhaupt zu erwarten und zu erleben hoffen darf ... Dank für S(onder) A(bdruck) zur Methodik in d. Tierpsychologie." Edinger war einer der Gründer der Frankfurter Universität und hatte den ersten Lehrstuhl für Neurologie in Deutschland inne. |
| EUR 80.00 (Bestell-Nr: 38286) |
Artikelname: ACS - Eigenhändige Postkarte mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Feist, Franz: - |
| ACS - Eigenhändige Postkarte mit Unterschrift. |
| Poststempel: Homburg v.d. Höhe 5.VIII.1891. Leicht fleckig. |
| Franz Feist (1864-1941), Chemiker. - An Frau Professor Klebs, die Ehefrau des Mediziners Edwin Klebs in Zürich, deren Hausgast er gewesen war. "Sehr verehrte Frau! Am nächsten Freitag (7. ds.) Vormittags werde ich mir erlauben, in Ihrem Hause vorzusprechen, um meine Sachen zusammen zu packen und fortzutransportieren. Hoffentlich verursache ich Ihnen dadurch keine Störung. Ich werde im Hotel wohnen. Hochachtungsvoll u. ergebenst franzfeist." Franz Feist hatte 1886 in Straßburg promoviert und sich 1890 an der TH Zürich habilitiert. 1894 habilitierte er sich an der Universität Zürich und war ab 1896 nebenamtlich Lehrer der Chemie an der Tierarzneischule in Zürich. Am 15. Januar 1901 habilitierte F. Feist sich in Kiel, wo ihm am 10. Mai 1902 der Titel Professor verliehen wurde. Am 12. Juli 1913 wurde er Abteilungsvorsteher am Chemischen Institut, Ende des Jahres a. o. Professor und am 20. August 1921 o. Professor für Chemie, wo er bis zum 1. Oktober 1929 wirkte. Danach siedelte er nach Bonn über. |
| EUR 40.00 (Bestell-Nr: 36761) |
Artikelname: TMs - Manuskript - Auflösungsvermögen und Bildgüte.
Artikelbeschreibung:
| Franke, Georg: |
| TMs - Manuskript - Auflösungsvermögen und Bildgüte. |
| 1959/60, 4°, original Schreibmaschine, 5 pp., mit Korrekturen, 3 große Tafeln und 4 eingeklebte orig. Fotos. |
| Beigelegt der Sonderdruck "Auflösungsvermögen und Bildgüte" Von Georg Franke, ELeitz GmbH, Wetzlar, Sonderdruck, Die Umschau, 1960/5, pp.136-138 |
| EUR 85.00 (Bestell-Nr: 38146) |
Artikelname: Färberei - Handschrift des frühen 19. Jahrhunderts mit zahlreichen Farbrezepturen sowie über 130 farbigen Garn- und Tuchproben (meist aufgenäht oder eingeklebt, teils lose inliegend).
Artikelbeschreibung:
| Färberei - |
| Färberei - Handschrift des frühen 19. Jahrhunderts mit zahlreichen Farbrezepturen sowie über 130 farbigen Garn- und Tuchproben (meist aufgenäht oder eingeklebt, teils lose inliegend). |
| Ca. 140 S. (+ 111 leere) Seiten 8°. Schwarzer Hablederband der Zeit (etwas berieben und bestoßen) mit dreiseitigem Grünschnitt. Stellenweise (farb-) fleckig; 2 Blätter herausgetrennt, ganz vereinzelt kleine Läsuren. |
| Von verschiedenen Schreibern zu Beginn des 19. Jahrhunderts angelegte Sammlung von Rezepten und Verfahrensweisen zur Woll- und Seidenfärberei; sprachliche Eigentümlichkeiten (wie "frinken" statt "wringen") weisen auf die Herkunft aus dem nördlichen Deutschland. Beispiele: "Lioner Schwarz auf 20 lb. Garn", "Orangengelb auf 20 lb.", "Golt Gelb auf 20 lb. Garn nache dem Muster mit Orlian u. Botasche", "Miedel Grien auf 20 lb. Garn", "Roth auf 20 lb. Garn / Bonsiroth", "Dunkel Luisen blau auf 20 lb. Garn", "Dunlelroth mit Orseille", "Zum Drucken Wollen u. SeidenGewebe", "Weise Geschwefelde Wolle", "Oliefen grin", "Schockalade", "Karmosin auf 6 lb. Seite", "Grienns aus Gorkemehl", "Englisch blau zum Druck ganz hell", "Orange Papp", "Plau Schwarz auf Merino", "Beize oder Mordant", "Essigsauren Indigo tintor". - Auf dem hinteren Spiegel die schematische Zeichnung einer Färbebütte. |
| EUR 480.00 (Bestell-Nr: 44536) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Georgii, Wilhelm August: |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Tübingen 17, August 1817, 4 °, 3 Seiten mit Adresse; öffnungsbedingter Randfehlstelle. |
| Schwäbischer Revoluzzer und Asperg-Insasse. An das königliche Oberamt zu Calw, dem er den Taufschein des Kindes der Maria Christiane Bachmaier aus Stammheim sowie die Abschrift des Attests überschickt, mit dem diese in die "hiesige Gebähranstalt" eingewiesen wurde. Auf der zweiten und dritten Seite finden sich die eigenhändigen Notizen des Oberamtmanns Friedrich Braun, der dem Calwer Oberamt von 1808 bis 1827 vorstand, zum vorliegenden Fall. Georgii, Wilhelm August (1789-1819), schwäbischer Mediziner und Revoluzzer. Georgii, Sohn eines Pfarrers aus Degerloch, studierte zunächst Theologie in Tübingen und seit 1808 Medizin. 1816 wurde Georgii ordentlicher Professor der Chirurgie und Geburtshülfe und damit zugleich Direktor der "Chirurgischen und geburtshülflichen Klinik an der Universität zu Tübingen". Als Antrittsvorlesung hielt er "Zwey Vorträge, über den Begriff von Chirurgie und Geburtshülfe und die Bedingungen ihrer Ausübung", in denen er sich u.a. mit der Frage befasste, ob "die Geburtshülfe den Weibern anvertraut werden" solle. Neben seinen medizinischen und wissenschaftlichen Leistungen ist Georgii v.a. als studentischer Sozial-Revoluzzer und Insasse des Hohenasperg bekannt geworden. Als Student gründete Georgii 1806 gemeinsam mit dem Naturforscher und Industriellen Karl Ludwig Freiherr von Reichenbach und dem Botaniker Christian Ferdinand Friedrich Hochstetter die "Otaheiti-Gesellschaft", einen von Cooks Reisebeschreibungen inspirierten Geheimbund, der, die Verhältnisse in Europa anprangernd, die Auswanderung und Errichtung einer Kolonie auf Tahiti anvisierte. Nachdem der Bund bei den Autoritäten denunziert worden war, wurden die Gründer und einige der Mitglieder der Gesellschaft gefangengesetzt: Georgii erhielt wegen "lebhaft geäusserter Abneigung gegen die politische Verfassung Europas" vier Wochen Festungshaft (cf. Horst Brandstätter, Asperg: Ein Deutsches Gefängnis, Berlin 1978, 52) Briefe von Wilhelm August Georgii (1789-1819) sind im Autographenhandel äußerst selten! |
| EUR 480.00 (Bestell-Nr: 43994) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Gerhardi, Karl August: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Cannero (Novara, Italien) 1.IX.1913, 1 Seite gr.4°, mit faksimiliertem Namenszug als Briefkopf. |
| Karl August Gerhardi (Pseudonym Fritz Müller Cannero), 1864-1944, westfälischer Arzt und Dichter. - An eine befreundete Dame (Frau Emanuel), die er dringend um Unterstützung bittet in seinem Versuch, seine Schwester Mary aus einer unglücklichen Verbindung mit Robert Schwarzfischer, dem Vater ihres Kindes, zu lösen. "... Eine Gesundung der Verhältnisse auf anderem Wege ist undenkbar - leider. Und ich versichere Ihnen wiederholt und herzlich: Mary wird bei uns wieder ein voller Mensch werden. Sie soll froh bei uns werden. Die Lebensbetätigung, die sie bei uns fände, ist gerade das, wonach sie sich so lange sehnte ..." |
| EUR 45.00 (Bestell-Nr: 36752) |
Artikelname: ADS - Eigenhändiges Schriftstück mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Gerhardt, Carl: - |
| ADS - Eigenhändiges Schriftstück mit Unterschrift. |
| Berlin 17.X.1889. 1 Seite gr.8°. Geruckter Briefkopf. Leichte Wischspur, Rasur. |
| Carl Gerhardt (1833-1902), Kliniker und Laryngologe, diagnostizierte den Kehlkopfkrebs bei Kaiser Friedrich III. - Ärztliche Bescheinigung für einen Patienten (Nachname radiert). "... Er sollte starke körperliche Anstrengung vermeiden, der Aufenthalt in einer Gebirgsgegend wird nützlich sein." |
| EUR 50.00 (Bestell-Nr: 39825) |
Artikelname: ALS - 2 eigenhändige Briefe mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Gerhardt, Carl: - |
| ALS - 2 eigenhändige Briefe mit Unterschrift. |
| Berlin 2.XI. und 1901. 7 1/2 Setien 8°. Gedruckte Briefköpfe. |
| Carl Gerhardt (1833-1902), Kliniker und Laryngologe, diagnostizierte den Kehlkopfkrebs bei Kaiser Friedrich III. - An einen österreichischen Kollegen, den er im Namen des "Constituirungs-Comités des internationalen Zentralbüreau's zur Bekämpfung der Tuberculose" mit der Bitte, bei der Einrichtung einer entsprechenden Komitees in Österreich mitzuwirken. "... Hier arbeiten v. Leyden, B. Fraenkel und ich ganz friedlich nebeneinander für die Sache. Sollte das nicht auch mit v. Schrötter und Nothnagel in Wien möglich sein? ..." |
| EUR 280.00 (Bestell-Nr: 39826) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Gerhardt, Carl: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Würzburg, 15.XII.1878. 3 Seiten gr.-8°. |
| Carl Gerhardt (1833-1902), Kliniker und Laryngologe, diagnostizierte den Kehlkopfkrebs bei Kaiser Friedrich III. - An einen Kollegen (den Chirurgen Benno Schmidt in Leipzig) wegen Beiträgen zu dem von ihm herausgegebenen "Handbuch der Kinderkrankheiten", bei denen es zu Themenüberschneidungen gekommen war. "... Die Confusion ist nun einmal da, wir können nicht viel daran ändern, je mehr man verbessern will um so toller wird die Geschichte. Wir drucken ruhig alles was Sie geschrieben haben und was Monti geschrieben hat. Ich bitte nur lassen Sie die Speckniere weg ..." |
| EUR 260.00 (Bestell-Nr: 39823) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Gerhardt, Carl: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Würzburg, 27.IV.1875. 1 Seite gr.-8°. Mit geprägten Initialen. Mit frankiertem Umschlag. |
| Carl Gerhardt (1833-1902), Kliniker und Laryngologe, diagnostizierte den Kehlkopfkrebs bei Kaiser Friedrich III. - An den Chirurgen Benno Schmidt in Leipzig. "... Von der Rede, nach der Sie fragen, besitze ich zu meinem Bedauern keinen einzigen Separatabdruck mehr. Sie ist erschienen in der Würzburger medicinischen Zeitschrift Band III 1862 S. 235 ..." |
| EUR 120.00 (Bestell-Nr: 39821) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Gerhardt, Carl: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Würzburg, 27.VII.1876. 2 Seiten gr.-8°. Mit geprägten Initialen. Mit gesiegeltem Umschlag. |
| Carl Gerhardt (1833-1902), Kliniker und Laryngologe, diagnostizierte den Kehlkopfkrebs bei Kaiser Friedrich III. - An den Chirurgen Benno Schmidt in Leipzig, der ihm einen Patienten überwiesen hatte. "... Die rechtss[eitige] Stimmbandlähmung und Zungenatrophie lässt mir keinen Zweifel darüber, dass der Tumor hinter dem Ohr bis zu den Halswirbeln reicht, vielleicht selbst bis in den hintersten Theil der Schädelhöhle ..." Er empfiehlt die Injektion von Jod- und Arsenikverbindungen in die Geschwulst. |
| EUR 180.00 (Bestell-Nr: 39822) |
Artikelname: DS - Schriftstück (handschriftlich ausgefüllter Vordruck) mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Gerhardt, Carl: - |
| DS - Schriftstück (handschriftlich ausgefüllter Vordruck) mit Unterschrift. |
| Berlin 1.IV.1889. 1 pp. quer-8°. |
| Carl Gerhardt (1833-1902), Kliniker und Laryngologe, diagnostizierte den Kehlkopfkrebs bei Kaiser Friedrich III. - Von Gerhardt als Rektor der Berliner Universität unterzeichnete Quittung für den Juristen Adolf Stölzel (1831-1919) über dessen Spende "zu den Freitischen für dürftige Studirende" in Höhe von 6 Mark. |
| EUR 65.00 (Bestell-Nr: 39824) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift "d(ein) Otto".
Artikelbeschreibung:
| Hahn, Otto (1879-1968): |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift "d(ein) Otto". |
| Mittenwald, "Donnerstag Nachmittag" (= 5.VIII.1937). 4 Seiten kl.-4°. Winzige Randeinrisse. Mit eigenh. adressiertem Umschlag, Absenderangabe "Hahn / Haus Hofgarten, Garmisch". - |
| Otto Hahn, Chemiker, Nobelpreisträger, lieferte mit Fritz Straßmann und Lise Meitner den experimentellen Beweis für die Kernspaltung des Urans, 1879-1968. - Aus den Sommerferien an seine Frau Edith geb. Junghans, die kurz vorher mit dem 15jährigen Sohn Hanno von Garmisch nach Berlin zurückgekehrt war . - Seit 1907 reiste Hahn jeden Sommer in die Alpen, wo er meist zusammen mit seinem Bruder Heiner oder mit befreundeten Wissenschaftlern Bergtouren unternahm. "M. l. Edith. / Hannos Ungeduld wegen der Alpspitze muss ich noch etwas zügeln. Auch heute sind wir nicht gegangen, obgleich seit gestern das Wetter entschieden viel besser ist. Eine Husche kommt wohl mal; aber immer nur sehr kurz ... Vorerst ist die Tour auf morgen, Freitag, festgesetzt. Gründe: Besuch der Schwedin etc. etc. Mich stört die Verschiebung nicht; denn ich mach dann einfach was Anderes. Heute bin ich um « 12 mit dem Omnibus nach Kainzenbad gefahren (vorher war ein kurzer, aber starker Guss). Dann auf unserem Wege hierher gegangen. Die Originalphotographierstelle habe ich noch immer nicht sicher gefunden ... An Elman" (gemeint ist vermutlich der russische Violinist Mischa E., 1891-1967) ging ich diesmal stolz vorbei. Dafür gehe ich heute Abend in Garmisch wieder für 1 M. in das populäre Konzert. - Hier in Mittenwald ... kann ich ab Mittwoch (11.Aug.) ein Einbettzimmer haben ... Ich habe dies ausgemacht, nachdem ich von Heiner endgültig wegen Krankheit von Seethaler abgesagt bekommen habe ... Deine nette Karte habe ich gestern bekommen; ich freue mich, dass in Dahlem alles so schön in Ordnung ist, und dass Ihr auf der Fahrt nicht gek..... habt. Beiliegend Karte von Riesenfelds ... Gestern habe ich auf Empfehlung von Jocher" (seinem Wirt) "einen 'Rundmarsch' um den Kramer gemacht ... Herrliche Aussicht, aber teilweise recht steil und steinig. Da ich gestern ebensowenig wie heute gejaust hatte, ging ich Abends zum 1. Mal wieder in den 'Roten Hahn' ... das beste Esslokal. Den teureren Alpenhof und Sonnenlicht kenne ich nicht ... Beiliegend noch ein Zeitungsausschnitt, der auch Hanno interessieren wird ..." Statt des erwähnten Zeitungsausschnitts liegt ein anderer vom 11. August bei, den Hahn in einem späteren Brief geschickt haben muß; ferner eine Anzeige des "7. populären Konzerts" in Garmisch am 12. August, mit Hahns eigenh. Anmerkungen "Mozart-Liszt-Abend!! / Und ich Ärmster sitze in Mittenwald". In diesem Jahr erschienen die wichtigen Transuran-Arbeiten von Hahn, Meitner und Straßmann; im nächsten Jahr gelang die Kernspaltung. |
| EUR 980.00 (Bestell-Nr: 36754) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Harless (Harles), Johann Christian Friedrich: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Bonn 26.II.1819. 1 Seite 4°, auf dem doppelseitigen Orsopekt seiner "Anzeige der Wieder Fortsetzung der Jahrbücher der teutschen Medicin und Chirurgie", Bonn 10.XII.1818. Mit Oblatensiegel mit Adresse. |
| Christian Friedrich Harless (1773-1853), Kliniker. - An den Mediziner Johann Christian August Clarus (1774-1854) in Leipzig mit der Bitte, "als Mitarbeiter an dieser Zeitschrift, und zwar zunächst für die Fächer der medicin. Klinik, speciellen Pathologie u. Diagnostik, Epidemologie, patholog. Anatomie p. recht thätigen und förderlichen Antheil nehmen zu wollen ..." Sein "Jahrbuch" war 1814 eingestellt worden; mit der Gründung der Universität Bonn 1818 - an der Harless die Professur für Medizinische Klinik übernahm - erschien die neue Folge, bis sie 1828 mit den "Heidelberger klinischen Annalen" zusammengelegt wurde. - Aus der berühmten Autographensammlung Künzel. |
| EUR 220.00 (Bestell-Nr: 42821) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Harless (Harles), Johann Christian Friedrich: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Erlangen 18.VIII.1802. 1 Seite 4°. |
| Christian Friedrich Harless (1773-1853), Kliniker. - An seinen Verleger (Hartknoch), dem er den ersten Teil des Manuskripts zu seinem Werk "Neue Untersuchungen über das Fieber überhaupt und über die Typhusfieber insbesondere" (Leipzig 1803) sendet. "... Ich würde es sogleich an den Jenaischen Buchdrucker gesandt haben, wenn ich nicht zufällig den Brief mit der Addresse desselben verlegt hätte. Den übrigen Theil des Mspts erhalten Sie in wenigen Wochen, und auf jeden Fall noch vor Endigung des Drucks des gegenwärtigen Mspts. Ich habe nur einiges noch hinzuzusetzen und zu feilen. Wenn auch das Ganze nicht sogleich zur M[ichaelis] M[esse] fertig wird, so macht es nichts; nur wünsche ich, daß es auf jeden Fall bis Ende Oktobers gedruckt sey. Wegen Mangel an Zeit konnte ich keine reine Abschrifft besorgen, und bitte Sie daher sehr, für einen guten Korrektor zu sorgen ... N.S. vom 26. Aug. / Der Brief blieb durch ein Versehen beim Packen des Mspts liegen ..." |
| EUR 260.00 (Bestell-Nr: 42820) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift an Herr Moll. O.O., 20. Dec. (18)80, Kl.8°.
Artikelbeschreibung:
| Harting, Pieter: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift an Herr Moll. O.O., 20. Dec. (18)80, Kl.8°. |
| Pieter Harting (1812-1885) an Herrn Moll - "Waarde heer Moll! Ik vind nog een afdrukje van het door my in eene Sectievergadering van het Utrechtiek genootschap voor vele jaren (1852) medegedeelde en weet het aan niemand beter aantebeeden dan aan u. Gij zult echter zien dat myne herinnering vergrootend heeft gewerkt ..." |
| EUR 80.00 (Bestell-Nr: 34859) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Hecker, August Friedrich: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Erfurt 22.IX.1792. 1 Seite 8°. |
| August Friedrich Hecker (1763-1811), Mediziner, Professor in Erfurt und Berlin. - Vermutlich an den Mediziner Johann Heinrich Rahn (1749-1812) in Zürich, den Herausgeber des "Museums der Heilkunde", dem er Beiträge anbietet. "Unser Jubiläum" (die 600-Jahr-Feier der Universität Erfurt) "hat eine Menge von kleinen akademischen Schriftchen an das Tageslicht gebracht, die ich Ihnen, weil es ohne Kosten geschehen kan, nach und nach überschiken werde ... Gestern war Ihr Landsmann und Schüler der D. Steiner bei mir. Er schien mir ein sehr guter Mensch. Für das Musäum erhalten Sie nächstens einen Aufsaz. Meine Zeit ist gar zu beschränkt!! ..." Sehr selten. - Aus der berühmten Autographensammlung Künzel. August Friedrich Hecker (1763-1811), Professor der Medizin an der Universität zu Erfurt erhielt 1805 in gleicher Eigenschaft an das Collegium medicum-chirurgicum nach Berlin einen Ruf und wurde zugleich mit dem Titel eines Hofraths geehrt. Er hat als Schriftsteller auf allen Gebieten der Medizin eine überaus umfangreiche Thätigkeit entwickelt. Seine Schriften zerfallen in drei Gruppen, nämlich in die meist gründliche und wohlgeordnete Complicationen darstellende Hand- und Lehrbücher über verschiedene Zweige der Medizin, in die zweite Gruppe gehören Hecker's nicht unbedeutende historische Schriften, treffend und klar geschriebene Darstellungen der einzelne Hauptsysteme der Medizin, zugleich kritisch-polemisch gegen die damals vorherrschende Erregungstheorie und Schelling'sche Naturphilosophie gerichtet. Endlich sind als dritte Gruppe Hecker's periodisch hrsg. Schriften zu nennen. -cf. Pagel, Hirsch II, p.100f. |
| EUR 160.00 (Bestell-Nr: 42817) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Hecker, August Friedrich: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Erfurt 23.III.1793. 3 Seite 8°. |
| August Friedrich Hecker (1763-1811), Mediziner, Professor in Erfurt und Berlin. - An seinen Verleger Göschen in Leipzig, wegen Drucks seiner "Allgemeinen Geschichte der Natur- und Arzneikunde". "... Der Druck des 2ten Bandes wird also im May angefangen. Die Nachricht nach Jena und Salzburg ist besorgt. Nach Jena habe ich keine weitere Connexion, also werden Sie das Ihrige dabei thun müssen, damit der Abdruk noch früh genug geschehe. Der abgeänderte Titel folgt hiebei zurück; und so wird er wohl nun recht seyn? - Aber das Nothwendigste! Görling braucht noch Papier, und das baldigst! Er kan noch nicht sagen, wie viel, und meint sie möchten nur 1 Ballen schicken. Was übrig ist, kan ja zum folgenden Bande kommen. Wenn Sie mir die 20 Stük Carld'or, um welche ich Sie diese Messe bitten muß, etwas zeitig im April schiken könnten, so thäten Sie mir dadurch einen Gefallen ..." Sehr selten - Aus der berühmten Autographensammlung Künzel. August Friedrich Hecker (1763-1811), Professor der Medizin an der Universität zu Erfurt erhielt 1805 in gleicher Eigenschaft an das Collegium medicum-chirurgicum nach Berlin einen Ruf und wurde zugleich mit dem Titel eines Hofraths geehrt. Er hat als Schriftsteller auf allen Gebieten der Medizin eine überaus umfangreiche Thätigkeit entwickelt. Seine Schriften zerfallen in drei Gruppen, nämlich in die meist gründliche und wohlgeordnete Complicationen darstellende Hand- und Lehrbücher über verschiedene Zweige der Medizin, in die zweite Gruppe gehören Hecker's nicht unbedeutende historische Schriften, treffend und klar geschriebene Darstellungen der einzelne Hauptsysteme der Medizin, zugleich kritisch-polemisch gegen die damals vorherrschende Erregungstheorie und Schelling'sche Naturphilosophie gerichtet. Endlich sind als dritte Gruppe Hecker's periodisch hrsg. Schriften zu nennen. -cf. Pagel, Hirsch II, p.100f. |
| EUR 220.00 (Bestell-Nr: 42818) |
Artikelname: AC - Handschriftliche Einladungskarte mit gestochener Kopfzeile.
Artikelbeschreibung:
| Hegar, Alfred: - |
| AC - Handschriftliche Einladungskarte mit gestochener Kopfzeile. |
| (Freiburg) ohne Datum (nach 1876). 1 Seite quer-8. Schwach fleckig. |
| Alfred Hegar (1830-1914), Gynäkologe - An den Kliniker Christian Bäumler, seinen Kollegen an der Freiburger Universität. "Geheimerath Hegar u. Frau beehren sich / Herrn Professor Bäumler auf Samstag den 29ten Jan. Abends 7 « Uhr in den Zähringerhof / einzuladen." |
| EUR 40.00 (Bestell-Nr: 34828) |
Artikelname: Ernst Heinkel Flugzeugwerke Rostock. Teilnachlaß des Heinkel-Ingenieurs R. Stahl.
Artikelbeschreibung:
| Heinkel, Ernst: = |
| Ernst Heinkel Flugzeugwerke Rostock. Teilnachlaß des Heinkel-Ingenieurs R. Stahl. |
| Ausführliche Beschreibung auf Wunsch. |
| 1)Ordner "Amerikanische Bootsformen", 1938/39; mit Registratur. Testprotokolle zu 17 Modellen der "NACA"-Reihe; 24 Bll. Original-Diagramme und -Tabellen, ferner Blaupausen und ein Typoskript; zus. ca. 170 Bll. DIN-A-4 und DIN-A-3; die Originale sind meist datiert (September 1938 - September 1939). Die Diagramme zeigen u.a. "Widerstandswerte bei bestem Trimmwinkel", "Gleitzahlkurven" und "Momente bei verschiedenen Belastungen"; mit einer "Zusammenstellung veröffentl. amerk. Bootsformen (Modellbezechnungen, Längs- und Querschnitte), technischen Berichten, etc. Die Blaupausen sind fast durchweg von Stahr abgezeichnet, die Originale tragen meist die Kürzel anderer Ingenieure ("Sch", "Dä", "Mö" u.a.). 2)Ordner "Aerodynamische Unterlagen", 1941-43; mit Registratur. Darunter 37 Bll. Originale, u.a. zur "Bestimmung der Wendepunktgrenze", "Flugmessungen des BLO-25 Heizgerätes in der He 177", Berechnung von "Führerraumhauben von Einsitzern", Kurven zu Steiggeschwindigkeiten und Reichweiten, etc.; ferner ein Typoskript (Richtlinien zur Übergabe von Flugzeugen an die Luftwaffe) sowie Blaupausen und Photokopien (u.a. eine mehrseitige Anweisung der Luftwaffen-Erprobungsstelle Rechlin zur Flugleistungsmessung); zus. ca. 70 Bll. meist DIN-A-4 (bis DIN-A-2), dazu mehrere nicht ausgefüllte Formblätter (für Berechnungen). 3)Hefter "Mathem. Strakverfahren / von R. Stahl". <>RAufsatz-Manuskript mit Zeichnungen, Formeln und Berechnungen im Text,11 Bll., auf Bögen Ernst-Heinkel-Fligzeugwerke Rostock, dazu Abbildungen auf Blaupausen (Formeln, Kurven, etc.), zus. 38 Bll. meist DIN-A-4 (bis DIN-A-2). 4)Hefter "Schwimmer-Statistik". Handschriftliche Aufzeichnungen: "Schwimmer-Daten", "Statstik über Doppelschwimmerflugzeuge" und "Statistik über Mittelschwimmerflugzeuge", 8 Bll., dazu Blaupausen (u.a. "Schwimmer He 114 A" sowie zu He 114, 114B, 115 und 120), datiert 1935-40), zus. 21 Bl. DIN-A-4. Umschlag-Aufdruck "Ernst Heinkel Flugzeugwerke Seestadt Rostock". 5)Hefter "Start- und Reichweiten-Rechnung für 70-to-Flugboot mit Berücksichtigung der optimalen bootsdimensionierung". Handschriftliche Aufzeichnungen mit zahlreichen Kurven und Formeln, 12 Bll., dazu handschriftlich ausgefüllte Formblätter und Blaupausen (u.a. "Kräfteverhältnisse und Momenthaushalt beim Wasserstart" mit Längsschnitt eines Flugbootes, DIN-A-3), datiert 1938-1941, zus. ca. 55 Bll. meist DIN-A-4. Umschlag-Aufdruck dito. 6)Hefter "Kraftstoffbehälter - und Gewichte". Aufsatz-Manuskript "Bestimmung von Kraftstofftank-Gewichten", mit Vergleichstabellen zu Me 108 B, 109, 110 und 110-Ser, 9 Bll., dazu 3 Blaupausen sowie 1 Bl. Notizen. - Umschlag-Aufdruck dito. )Hefter "Meßungen von Spaltklappen". "Zusammenstellung von Klappenanordnungen / Marienehe, den 22. Juli 1940 / Be/Mi", gez. H. Bensel. - Per Blaupause vervielfältigtes Typoskript mit zahlreichen Formeln und Kurven-Tafeln, 21 Bll., meist DIN-A-4. 8)Hefter "Gewichte und Schwerpunkte / Formblätter / Flügelgewichte / Rumpfgewichte Aufsatz-Manuskript "Formgebung und Gewicht eines einholmigen, freitragenden Flügels", mit zahlreichen Kurven und Formeln im Text, 26 Bll., dazu 10 Bll. handschriftliche Aufzeichnungen und Kurven; ferner ein vervielfältigtes Typoskript des Aufsatzes (erweiterte Fassung, datiert 21.3.1938), 31 Bll. sowie mehrere nicht ausgefüllte Formblätter. 9)Hefter "A. Formblätter für Leistungsrechng." Blaupausen und (überwiegend nicht ausgefüllte) Formblätter, u.a. "Doppeldecker-Rechnung", "Wasserstartrechnung", "Bestimmung von Sturzfluggeschwindigkeiten", "Berechnung der Wendigkeit" und "Rumpfquerschnitte", datiert 1935-1940, zus. 30 Bll. DIN-A-4. 10) Hefter "Werkstoffliste". Detailierte Übersichten zum Komplex "Fliegwerkstoffe" (Stahle, Hölzer, Kunststoffe, etc.) in Vervielfältigungen, über 50 Bll. DIN-A-4, mit Signet der Fa. Heinkel. 11)Mappe "Heinkel - Kärcher". Die Bordheizung betreffende Unterlagen (handschriftliche Kurve, Typoskript, Pausen), zus. 8 Bll. meist DIN-A-4. Beiliegend ein Ordner mit Photokopien flugzeugtechnischer Aufsätze aus üder Nachkriegszeit (ca. 1955-60) nebst einigen Bll. Original-Berechnungen. |
| EUR 2500.00 (Bestell-Nr: 39849) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Namenszug am Kopf.
Artikelbeschreibung:
| Heister, Lorenz: = |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Namenszug am Kopf. |
| Helmstedt 14.IV.1754. 1/2 S. kl.-folio. Lateinisch. Leicht fleckig, kleine Randeinrisse. |
| Lorenz Heister (1683-1758), Mediziner und Botaniker; Begründer der wissenschaftlichen Chirurgie in Deutschland. - An den französischen Botaniker Jean François Séguier (1703-1784), dem er seine im Vorjahr erschienene Schrift "Descriptio novi generis plantae rarissimae et speciosissimae Africanae ex bulbosarum classe" gesandt hatte. Bei dieser Gelegenheit habe er versäumt, ein Verzeichnis seiner botanischen Schriften und anderes beizufügen, was er nun nachhole. "... Quoniam in fasciculum nuper Tibi missum cum descriptionibus Brunsvigiae omisi inserere quoque nonnullas dissertationes ut et catalogum dissert. mearum botanicarum et epistolam ad clariss. Tillicum* Pisanem Professorem, mitto haec nunc ..." Der Brief ist in der Form des klassischen lateinischen Gelehrtenbriefes geschrieben; statt mit einer Unterschrift präsentiert sich der Verfasser am Kopf in der 3. Person: "Viro doctissimo atque clarissimo / D. Jo. Francisco Seguierico /s.l.d. / Laurentius Heisterus". *Der 1740 verstorbene italienische Arzt und Botaniker Michelangelo Tilli. Eigenhändige Briefe von Heister sind im Autographenhandel von größter Seltenheit. |
| EUR 3800.00 (Bestell-Nr: 42881) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Hertwig, Oscar: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| (Berlin-) Grunewald 16.I.1919. 1 1/2 Seiten 8°. Gelocht, mit Vermerk in Bleistift. |
| Oskar Hertwig (1849-1922), Anatom und Zoologe, entdeckte 1875 die Befruchtung am Seeigel-Ei, 1890 entdeckte er an Ascaris die Reduktionsteilung der Samenzellen und konnte dadurch den Parallelismus im Chromosomenverhalten bei der Ei- und Samenentwicklung nachweisen. Auf seiner Kernidioplasmatheorie, nach der die färbbare Kernsubstanz Träger der Erbanlagen ist, basieren die modernen Erkenntnisse. - An einen Arzt, der seinen Sohn behandelt hatte. .... Mein Sohn schreibt mir heute aus Frankfurt, dass er dort gut angekommen ist und sich freut, jetzt seine Pflichten in wiederhergestellter Gesundheit übernehmen zu können. Es ist mir eine grosse Freude Ihnen dies mitteilen zu können und zu gleicher Zeit meinen Dank auszusprechen, dass Sie sich meines Sohnes in so liebenswürdiger Weise erfolgreich angenommen haben ... Beifolgenden Vogel bitte ich Sie freundlichst annehmen zu wollen. Möge es ihm gelingen, Ihnen durch eine angenehme Mahlzeit meine Dankbarkeit zu beweisen ..." |
| EUR 80.00 (Bestell-Nr: 39835) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Hertwig, Oscar: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| (Berlin-) Grunewald 19.I.1908. 2 1/2 Seiten 8°. |
| Oskar Hertwig (1849-1922), Anatom und Zoologe, entdeckte s die Reduktionsteilung der Samenzellen und konnte dadurch den Parallelismus im Chromosomenverhalten bei der Ei- und Samenentwicklung nachweisen. Auf seiner Kernidioplasmatheorie, nach der die färbbare Kernsubstanz Träger der Erbanlagen ist, basieren die modernen Erkenntnisse. - (An den Naturforscher und Philosophen Eberhard Dennert, 1861-1942, in Bad Godesberg,) dem er für dessen Schrift "Das Geheimnis des Labors" dankt. "... Das von Ihnen als Preisausschreiben vorgeschlagene Thema: 'Ist die tierische Eizelle ein organisiertes Gebilde?' scheint mir etwas zu allgemeiner Natur und nicht leicht durch Untersuchungen, die etwas Neues bringen sollen, zu beantworten ... Ich würde ein enger begrenztes und mehr auf einen speciellen Gegenstand gerichtetes Thema für geeigneter halten. Das von Ihnen mir angebotene Preisrichteramt kann ich nach reiflicher Ueberlegung nicht übernehmen, da ich schon durch mein Lehramt und was sonst noch mit meiner hiesigen Stellung notwendiger Weise zusammenhängt, so beschäftigt bin, dass meine eigene wissenschaftliche Tätigkeit darunter leidet ... Ich würde Ihnen Geheimrat Eilhard Schulze ausser Drisch und Korschelt noch als Preisrichter vorschlagen ..." Herschelt war seit 1888 Direktor des für ihn errichteten zweiten Anatomischen Instituts in Berlin (seit 1897 Anatomisch-Biologisches Institut). |
| EUR 250.00 (Bestell-Nr: 39834) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Hertwig, Oscar: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Berlin 24.XI.1894. 3/4 Seiten gr.-4°. Gedruckter Briefkopf: "Medicinische Facultät der Königlichen Friedrich-Wilhelms-Universität." |
| Oskar Hertwig (1849 in Friedberg, Hessen -1922 in Berlin), Anatom und Zoologe, entdeckte die Reduktionsteilung der Samenzellen und konnte dadurch den Parallelismus im Chromosomenverhalten bei der Ei- und Samenentwicklung nachweisen. Auf seiner Kernidioplasmatheorie, nach der die färbbare Kernsubstanz Träger der Erbanlagen ist, basieren die modernen Erkenntnisse. - Als Dekan der medizinischen Fakultät an den Internisten Martin Mendelsohn (1860-1930) wegen dessen Zulassung zur Habilitation. "... Nachdem die Facultät in ihrer letzten Sitzung Sie auf Grund Ihrer Arbeiten zu den weiteren Habilitationsbedingungen zugelassen hat, hat sie Ihnen für die vor der Facultät zu haltende Probevorlesung das Thema: 'Über Nierensteine' gestellt ... Ich bitte Sie sich so einzurichten, dass Ihr Vortrag etwa 15-20 Minuten Zeit beansprucht ..." Mendelsohn "verdanken wir ... die Ausgestaltung der Krankenpflege zu einer therapeut. Methode des Arztes" Pagel |
| EUR 240.00 (Bestell-Nr: 41519) |
Artikelname: 4 Manuskripte und Briefe anlässlich seines Todes am 20.I.1911.
Artikelbeschreibung:
| Heyden(-Nerfken), Hubert von: |
| 4 Manuskripte und Briefe anlässlich seines Todes am 20.I.1911. |
| Zus. 9 Seiten gr.-4° bis gr.-8°. |
| 1) Habermann, Hugo Freiherr von (1849-1929), Maler. Eigenhändiges Manuskript mit Unterschrift, 2 Seiten gr.-4°, mit illustriertem Briefkopf "Verein Bildender Kuenstler Muenchens / Secession". - Nachruf; beginnt: "Als am verflossenen Freitage wiederum ein jäher Tod eine unersetzliche Lücke in die Reihen der Münchner Künstlerschaft riß, hat noch keiner unter uns gedacht, daß gerade Hubert von Heyden das harte Loos treffen sollte, ihn den lebenslustigen, dessen herzliches unwiderstehliches Lachen uns noch Tags zuvor mitgerissen ..." 2) Seidl, Gabriel von (1848-1913), Architekt. Eigenhändiges Manuskript mit Namenszug am Kopf, 2 Seiten gr.-8°, mit gedrucktem Briefkopf "Allotria". - "Nachruf am Grabe Hubert's v. Heyden. 23.I.1911. Gehalten v. GvSeidl I Vorstand" (der Künstlergesellschaft "Allotria"). Der Kopf ist redaktionell für den Druck mit Bleistift durchstrichen. 3) Handschriftliche Grabrede des Pfarrers, 4 Seiten 4°. 4) Maschinenschriftlicher Brief mit Unterschrift des Inhabers der Kunst-Kupferdruckerei Heinrich Wetteroth, München, an Justine Springer in Berlin, die Ehefrau des Kunsthistorikers Jaroslav Springer und Schwester des Verstorbenen. "... Ich habe Ihren Herrn Bruder, dessen schöne Radierungen ich immer gedruckt habe, stets als einen feinen, liebenswürdigen und humorvollen Menschen kennen gelernt und werde ihn nicht vergessen..." (24.I.1911, 1 S. gr.-4°, mit gedrucktem Briefkopf). |
| EUR 280.00 (Bestell-Nr: 45219) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Heyden, August von: = |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Berlin 30.XI.1881. 2 1/2 Seiten gr.-8°. Mit bekröntem Monogramm am Kopf. |
| August von Heyden (1827 in Breslau -1897 in Berlin), Maler und Dichter; Mitglied im Gründungsdirektorium des "Märkischen Provinzialmuseums". An einen Redakteur der "Kölner Zeitung", dem er die jüngst erschienene Prachtausgabe seines Bergmann-Märchens "Die Perlen" übersendet. ".. Leider ist es nicht dasjenige, dem ich das Festkleid am liebsten gegeben. Doch Sie wissen selbst, man ist nicht immer Herr der Situation. Zudem waren die Zeichnungen früher da, als der Text und die bergmannschen Darstellungen sind nur phantastisch zugeschnittene Bilder eigener Erlebniß meines bergmännischen Lebens. Selbst das Feuerschloß habe ich in Wirklichkeit vor mir gehabt an einem grauenvollen Sonntagmorgen ... Vielleicht ist das Beste an dem Buche der Einband und das Curiosum, daß Text, Bilder, Einband die Producte eines Kopfes sind ..." Beiliegend eine von Heyden unterschriebene gedruckte Quittung, betr. die Gebäudesteuer für sein Haus Lützowplatz 13 (1876); ferner beiliegend seine Druckschrift "Aus eigenem Rechte der Kunst. Ein Wort zur Abwehr", Berlin: F. Fontane 1894, 24 S. 8°, Orig-Umschlag (leicht staubfleckig). |
| EUR 120.00 (Bestell-Nr: 45222) |
Artikelname: APCS - Eigenhändige Bildpostkarte mit Unterschrift an Henry Nigst.
Artikelbeschreibung:
| Hilgenfeldt, Otto: = |
| APCS - Eigenhändige Bildpostkarte mit Unterschrift an Henry Nigst. |
| (Bochum) 23.XII.1971. |
| Otto Hilgenfeldt (1900-1983), Pionier der modernen Handchirurgie im deutschsprachigen Raum. - An den Handchirurgen Henry Nigst in Basel, dem er "für die überaus gute Beurteilung unseres kleinen Büchleins" dankt. "... ich darf Ihnen sagen, daß mich Ihre Zustimmung zu Einrichtungen von ... Handcentren ganz besonders gefreut hat und für unsere Bestrebungen ungemein wertvoll ist ..." Die Bildseite zeigt Dirigentenhände. |
| EUR 120.00 (Bestell-Nr: 44292) |
Artikelname: ALS - Eingehändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Hinton, James: = |
| ALS - Eingehändiger Brief mit Unterschrift. |
| London ("5 George St. Hannover Square W") 14.IV.1863. 2 S. 8°. |
| James Hinton (1822-1875), englischer Chirurg und philosophischer Schriftsteller, galt als der beste Kenner und Praktiker der Chirurgie des Ohres seiner Zeit. - An einen Geistlichen (Mr. Hood), den er von seiner Ernennung zum "Aural Surgeon to Guys Hospital" unterrichtet. "... I have taken rooms accordingly at the above address for the purpose of carrying on an aural practice - w[hic]h I mean to do with all my power. I am here every day from 10 till 1 . except on Tuesdays when I have to leave for Guys soon after 11. Shall I not soon have the pleasure of seeing your little boy? - I was disappointed at not seeing him before ." Im Folgenden dankt er für die freundliche Aufnahme seines Buches "Life in Nature" (1862) - "... I have for the present laid aside philosophy. My head is full of pathology instead ." James Hinton "was appointed aural surgeon to Guy's in 1863. He then took a house in George Street, Hanover Square, and began practice as a specialist.Three years afterwards his old friend Mr. Toynbee died, and Hinton took his house in Savile Row. Here he practised for nearly ten years, being the most eminent aural surgeon in London at the time ." (Samuel Wilks & G.T. Bettany, A Biographical History of Guy's Hospital, (1892), pp. 401-409; dort eine ausführliche Lebensbeschreibung). |
| EUR 420.00 (Bestell-Nr: 45135) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Hofmeister, Franz: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Prag 19.12.1850 (laut Empfangsvermerk). 4 ° Seiten gr.-8°. |
| Franz Hofmeister (sen.) (1808-1878), Arzt in Prag, Vater des Physiologen und Pharmakologen gleichen Namens - An den aus Böhmen stammenden (nicht namentlich genannten) Mediziner Franz Dittrich (1815-1859), der kürzlich als Professor für medizinische Klinik nach Erlangen berufen worden war. Hofmeister dankt für Dittrichs Habilitationsschrift "Über den Laennec'schen Lungeninfarct". "... Ihre Abhandlung hat auch in der Beziehung ein ein vermehrtes Interesse für mich als darin über das Wesen des Laennecschen Infarktes eine Ansicht ausgesprochen ist, die mir von jeher als die einzig richtige vorschwebte, welche aber zu begründen, mir die nöthigen Beweismittel fehlten. Ich glaube, daß sich Ihre Ansicht als unumstößlich erweisen wird. - Im Vorbeigehen will ich Sie um die Deutung eines Symptoms fragen, welches zuweilen im Stadio asphyctico der Cholera momentan zu hören ist. Dieß ist nämlich ein blasendes Geräusch in der Gegend, wo man sonst die Töne der Art. pulmon. zu hören bekommt, das bei dem ersten Moment am deutlichsten auftritt, während an der Herzspitze und Aorta die Töne rein u. von größerer o. geringerer Deutlichkeit wahrzunehmen sind. Ich schrieb es dem Umstande zu, daß in der Pulmonararterie so gut als in den Venen überhaupt die Blutbewegung gehindert sei, aus dem rechten Herzen aber, welches bei den in diesem Stadium Verstorbenen immer Blut enthält, stets neues Blut zugetrieben wird, wod[urc]h das Geräusch hervorgerufen würde, das da entsteht, wo ein Strom in eine ruhigere Flüßigkeit getrieben wird. Im linken Ventrikul ist in dieser Periode schon fast u. wirklich kein Blut mehr, u. eben so in der Aorta; deßwegen kann man keine Gelegenheit finden hier etwas Ähnliches zu beobachten. - In dem letzten Heft der Prager Vierteljahrschrift wird nun auf diese Erscheinung die Aufmerksamkeit geleitet, zugleich aber die Erklärung dafür in einer Art von Pericardialreibung gesucht. Ich habe die angeführte Erscheinung beiläufig in 4 Fällen beobachtet; nur ein Fall von diesen verlief günstig, und mit dem Eintritte der Besserung war auch das Geräusch verschwunden ... Bis Mitte dieses Monats soll die Eisenbahn von Aussig nach Bodenbach eröffnet werden. Beim Lesen dieser Nachricht vergegenwärtigte ich mir alle die angenehmen Augenblicke in Bodenbach an Ihrer Seite, von unserm Nachtlager und den Promenaden an bis zu der magenstärkenden Kraft der dortigen Eisenquelle etc..." |
| EUR 280.00 (Bestell-Nr: 34856) |
Artikelname: ALS - An Hufeland gerichteter eingehändiger Brief des Kronprinzen und späteren Königs Christian VIII. von Dänemark (1786-1848).
Artikelbeschreibung:
| Hufeland, Christoph Wilhelm: - |
| ALS - An Hufeland gerichteter eingehändiger Brief des Kronprinzen und späteren Königs Christian VIII. von Dänemark (1786-1848). |
| Kassel 4.XI.1819. 2 Seiten 4°. Leicht gebräunt, kleine Einrisse mit säurefreiem Transparentpapier sauber hinterlegt. |
| Der dänische Kronprinz bittet Hufeland um Rat, wo er mit seiner kränkelnden Frau Karoline geb. Prinzessin Karoline von Holstein-Sonderburg-Augustenburg den Winter verbringen solle. "Hr. Statsrath Hufeland! Ich kann nicht unterlassen auch von hier aus, so wie meine Frau es schon aus Frankfurt gethan haben wird, unsre Verlegenheit zu erwähnen keine Bestimmung wegen den Winteraufenthalt oder einer etwaigen Rejse fassen zu können bis wir die Antwort des Hr. Statsraths erhalten haben. Wir wissen dass Ihre Abwesenheit diese verspäthet hat, aber es ist uns von großer Wichtigkeit keine Zeit zu verlieren da der Winter herannaht und einer jeden Rejse beschwerlich macht, besonders wenn Sie den Winter Aufenthalt in ein milderes Clima nicht nöthig hielten und wir uns gegen Norden wenden sollten. Nachdem was meine Frau Ihnen aber geschrieben haben wird trage ich beynahe keinen Zwejfel daß Sie einen Winter Aufenthalt in ein gemässigteres Clima als für die Gesundheit meiner Frau am zuträglichsten anrathen, besonders da Sie viel Zutrauen darinn setzt und es auch von Copenhagen gewilfahret ist auf den Fall daß es als nothwendig gerathen wird. Den Ort des Aufenthalts wird demnach seyn, und ich vermuthe das Florenz oder Neapel nicht als unzweckmässig angesehen werden wird - fals wir auch mit dem südlichen Frankreich anfangen sollten. Ich wollte übrigens wünschen daß Sie meine Frau sähen; die Cur in Ems hat Ihr auffallend wohl gethan und Sie hat ein sehr blühendes Ansehn, nur Zutrauen an die Gesundheit fehlt und rejtzbare Nerven bringen oft eine gar zu melancolische Stimmung hervor - die nur durch Zerstreuhung überwunden werden kann. Meine Bitte ist dass Sie meiner Frau unverzüglich Ihre Ansicht eröfnen mögen, der Brief wird Ihr in Frankfurt am Mayn antreffen. Meine Gesundheit läst Gottlob nichts zu wünschen übrig. Von Ihre Famille Hr. Staatsrath, wünsche ich erinnert zu seyn indem ich mit ausgezeichneter Hochachtung verbleibe Ihr freundwilligster Christian Frederik Prinz v Dännemark" Der für die Naturwissenschaften ebenso wie für die Künste begeisterte Prinz besuchte in Kassel seine Schwester Charlotte, die mit dem Landgrafen Wilhelm von Hessen-Kassel verheiratet war. 1839 folgte er als Christian VIII. seinem Vetter Friedrich VI. auf dem dänischen Thron, mit Prinzessin Karoline war er seit 1815 in zweiter Ehe verheiratet. Christoph Wilhelm Hufeland (1762-1836), einer der angesehensten Ärzte seiner Zeit - wie auch dieser Brief belegt -, war seit 1809 Professor für spezielle Pathologie und Therapie an der neugegründeten Friedrich Wilhelms-Universität in Berlin und seit 1810 Staatsrat in der Medizinalsektion. |
| EUR 360.00 (Bestell-Nr: 39840) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Humboldt, Alexander v.: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| London, "ce Vendredi" (Ende Juni 1814. 3/4 S. 4°. Mit Siegelspur und Adresse. Wasserzeichen: John Hall 1811. Winziger Ausriß an der linken oberen Ecke, geringe Rostspuren außerhalb des Textes, sonst wohlerhalten. |
| Alexander von Humboldt (1769-1859), Naturforscher. - An den Verleger Dickins in London wegen der Verlagsankündigung der englischen Ausgabe seines Werkes "Vue des Cordillières", die unter dem Titel "Researches, Concerning the Institutions & Monuments of the Ancient Inhabitants of America" erschien; zu dieser Zeit wurde am zweiten Band gedruckt. - Nach dem (ersten) Sieg der Alliierten über Napoleon I. und ihrem Einzug in Paris (am 31.III.1814) fungierte Alexander von Humboldt als Cicerone des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. in der damaligen "Hauptstadt der Welt". Anfang Juni begleiteten er und sein Bruder Wilhelm den König nach London, wo die Verbündeten im Kampf gegen Napoleon begeistert empfangen wurden. "Nous ne pouvons malheureusement comprendre que par des signes et des lettres, J'espere que Vous avez trouvé, mon cher Monsieur, quelques lignes pour l'annonce. Je Vous envoye le livre dans lequel j'ai marqué ce qui doit etre copié. Le tout pourroit être imprimé en très petit caractere, J'accepte definitivement les 25 L(ivres) St(erling) especes Courantes et je Vous remercie de Vos services obligeantes. Je sorts demain matin avec le Roi a 9 heures mais je compte trouver un moment pour aller Vous voir. Je pense que je partirai de Londres mardi ce Vendredi Humboldt" Adresse: "a Monsieur / Mr Dickins / Brompton - row / n 33." |
| EUR 850.00 (Bestell-Nr: 45975) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Joseph, Jacques: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Berlin, 22.2.1904. 2 Seiten qu.-kl. 8°, auf Briefkarte mit gedrucktem Briefkopf "Dr. Jacques Joseph, Orthopaed. Chriurg, 5-6 Uhr, Berlin S.O., Brücknerstr. 7" |
| Jacques Joseph (1865-1934), Orthopädischer und Plastischer Chirurg, entwickelte zahlreiche Operationsmethoden sowie chirurgische Instrumente und leistete im Ersten Weltkrieg Bedeutendes auf dem Gebiet der Wiederherstellungschirurgie. - An einen Kollegen im Zusammenhang mit dem stets aktuellen Problem der "Kassenleistungen". "... In der Angelegenheit mit d. Verein freigewählter Kassenärzte sind definitive Entscheidungen bisher nicht getroffen. Am 26. d. M. hat College Bourwieg [der Chirurg Richard B.] wieder Termin m[it] s[einem] Process und hofft an diesem Tage eine Entscheidung herbeizuführen darüber, ob medicomechan[ische] Behandl[ung] von den Kassen od. vom Verein zu honoriren ist ... Der Bescheid des Vorstandes ... daß Rückgratserkrankungen keine Erkrank[un]g im Sinne des Gesetzes wären und deshalb nicht zur kassenärztl. Behandl. gehören, ist sowohl mir wie dem Coll. Bourwieg neu. Wir werden die entsprechenden Bestimmungen im Krankenkassengesetz nachsehen müssen und müßten, falls sie nicht eindeutig dem Vorstande Recht geben, die Sache event[uell] gerichtlich feststellen ..." |
| EUR 360.00 (Bestell-Nr: 41601) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift und einer kleinen Zeichnung am Rand.
Artikelbeschreibung:
| Kaltenbach, Rudolf: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift und einer kleinen Zeichnung am Rand. |
| Gießen 27.XI.1884. 2 pp. quer-kl.-8°. Briefkarte mit gedrucktem Briefkopf "Grossh(erzogliche) Frauenklinik zu Giessen"; untere Ecken geknickt. |
| Rudolf Kaltenbach (1842-1893), Gynäkologe - An einen Kollegen, der ihm eine Patientin überwiesen hatte. "Sehr geehrter Herr College: Die überwiesene Patientin ist ein recht interessanter Fall; Auch mein erster Eindruck ganz dahin, dass es sich um ein von der hintern Lippe ausgehendes Carcinom handle zumal an der Innenfläche d. Lippe Cysten u. Schleimhautwucherungen die Innenfläche uneben machten. Die Ursache der Blutung ist anders ein unvollständiger Abort gewesen; die Menses hatten vom (Ende?) Juli bis Anfang Okt. sistirt, dann waren Klumpen v. Gerinsel abgegangen. Wir haben etwas zurückgebliebene Decidua entfernt. Weiter aber bestehen 2 interessante von d. I. Geb(urt) herrührende Laesionen nämlich ein gewaltiger seitlicher Cervicalriss (heute vernäht) u. ein 1 « Cm tief ins Septum recto-vaginale reichender completer Dammriss, welcher Incontinenz zur Folge hat. Wir werden diese Laesion in einer spätern Sitzung für sich vereinigen. Mit bestem Gruss Ihr ergebener R Kaltenbach". Kaltenbach "zählte zu den bedeutendsten Gynäkologen der Neuzeit" (Pagel). - Sehr seltenes Autograph. |
| EUR 80.00 (Bestell-Nr: 34830) |
Artikelname: ALSS - 3 eigenhändige Briefe mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Kilian, Conrad Joseph: = |
| ALSS - 3 eigenhändige Briefe mit Unterschrift. |
| Leipzig ("V(on) H(ause)") 13.X.1800, Jena 3.V.1802 und Bamberg 21 XI.1803. Zusammen 3 Seiten folio und 8°. Ein Brief mit Sigelrest und Adresse (kleiner Ausschnitt an der Siegelstelle alt unterlegt, Leim leicht durchschlagend). |
| Conrad Joseph Kilian (1771-1811), Mediziner und Anthropologe, Vater des Geburtshelfers Hermann Friedrich K., Anhänger Schellings und "der eigentliche Systematiker unter den naturphilosophischen Ärzten" (ADB), Dozent in Jena, Würzburg und Leipzig, Professor in Bamberg, schließlich Leibarzt Kaiser Alexanders I. von Russland. - An den Verleger Georg Joachim Göschen in Leipzig. 1800 und 1802 in geschäftlichen Angelegenheiten; 1803 über seine Berufung nach Bamberg, durch die "alle meine Wünsche vollkommen erfüllt worden sind, außerdem daß ich hier mit den ersten und bedeutendsten Menschen auf den freundschaftlichsten Fus lebe, und dadurch mich im Stand gesetzt sehe, manchem Jungen Mann nun auch zu seinem Glüke beforderlich zu seyn ..." Mit Göschens Empfangsvermerken. - Aus der Sammlung Künzel, einer der bedeutendsten Autographensammlungen des 19. Jahrhunderts. |
| EUR 360.00 (Bestell-Nr: 42836) |
Artikelname: AMs - 3 eigenhändige Schriftstücke, mit 2 Zeichnungen.
Artikelbeschreibung:
| Koelliker, Albert v.: - |
| AMs - 3 eigenhändige Schriftstücke, mit 2 Zeichnungen. |
| Arbeitsnotizen, 2 Seiten gr.8°, 1 2/3 Seiten 8°, und 1/4Seite quer (auf einem Briefumschlag). |
| Albert von Kölliker (1817, Zürich - 1905 Würzburg), Schweizer Anatom und Physiologe, Begründer der modernen mikroskopischen Morphologie. Er führte den heute noch benutzten Begriff "Cytoplasma" für den Inhalt der Zellen von Lebewesen ein und war Gründer der Physikalisch-Medizinischen Gesellschaft. Bei Röntgens Vortrag über die Wirkung der von ihm entdeckten Strahlen vor dieser Gesellschaft (1896) stellte Kölliker seine Hand als Demonstrationsobjekt zur Verfügung und schlug anschließend die Bezeichnung "Röntgenstrahlen" vor. 1)Über Nervenfasern, beginnt: "Flechsig und Hals und Ambronn nehmen an, dass nur markhaltige Fasern leitungsfähig seien und dass das Mark als Isolator wirke! / Dagegen ..." - es folgen 5 Gegenargumente und Köllikers Resümee. - 2 Seiten gr.-8° auf rautiertem Papier, leicht gebräunt, kleine Randeinrisse. 2) Notizen zur Anatomie der Nerven, u.a. zum "Hypoglossus", "Accessorius spinali", "Accessorius vagi", und "Nervus cochlea", mit 2 Zeichnungen am Rand. - 1 2/3 Seiten 8°. An den Rändern ein wenig fleckig, kleiner Einriß. 3) Dreizeilige Notiz zur "Cellularphysiologie" auf einem (sonst unbeschrifteten) Briefumschlag. |
| EUR 260.00 (Bestell-Nr: 41517) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift, o.O., 6.Februar 1888.
Artikelbeschreibung:
| Koenig, Franz: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift, o.O., 6.Februar 1888. |
| Göttingen 6.2.1888, 3 Seiten 8°. Doppelblatt. |
| Franz König (1832-1910), Chirurg, Professor in Rostock, Göttingen und Berlin (seit 1895 als Nachfolger Bardelebens an der Charité), führte die Herzmassage bei Herzstillstand in die Chirurgie ein. - Als Direktor der Chirurgischen Universitätsklinik in Göttingen an seinen Kollegen Hagedorn (Werner H. in Magdeburg?), der ihn um die Freistellung eines Assistenten gebeten hatte. "... Es ist eigentlich principiell nicht zuläßig, daß ein Assistent eine Jahresstelle vor der Zeit verläßt. Doch habe ich nach Rücksprache mit Rosenbach B. erlaubt früher auszutreten falls er die Vorarbeiten für den dem Minister zu erstellenden Jahresbericht, soweit es seine Aufgabe ist fertig stellt. Da der Nachfolger schon vorhanden ist so läßt sich weil es Hagedorns Wunsch ist ... von der Bestimmung abgehn ... Rosenbach ist in letzter Stunde ... nicht berufen worden sondern Riedel wird es werden ... Wie es mich für Riedel freut so bedaure ich es sehr für Rosenbach. Er wird bald etwas alt zum Berufen und ich möchte ihm so sehr Selbständigkeit wünschen ... " Bernhard Riedel (1846-1916) war damals Dozent für Chirurgie in Göttingen und wurde in diesem Jahr als Professor und Direktor der chirurgischen Klinik nach Jena berufen; Anton Rosenbach (1842-1923) war Extraordinarius an der chirurgischen Poliklinik in Göttingen. |
| EUR 240.00 (Bestell-Nr: 41602) |
Artikelname: AMs - Laborbuch: Tuberkulose-Laborbuch 1919/20. Laborbuch, (Frankfurt a.M.) 28.6.1919 - 17.9.1920.
Artikelbeschreibung:
| Kolle, Wilhelm: - |
| AMs - Laborbuch: Tuberkulose-Laborbuch 1919/20. Laborbuch, (Frankfurt a.M.) 28.6.1919 - 17.9.1920. |
| 192 Seiten° + 2 eingehängte Blätter. Halbleinenband der Zeit mit handschriftlichem Titel- und Rückenschildchen und eingedruckter Paginierung (vollständig). Einband leicht berieben, Block am Fuß durch Feuchtigkeitseinwirkung leicht wellig. |
| Vermutlich Vorarbeiten zu Kolle's und Schlossberger's Tuberkulosestudien II + III. - Ueber die thierpathogenität des Friedmann'schen so genannten "Schildkrötentuberkelbazillus" und "Ueber die Beeinflussung der experimentellen Meerschweinchentuberkulose durch die Friedmannschen "Schildkrötentuberkelbazillen" (1920). Wilhelm Kolle (1868-1935), Bakteriologe, 1917 Nachfolger Paul Ehrlichs als Direktor des Staatsinstituts für experimentelle Therapie und des Georg-Speyer-Hauses. "Tuberkulose Stämme II". - Labor-Protokolle zahlreicher Reihenuntersuchungen mit unter-schiedlichen Stämmen, Dosen und Darreichungen an Kaninchen, Meerschweinchen und Mäusen, oft mit Sektionsbefunden. Überschriften: "Virulenzprüfung an Meerschweinchen", "Tuberkulinprüfungen", "Nachweis von TB-Bac. im Mäuseorganismus ... Nach verschied. Zeiten getötet, Ausstriche gefärbt nach Gram & Ziehl", "Pathogenitäts-Auswertung von TB 11 / Loefflerkultur vom 16.6.19", "Perkutane Infektion von Meerschweinchen ... Tb 7", "Prüfung auf Tuberkulinempfindlichkeit", "Kalium jodatum an Kaninchen ... Jodspeicherung im Gewebe bei Tuberkulose", "Inhalations-Versuche", "Pathogenität des Stammes Tb.7 / Fallende Mengen", "Gewöhnliche 4% Glycerin-Bouillon in verschiedenen Mengen an Meerschweinchen i.v. und sk.", "Fälle von phlyktäneartigen Erkrankungen (Prof. Igersheimer - Göttingen" (hierzu die beiden eingehängten Blätter), etc. - Es lassen sich mehrere Handschriften deutlich unterscheiden. |
| EUR 600.00 (Bestell-Nr: 37999) |
Artikelname: Eigenhändiger Eintrag mit Unterschrift auf dem gedruckten Programm zur Abschlussfeier 1976 des Keuka College, New York, bei der sie das Grusswort gesprochen hatte.
Artikelbeschreibung:
| Kübler-Ross, Elisabeth: = |
| Eigenhändiger Eintrag mit Unterschrift auf dem gedruckten Programm zur Abschlussfeier 1976 des Keuka College, New York, bei der sie das Grusswort gesprochen hatte. |
| 6 Seiten schmalfolio (Leporello) auf kräftigem Papier, Knickfalten. |
| Elisabeth Kübler-Ross (1926-2004), US-amerikanische Psychiaterin schweizerischer Abkunft, Begründerin der Sterbeforschung. "Mit vill härzliche Gruess / Elisabeth K. Ross". |
| EUR 50.00 (Bestell-Nr: 45138) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Kühne, Wilhelm (Willy) Friedrich: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Heidelberg, 19.VII.1878, 3 Seiten gr.8°, mit gedruckten Initialen. |
| Wilhelm Friedrich Kühne (1837-1900), Physiologe, entdeckte den Sehpurpur, erforschte das Protoplasma und führte den Begriff "Enzym" ein. - An Professor A.G.Dew Smith in Cambridge, mit dem er in regem freundschaftlichem und wissenschaftlichem Verkehr stand. "... Sie haben mir eine Correctur geschickt, die nicht für mich, sondern für Macmillan bestimmt scheint: es ist das Titelblatt und der Index des Fosterschen Journals und lohnt sich wohl kaum zurück geschickt zu werden. Dies und Ihre freundliche Zusendung der Adressen nebst vielen andern Freundlichkeiten giebt mir den angenehmen Anlass Ihnen bestens zu danken ... Mc Kendricks Arbeiten über Retinaströme kenne ich jetzt genauer aber ich habe nicht viel Glauben daran, da sie die Ströme der Muskeln im Auge nicht berücksichtigen. Holmgren war in diesem Punkte vorsichtiger. Das Buch von Ihnen über Cups and Drunks hat mir viel Spass gemacht; wenn ich die Recepte alle probirt haben werde, kann ich mich in die Abtheilung für Deliranten unserer neuen Irrenklinik aufnehmen lassen. Seien Sie ferner für die gedruckten Punsche bedankt, die gesünder sind ..." Erwähnt auch den Physiologen Hugo Kronecker in Bern, von dem er schön länger keine Briefe habe - "Ob er auch beim Congresse" (dem großen, in Berlin stattfindenden Kongreß der europäischen Regierungsvertreter) "zu thun hatte und so geheimnisvoll sein muss? |
| EUR 280.00 (Bestell-Nr: 36746) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Kühne, Wilhelm (Willy) Friedrich: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Heidelberg, 23.VII.1885, 2 2/3 Seiten gr.-8°, mit gedrucktem Briefkopf. |
| Wilhelm Friedrich Kühne (1837-1900), Physiologe, entdeckte den Sehpurpur, erforschte das Protoplasma und führte den Begriff "Enzym" ein. - An Professor A.G. Dew Smith in Cambridge, mit dem er in regem freundschaftlichem und wissenschaftlichem Verkehr stand. Dew Smith plante eine Europa-Reise, und Kühne schlägt ein Treffen "in Aachen oder in Antwerpen" vor. "... Schreiben Sie nur, wenn Sie erst auf dem Continente sind, von irgendwo eine Karte an meine hiesige Adresse, die mich immer erreichen wird, und ein Zusammenkommen wird sich arrangiren lassen. Sie müssten auch [Hugo] Kronecker mal in Bern, wo ich im März war und es sehr angenehm fand, besuchen. Haben Sie im Anfang des Jahres die Instrumente, die ich Ihnen zum Copiren in Platin-Iridium schickte, erhalten? Grüssen Sie herzlich die Freunde in Cambridge ..." |
| EUR 180.00 (Bestell-Nr: 36747) |
Artikelname: ACS - Eigenhändige Postkarte mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Küster, Ernst Georg Ferdinand v.: - |
| ACS - Eigenhändige Postkarte mit Unterschrift. |
| Marburg 20.I. 1905. Leichte Wischspuren. |
| Ernst Georg Ferdinand Küster (1839-1930) - An den praktischen Arzt Dr. Knopf in Frankfurt a.M., der ihm einen Patienten überwiesen hatte. "Sehr geehrter Herr Kollege! Ihren Pat. habe ich gestern operiert; es geht ihm recht befriedigend. Am Montag 9 Uhr mache ich wiederum eine Gaumenplastik u. würde mich sehr freuen Sie dabei zu haben. Mit kolleg. Gruß E. Küster". ""Ernst Georg Ferdinand Küster (1839-1939) studierte in Bonn, Würzburg und Berlin und wurde nach seiner Promotion Schüler und Assistent von Robert Wilms (Berlin-Bethanien). Er habilitierte sich für Chirurgie 1875, wurde 4 Jahre später a.o. Professor und Leitender Arzt des Berliner Augusta-Hospitals mit Lazarett. Dann bekam er 1890 den Ruf als Ordinarius für Chirurgie nach Marburg an der Lahn. 1907 beantragte er im Alter von 68 Jahren und offenbar wegen Anfeindungen von seitens der Fakultät seine Entpflichtung, die ihm gewährt wurde. Durch seine Chefarztstelle am Augusta-Hospital hatte er enge Beziehungen zur Kaiserin FRIEDRICH. Angeblich durch ihren Einfluß soll Küster die Lehrkanzel in Marburg bekommen haben. Es entstanden hieraus Schwierigkeiten mit der Fakultät und dem Kultusministerium, die Anlaß zu Intrigen und Diffamierungen gaben und schließlich dazu führten, daß eine Kommission nach Marburg entsandt wurde. Sowohl der Pathologe Aschoff wie Enderlen wurden befragt. Offenbar haben diese ihm den Rücktritt nahe gelegt, was er ihnen nie verzieh. Küster wird als absolut untadeliger Mann geschildert, der zweifellos gewissen Machenschaften zum Opfer fiel und daraus die Konsequenz zog. Er kehrte nach Berlin zurück." "Wir kennen von ihm ein umfassendes Werk über die Chirurgie der Nieren, der Harnleiter und der Nebennieren... Ferner hat er sich mit dem Pleuraempyem, dem Aneurysma der Aorta und den Hernien viel befaßt. Von ihm stammt die breite Eröffnung des Mastoids unter sekundärer osteoplastischer Deckung, ...(Küstersche Operation). Bekannt ist die Teseus-Küstersche Operation der Kieferhöhle... Ferner hat er sich viel mit der Korrektur der Gaumenspalten abgegeben. Küster wagte als erster die Resektion der Trachea, er riskierte aber auch die Resektion brandiger Darmpartien nach Einklemmungen. Er entwickelte eine Methode der osteoplastischen Exartikulation des Fußgelenks. Bei Vorliegen eines Mammakarzinoms verlangte er kategorisch die Totalausräumung der Achselhöhle. Küster hat die Rippenresektion schon vor dem schwedischen Chirurgen Erlander, die man später zur Thorakoplastik ausgebaut hat, ausgeführt. Er stellte wichtige Grundsätze für die Behandlung des Pleuraempyem auf. Eines seiner Hauptarbeitsgebiete blieb zeitlebens die Nierenchirurgie." "1903 wurde er Vorsitzender der deutschen Gesellschaft für Chirurgie und 1922 ihr Ehrenmitglied." H.Killian, Meister der Chirurgie, p.227. |
| EUR 50.00 (Bestell-Nr: 34833) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Küster, Ernst Georg Ferdinand v.: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Marburg 30.I. 1906. 2 Seiten quer-kl-4°. Briefkarte mit gedrucktem Briefkof. Verso kleinerer Fleck. |
| Ernst Georg Ferdinand Küster (1839-1930), Chirurg - An einen Kollegen, der ihm einen Patienten überwiesen hatte. "Sehr geehrter Herr Kollege! Leider ist der von Ihnen übersandte Patient auch diesmal noch nicht vollständig geheilt, was ich ihm übrigens vorausgesagt habe. Der harte Gaumen ist so steil und das Material für die Brückenlappen war so schmal, daß ich eine vollständige Zusammenziehung nicht wagen, sondern den Gaumen in der Mitte offen ließ. Der Pat. war nun außerdem sehr unverständig, sprach viel gegen die Anordnung u. hat sich auch wider meinen ausgesprochenen Wunsch früher als er sollte entfernt. Trotz der oben erwähnten Vorsichtsmaßregel ist nun der l. Brückenlappen wieder durch eine quere Furche getrennt, wie es schon das erste Mal geschah. Wenn aber die Verwachsung vorn und hinten, wie ich bei seinem Abgange feststellte, erhalten bleibt, so wird die Oeffnung wahrscheinlich sich ganz erheblich verkleinern und dann wird man späterhin den zentralen Defekt durch einen der Wange entnommenen Lappen leicht schließen können. Es würde mir von großem Interesse sein zu hören, was aus dem Manne schließlich wird; bei seiner großen Unbotmäßigkeit wird er freilich jede weitere Behandlung sehr erschweren. Mit kolleg. Gruß Ihr ergebener / E. Küster." |
| EUR 120.00 (Bestell-Nr: 34832) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief an Herrn Dr. med. Walther, Wiesbaden, den 13.IX.1922 mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Köhler, Alban: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief an Herrn Dr. med. Walther, Wiesbaden, den 13.IX.1922 mit Unterschrift. |
| 1 Seite 4°, beigelegt 1 original Abzug der gekrümmten Wirbelsäule 30 x 22 cm, rückseitig eigenhändig datiert 13.IV.(19)22 und dem Stempelabdruck "Prof.Dr.A.Köhler, Spezialarzt für Röntgenologie, Wiesbaden" auf der Rückseite. |
| Alban Köhler (1874-1947) teilt den Befund der Röntgenuntersuchung der Brustwirbelsäule von Frl. Magd. Walter Herrn Dr.med. Walther mit. "Auch während der photogr. Aufnahme ist der Rücken etwas gekrümmt gehalten worden. Aber neben den klinischen Erscheinungen spricht auch die vollkommen gleichmäßige, knicklose Rundung der Wirbelsäule gegen eine Veränderungen an den Knochen selbst. Am Handskelett nichts Besonderes. |
| EUR 240.00 (Bestell-Nr: 35544) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief an Herrn Dr. med. Walther, Wiesbaden, Januar 1925 mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Köhler, Alban: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief an Herrn Dr. med. Walther, Wiesbaden, Januar 1925 mit Unterschrift. |
| 1 Seite Q-8°, beigelegt 1 original Abzug der gekrümmten Wirbelsäule von vorne 30 x 23 cm, rückseitig eigenhändig rückseitig datiert "Januar 1925". |
| Alban Köhler (1874-1947) teilt den Befund seiner Untersuchung mit. "Es dürfte sich um eine Osifications-Störung der Wirbelkörper Epiphysen(Ring)Scheiben handeln. Ursache: zu starke Bl..., A.Köhler" |
| EUR 120.00 (Bestell-Nr: 35545) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Langenbeck, Bernhard R.C.v.: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Berlin 3.3.1874. 1 3/4 Seiten 8°. Winziger Randeinriss. Mit (defektem) Umschlag. |
| Bernhard von Langenbeck (1810-1887), einer der berühmtesten deutschen Chirurgen des 19. Jahrhunderts, verbesserte die Kriegs- und Wiederherstellungschirurgie. - An seinen Freund und Kollegen Karl Wilhelm Ritter von Heine in Prag, dessen Assistenten Dr. Grimm er in seinen "Operationscursus mit Freuden" aufnehme. Ferner bittet er dringend um Teilnahme an dem im April in Berlin stattffindenden 3. Chirurgen-Kongreß. "... Ihre Drohung, zum Congreß nicht zu kommen, hat mich im höchsten Grade erschreckt. Das dürfen Sie uns nicht zu Leide thun! ... Billroth will nach Rom gehen, kommt nicht, und ich fürchte, daß die beiden Hauptstädte Ihres Kaiserreichs" (Wien und Prag) "vielleicht gar nicht vertreten werden. Es sind zwei Vorträge über Transfusion angemeldet, die auch wohl längere Diskussionen veranlassen werden. Ich begreife sehr wohl, daß Sie in Prag noch Vieles einzurichten und zu schaffen haben, um so nöthiger ist es aber auch einmal frische Luft zu schöpfen ..." - Heine war erst kürzlich nach Prag berufen worden zur "Einrichtung einer zweiten chir. Klinik ..., für die er ein Musterinstitut schuf" (Pagel). |
| EUR 400.00 (Bestell-Nr: 40368) |
Artikelname: Einige Bemerkungen über den Gebrauch des Miskroscopes. Wetzlar im März 1867. Optisches Institut von C.Kellner's Nachfolger. Mit eigenhändiger Unterschrift E.Leitz, Eintragung des Systems "7" ...
Artikelbeschreibung:
| Leitz, Ernst: = |
| Einige Bemerkungen über den Gebrauch des Miskroscopes. Wetzlar im März 1867. Optisches Institut von C.Kellner's Nachfolger. Mit eigenhändiger Unterschrift E.Leitz, Eintragung des Systems "7" ... |
| Wetzlar im März 1867, 4°, 2 pp. |
| Extrem seltene Gebrauchsanweisung, wohl aus dem ersten Jahr der Teilhaberschaft von Ernst Leitz, im März 1867 trugen diese Gebrauchsanweisungen noch den Imprint "Optisches Institut von C.Kellner's Nachfolger: Friedr. Belthle." Ernst Leitz (1843-1920) trat 1864 in das von Friedrich Belthle geleitete "Optische Institut" in Wetzlar ein, dessen alleiniger Inhaber er 1869 wurde. Leitz' Kenntnisse in Serienfertigung, die ihm einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz verschafften, sowie die durch die medizinische Forschung steigende Nachfrage nach Mikroskopen förderten den Aufstieg des Unternehmens Leitz. "Carl Kellner (26.03.1826 - 13.05.1855) gründet das Optische Institut in Wetzlar zusammen mit Moritz Hensoldt im Jahre 1849. Das erste Mikroskopokular wird am 22. Dezember 1849 an den Bremer Apotheker Georg Christian Kindt geliefert, schon am 23. Januar 1850 folgt das nächste Okular an diesen Kunden. Das erste Mikroskop wird allerdings erst ein gutes Jahr später, am 9. Mai 1851 nach Genf ausgeliefert. Die Instrumente werden sehr gut angenommen und bis 1854 können 131 Mikroskope verkauft werden. Kellner erkrankt 1854 an Darmtuberkulose, sein nahes Ende ahnend weiht er seinen Cousin und Gehilfen Ludwig Engelbert in alle technischen Feinheiten der Herstellung der Mikroskope ein und überträgt ihm die Leitung der Werkstätte kurz vor seinem Tod. Als im Dezember 1856 jedoch Friedrich Belthle (27.02.1829 - 09.05.1869), ebenfalls ein ehemaliger Gehilfe dieser Werkstatt, die Witwe Kellners heiratet (die bereits im August 1856 außerehelich ein Kind von Belthle zur Welt bringt), scheidet Engelbert aus dem Unternehmen aus. Belthle führt die junge Firma weiter, ab August 1857 mit Heinrich Friedrich Rexroth als Teilhaber. Belthle gelingt es, den Ruf der Firma zu wahren, er bringt selbst aber bis auf die mechanische Optimierung der Instrumente nur geringe Neuerungen hervor. Die Geräte werden in Medizinerkreisen anerkannt, die Firma "Belthle & Rexroth (C. Kellners Nachfolger)" stellt bei der Versammlung deutscher Naturforscher und Ärzte im September 1858 in Karlsruhe Mikroskope aus, die Belthle dort persönlich präsentiert. Zu dieser Zeit werden in den Lohnlisten des Unternehmens unter anderem Ernst Gundlach sowie Wilhelm und Heinrich Seibert geführt. Im Jahre 1861 trennen sich Belthle und Rexroth wieder - im selben Jahr verlegt ihr Glaslieferant Théodore Daguet seine Glashütte von Solothurn nach Freiburg/Schweiz. Ernst Leitz tritt Anfang 1864 in die Werkstätte ein, die zu jenem Zeitpunkt eine Jahresproduktion von ungefähr 70 Mikroskopen verzeichnet und sich nach wie vor in dem von Kellner gekauften Haus "am reformierten Treppchen" befindet. Bereits am 7. Oktober 1865 wird Ernst Leitz Teilhaber des Unternehmens. Unter gemeinsamer Leitung wird am 3. September 1867 das 1000. Mikroskop ausgeliefert." Timo Mappes |
| EUR 1000.00 (Bestell-Nr: 42735) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Lenhossék (Lehossek), Joseph v.: |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| London 17.XI.1857. 2 Seiten. Leicht fleckig, Montagerest auf der leeren vierten Seite. |
| Josef von Lenhossék (1818-1888), ungarischer Anatom, Pionier der Anatomie des Nervensystems. - An einen englischen Kollegen über den Verkauf seiner über Jahre hin zusammengestellten Sammlung neuroanatomischer Präparate an das Hunterian Museum in Glasgow. Da er des Englischen nicht mächtig sei, schreibe in Latein. "... Ignarus vero linguae anglicanae latina uti me coactum sentio ... Collectionem meam systematicam circa systema nervosum centrale, nec non aliam parvam circa plexus nervosos piae matris, - praeparata optima spatio quinquennali mihi obversa continentes, - in manibus cel. D. Prof. Quekett relinquere mihi consultum erat ... Utprimum editio 2da libelli mei 'Ueber das centrale Nervensystem' typum deseret, exemplar unum Tibi submittere in votis mihi est ..." Die Unterschrift lautet "Dr. Josephus a Lenhossék / C. R. Prof. Anatomiae Claudiopoli in Transsilvania (Austria)". Lenhossék war damals Professor in Klausenburg (Siebenbürgen). - Der Histologe John Thomas Quekett (1815-1861), Gründer der Royal Microscopical Society, war damals Assistant Conservator des Hunterian Museum. |
| EUR 280.00 (Bestell-Nr: 45382) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Levi, Ettore: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Forenz 18.IV.1915. 1 1/2 Stein Gr.-4°. Mit gedrucktem Briefkopf. |
| Ettore Levi ( - ), italienischer Neuropathologe, Gründer des Istituto italiano di igiene in Florenz . - An den Neurologen Ludwig Edinger (1855-1918) in Frankfurt a.M., dem er zum 60. Geburtstag gratuliert. "... Es hat mich inniglich gefreut dass in dieser Gelegenheit Sie nach Ihren hohen Verdiensten das Ordinariat erlangt haben. So gerne hätte ich Ihnen zu ehren eben jetzt eine Arbeit gewidmet wäre ich nicht unglücklicherweise das ganze Jahr krank gewesen. Empfangen Sie, Lieber Maestro, die Äuserung meiner stets tiefen Dankbarkeit und treuer Erinnerung ..." Edinger war einer der Gründer der Frankfurter Universität und hatte den ersten Lehrstuhl für Neurologie in Deutschland inne. |
| EUR 60.00 (Bestell-Nr: 38287) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Leyden, Ernst v.: = |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Berlin 5.VII.1877. 1 2/3 Seiten 8°. Gedruckter Briefkopf. Kleiner Fleck am Rand. |
| Ernst von Leyden (1832-1910), einer der großen Mediziner seiner Zeit, befasste sich vor allem mit der Erforschung der Krankheiten des Nervensystems. - An einen Kollegen, der ihm Gehirn- und Rückenmarkpräparate zur Untersuchung gesandt hatte. "... ist es mir gewiß äußerst angenehm, die Präparate von Krankheitsfällen, die so lange u. genau beobachtet sind, zur Untersuchung zu erhalten. Ob in diesem speziellen Falle das Resultat der Untersuchung ein ganz besimmtes sein wird, ist mir noch zweifelhaft, da das Präparat bereits ziemlich stark in Folge der Hitze u. des Transportes gelitten hatte. Insbesondere das Gehirn war schon stark zersetzt ... Ihre Arbeiten u. Vorträge über Lungentuberkulose verfolge ich mit großem Interesse, da ich selbst mich seit Jahr u. Tag eingehender mit Untersuchungen nach dieser Richtung hin beschäftige ..." Ein Jahr zuvor war Leyden als Nachfolger Traube zum Leiter der II. Medizinischen Klinik ernannt worden. - "Leyden hat auf vielen Gebieten der inneren Medizin Bahnbrechendes geleistet. und galt unbestritten als bedeutendster Internist seiner Epoche" NDB XVI, 428. |
| EUR 280.00 (Bestell-Nr: 44265) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Liepmann, Hugo: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Berlin 12.IV.1915. 4 Seiten Gr.8°. Mit gedrucktem Briefkopf. |
| Hugo Liepmann (1863-1925), Nervenarzt, bedeutender Aphasieforscher. - An den Neurologen Ludwig Edinger (1855-1918) in Frankfurt a.M., dem er zum 60. Geburtstag gratuliert. "... Ich hatte fest vor, mich heut Abend auf die Bahn zu setzen und morgen früh in Frankfurt Ihnen persönlich meine Glückwünsche ... darzubringen. Aber meine Situation als noch ziemlich frischer Direktor einer Mammuthanstalt zusammen mit der Lage Lage der Zeit haben einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die verschiedensten Nöte: Ärzte-, Pfleger-, Beköstigungsnot und ... die Ankunft einer größeren Zahl russischer Gefangener, welche wir zur Bestellung unserer großen Anstaltslandwirtschaft requiriert haben - fordern gebieterisch meine Anwesenheit ... Ich denke so gern der schönen Zeit, die ich im Senckenberg'schen Institut verbracht habe, nicht nur wegen der Kenntnise, die ich da erworben habe, sondern, weil sie mir die persönliche Beziehung zu Ihnen bescherte, die nun schon 2 Jahrzehnte zu genießen mir vergönnt war. Seit Sie den nicht sehr geschickten Schüler lehrten, das Goldfischgehirn mit Golgi zu imprägnieren ..., seit er seine ersten gehirnanatomischen Kenntnisse mit weitern vergleichend-anatom. und physiolog. Gesichtspunkten aus ... Edinger's Vorlesungen erwarb, ist dieser selbe Edinger immer für ihn eine lebendige Quelle der Belehrung und gedanklichen Anregung geblieben! ..." Edinger war einer der Gründer der Frankfurter Universität und hatte den ersten Lehrstuhl für Neurologie in Deutschland inne. |
| EUR 280.00 (Bestell-Nr: 38288) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Lilienthal, Karl von: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Heidelberg 24.II.1925 (Jahreszahl unsicher). 2 ó Seiten 4°. Minimale Rand- und Faltenschäden. |
| Karl von Lilienthal, (1853-1927), Strafrechtler; einer der bedeutendsten Verteter der sog. modernen Schule - An "Sehr verehrter Herr Kollege" (d.i. der Psychiater Gustav Aschaffenburg , 1866-1944, Direktor der psychiatrischen und Nerven-Klinik Köln-Lindenthal und seit 1904 Herausgeber der Monatsschrift für Kriminalpsychologie und Strafrechtsreform), dem er - während einer Tagung in Heidelberg - einen Beitrag für dessen Zeitschrift zugesagt hatte. "... Dass Sie jetzt wenig juristische Anlehnung finden tut mir sehr leid. Es ist auch sachlich sehr bedauerlich, denn Psychiater und Kriminalist sollten Hand in Hand gehen. Es ist nun einmal mit der Isolierung des Strafrechts kaum etwas praktisch zu erreichen. ... Die Arbeit ist schwierig und - was Sie wohl an meiner Schrift sehen - mühsam wegen meiner schauderhaft schlechten Augen. Ich kann mit derselben Brille mit der ich schreibe nicht lesen und so muss ich selbst manchmal lachen, wenn ... die Brille dann regelmässig auf und ab fliegt. Aber bis Ende März werde ich wohl fertig ... auf schnelles Erscheinen muss man ja heute besonderen Wert legen - wann eine neue gesetzgeberische Leistung erfolgt kann ja niemand wissen ..." |
| EUR 75.00 (Bestell-Nr: 34880) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Lorinser, Friedrich Wilhelm: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Wien 27.II.1884, 3 Seiten 8°. Mit großer L-Initiale in Gold- und Rotdruck. Nadellöcher am Kopf, leichte Wischspuren |
| Friedrich Wilhelm, Lorinser - Chirurg, 1817-1895 - An eine Dame, die ihn gebeten hatte, eine Untersuchung ihres Trinkwassers vornehmen zu lassen. "Hochgeehrte Frau! Ich theile Ihnen hier das Resultat der chemischen Untersuchung des mir überschickten Trinkwassers mit, welche Untersuchung H(err) Primararzt Dr Lütke zu machen die Güte gehabt hat. Aus dieser Analyse geht hervor, daß das Wasser zwar Spuren von Schwefelsäure und Salpetersäure, jedoch keine organischen (in Zersetzung begriffene) Substanzen enthält. Die Schwefel- u. Salpetersäure dürfte daher nur von anorganischen im Boden befindlichen Mineralien herrühren, und wahrscheinlich an Kalk oder Magnesia gebunden seyn. Daher ist dieses Wasser jedenfalls viel besser als das aus dem Garten des Schlosses, hat jedoch noch keinen Anspruch auf die Bezeichnung: gutes Trinkwasser, wenn es auch als Trinkwasser überhaupt zulässig ist. Ich würde empfehlen, das zum Trinken bestimte Wasser in einem größeren gläsernen Gefäße holen zu lassen, in dasselbe eine kleine Menge doppelt kohlensaure Soda zu geben (etwa auf 1 Liter Wasser 1/2 Kaffeelöffel voll - abgestrichen) und nach kurzem Umrühren etwa 1/4 - 1/2 Stunde lang stehen zu lassen; es wird sich dann am Boden des Gefäßes wahrscheinlich ein weißliches Sediment bilden. Um dieses zu entfernen, muß das Wasser behutsam abgegossen werden. Indem ich mich Ihnen und meiner theuren kleinen Patientin bestens empfehle bleibe ich in steter Bereitwilligkeit Ihr ganz ergebenster Dr. Lorinser Betreibt der H(err) Bürgermeister, bei dem Sie das Wasser holen lassen - irgend ein Geschäft oder Gewerbe, wodurch der Boden verunreinigt werden könnte?" Beiliegend ein eigenhändiges Rezept Lorinsers mit Unterschrift, Wien 16..1889; mit mehreren Apotheken-Stempeln. |
| EUR 120.00 (Bestell-Nr: 34822) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Ludwig, Carl Friedrich Wilhelm: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| (Leipzig), Liebigstr. 16, 25. V. 1890, 2 pp. 8°. |
| Wohl an den Maler Ludwig Kraus in Berlin über seinen Bruder, den Maler Heinrich Ludwig, der im Auftrage des Kultusministeriums an einem Werk über die "Technik der Ölmalerei" arbeitete. "... Da mein Bruder als Maler seine Laufbahn - darf ich sagen - verfehlt? - hat, so kann man es ihm gönnen wenn er nach so vielen Stunden eifriger Arbeit und eben so vielen der Enttäuschung endlich ein Ergebnis gewinnt an dem er sich freuen darf. Viele schwere Stunden habe ich an das Schicksal meines Bruders denkend erlebt u. darum werden Sie begreifen wie sehr ich Ihrem freundlichen Urtheil dankbar bin .." Eine ausführliche Schilderung des Talentes und des Erfindungreichtumes von Heinrich Ludwig (1829-1897) findent wir in der dreiseitigen Biographie in der ADB Bd. 52, pp.120-123. |
| EUR 320.00 (Bestell-Nr: 33991) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Ludwig, Christian Friedrich: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Leipzig 10.I.1808. 1 S. gr.-folio auf einem Doppelblatt. Schwach gebräunt. |
| Christian Friedrich Ludwig (1751-1823), Mediziner, Mitbegründer der geologisch-paläontologischen Sammlung der Leipziger Universität. - Als Rektor der Universität an die Dekane der Fakultäten wegen der Einrichtung eines Lehrstuhls für Geburtshilfe. "... Einem Communicate ... zu Folge, welches mir der Herr Hofrath D. Platner hat einhändigen laßen, verabsäume ich nicht, solches sogleich zur Kenntniß ... zu bringen und je wohlthätiger die beabsichtigte Anstellung eines Lehrers der Geburtshülfe unsrem Orte und je rühmlicher dieser neue Lehrstuhl unsrer Universität nun gar zu gewiß seyn wird, um desto mehr verbinde ich mit den Vorstellungen meiner Fakultaet meine Bitten und sehe mit desto größerer Theilnahme Dero collegialischen Genehmigungen und Beschlüßen entgegen ..." Auf der Rückseite eigenhändige Voten mit Unterschrift mehrerer Professoren, darunter der Dekan der medizinischen Fakultät, Johann Christian Rosenmüller ("Ich halte die Anstellung eines Lehrers der Geburtshülfe für sehr nützlich und nöthig"), der Theologe Karl August Gottlieb Keil ("Auch ich trete den Wünschen ... sehr gerne bey"), der Dekan der philosophischen Fakultät, Johann Georg Eck ("Wenn alles gehörig zubereitet und ins Reine gebracht ist daß der Lehrer seinen Gehalt sicher beziehen kann, so ist die Anstellung desselben je eher je lieber zu wünschen") und der Historiker Friedrich August Wenck ("Ich trete des H. Decans voto bey"). Auf der dritten Seite ein eigenhändiger Briefentwurf mit Unterschrift Ludwigs an den Physiologen Ernst Platner (1744-1818) in derselben Angelegenheit. 1810 wurde der Lehrstuhl für Geburtshilfe eingerichtet und mit Johann Christian Gottfried Jörg (1779-1856) besetzt. |
| EUR 350.00 (Bestell-Nr: 42819) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Majocchi, Domenico: |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Bologna 5.VI.1914. 1 Seite gr.8°. Blau gedruckter Briefkopf, Mit frankiertem Umschlag. |
| Domenico Majocchi (1849-1929), bedeutender italienischer Dermatologe, auch Medizinhistoriker, beschrieb u.a. das nach ihm benannte Syndrom (purpura annularis telangiectodes). - An den Historiker Lino Sighinolfi in Bologna, dem er für die Überlassung eines alten Briefes von medizinhistorischem Wert ("lettera d'Isabella Molino") dankt. "... Essa è molto importante per l'epoca, nella quale fu scritto, e soprattutto, perché ci offre un documento storico d'interesse dermatologico per la medicina popolare ." Beiliegend ein gedrucktes Einladungsschreiben, Bologna 1.III.1920: Die Majocchi im Jahr 1915 zugedachte Ehrung anläßlich seines 35-jährigen Amtsjubiläums, die infolge des Weltkriegs ("per le luttuose vicende della guerra mondiale") unterblieben war, solle nun im Rahmen des Kongresses der Società Italiana di Dermatologia e Sifilografia stattfinden. |
| EUR 140.00 (Bestell-Nr: 44115) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Martin, Alfred: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Bad Nauheim 29.XII.1934. 4 Seiten gr.-8°. Gedruckter Briefkopf. |
| Alfred Martin (1874- ), Internist, Neurologe, Balneologe - Ausführlicher Brief an (den Pathologen Geheimrat Beneke in Marburg) über die erfolgreiche Behandlung von Ekzemen mit Kleie. "... in Zürich hatten wir ein Kleiepräparat von der Maggimühle, das ins Bad geworfen wurde u. ausgezeichnet ... wirkte ... Mandelkleie, die teuer ist, braucht man nicht zu kochen, tut sie in einem Gazesäckchen ins Bad, kann auch die Stellen betupfen ..." - Erwähnt mehrere Kollegen und deren akademische Stationen sowie seine Arbeit über die Geschichte des Badewesens - "Wenn ich bis zur Saison meinen ganzen Kram fertig habe, werde ich mich einige Zeit von der Historie beurlauben ..." |
| EUR 80.00 (Bestell-Nr: 34889) |
Artikelname: ALS - Eigenhändige Postkarte mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Martin, Rudolf: |
| ALS - Eigenhändige Postkarte mit Unterschrift. |
| Pasing 27.XI.1916. Gelocht. |
| Rudolf Martin (1864-1925), Schweizer Anthropologe, erster Lehrstuhlinhaber für das Fach Anthropologie an der Universität Zürich, bedeutend als Kodifizierer morphometrischer Verfahren, mit seinem mehrfach aufgelegten Lehrbuch prägte er das Fach für Generationen von Studenten. - An den Anthropologen, Forschungsreisenden und Pionier auf dem Gebiet der wissenschaftlichen Film- und Tondokumentation Rudolf Pöch (1870-1921) in Wien. "... Für Petermann schrieb ich im Sommer ein Referat über Ihren I. Bericht, im Herbst bekam ich es zurück; ich möchte auch den II. Bericht beifügen. Das tat ich im September; nun kommt gestern das Manuskript schon wieder mit der Bitte, ich solle auch den III Bericht, den er 'in meinen Händen hoffe', noch dazu besprechen. Ist denn ein III. Bericht erschienen? Wenn ja, bitte ich um einen Abzug. Schön wird ein so angeflicktes Referat auf die Dauer natürlich nicht ..." - Mit Stempel "beantwortet". Gemeint sind die beiden Berichte Pöchs über phonographischen Aufnahmen in Indien und Neu-Guinea, die 1905 und 1907 erschienen waren. |
| EUR 120.00 (Bestell-Nr: 45130) |
Artikelname: LS - Maschinenschriftlicher Brief (Durchschlag) mit eigenhändiger Unterschrift (Bleistift).
Artikelbeschreibung:
| Mayer, August: = |
| LS - Maschinenschriftlicher Brief (Durchschlag) mit eigenhändiger Unterschrift (Bleistift). |
| Tübingen 21 XII.1949,. 3 1/2 Seten Folio. Gedruckter Briefkopf. Leicht gebräunt (Nachkriegspapier). |
| August Mayer (1876-1968), Gynäkologe, einer der Väter der psychosomatischen Gynäkologie, 1917-1949 Direktor der Universitäts-Frauenklinik Tübingen. - An den Internisten Carl Korth in Erlangen bei Übersendung des Sonderdrucks seines Aufsatzes "Ist die Schwangerschaftsunterbrechung wegen Lungentuberkulose heute noch berechtigt?" In dem Brief weist Mayer darauf hin, dass Karl Menge sich "seit über 30 Jahren gegen die Schwangerschaftsunterbrechung wegen Lungentuberkulose gewendet" habe; er selbst sei "auf der Kreuznacher Tagung 1935 den Tuberkuloseärzten scharf gegenübergetreten" und habe bei der Tagung der Tuberkuloseärzte im September 1949 "die herrschende Lehre direkt als 'Irrlehre' bezeichnet". Nach einer Darstellung der neueren Fachdiskussion fordert Mayer: "... Die Vertreter der Schulmedizin, die ja für die unter den Ärzten herrschende Meinung verantwortlich sind, müssen die Ärzte umerziehen und ihnen sagen, dass die bisher von Generation zu Generation fortgeschleppte Meinung eine Irrlehre ist. Auf diesem Gebiet erwächst natürlich den internistischen Ordinarien eine besonders wichtige Aufgabe ..." Der erwähnte Sonderdruck aus der Deutschen Medizinischen Rundschau, Jg. 3 (1949), H. 41 liegt bei. |
| EUR 60.00 (Bestell-Nr: 44113) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Mendel, Kurt: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Chauny 11.IV.1915. 1 Seite Gr.-8°. Minimale Randläsuren. |
| Kurt Mendel (1874-19), Neurologe. - An den Neurologen Ludwig Edinger (1855-1918) in Frankfurt a.M., dem er zum 60. Geburtstag gratuliert. "... Ich hoffe, dass Ihnen die Edinger-Festnummer des Neurologischen Centralblatts, die Prof. Rothmann so liebenswürdig war zusammenzustellen, einige Freude macht. Ich hätte mich sicherlich persönlich an derselben beteiligt, wenn ich nicht fern von der Heimat festgehalten wäre ..." Edinger war einer der Gründer der Frankfurter Universität und hatte den ersten Lehrstuhl für Neurologie in Deutschland inne. |
| EUR 120.00 (Bestell-Nr: 38289) |
Artikelname: LS - Brief mit eigener Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Mitra, Subodh: = |
| LS - Brief mit eigener Unterschrift. |
| Kalkutta 13.VI.1960. 1 Seite gr.-4°. Mit gedrucktem Briefkopf. Kleine Randläsuren. |
| Subodh Mitra (1886-1961), indischer Gynäkologe, Pionier der Krebstherapie in Indien, gründete 1950 das Chittaranjan Cancer Hospital. - An den Gynäkologen Heinrich Martius (1885-1965) in Göttingen, dem er seine Teilnahme am Deutschen Gynäkologenkongress in München ankündigt. "... I thank you very much for taking interest in the German translation of my monograph on Cancer of the Cervix ." - Mit einem Vermerk sowie Anstreichungen von Martius. |
| EUR 60.00 (Bestell-Nr: 46711) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Mitscherlich, Eilhard: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Berlin 27.XII. 1824, 28.III. und 29.IV.1825. 4 Seiten gr.°, in kleiner Schrift eng beschrieben. |
| Eilhard Mitscherlich (1794-1863), Chemiker, Entdecker des Isomorphismus. - Bedeutender, zweimal nach Unterbrechungen wieder aufgenommener Brief an einen Kollegen in Edinburgh (Sir David Brewster ?), u.a. über seine Untersuchungen des Schwefels (dessen Modifikationen er entdeckte) und seine Versuche zur Kupferschmelze und der Geschützgießerei. Erwähnt werden neben Anderen Arago, Berzelius, A. v. Humboldt, Magnus, Rose und Th. Thomson. Im Jahre 1824 besuchte er Humprey Davy, Faraday, Wollaston, and Dalton in England, wo er einige Fabriken besuchte. Der Brief beginnt mit einer Reminiszenz an seinen Aufenthalt in Edinburgh im Jahre 1824. "Me voilà dans un grand embarrase en vous adressant, mon bon ami, ma premiere lettre après notre voyage ; je desire si vivement de me soutenir dans votre amitié, dans la bonne opinion, que vous avez eue de moi, que je ne sais pas en effet, comment je peux vous exprimer assez, combien je suis sensible pour tout ce que vous avez fait pour moi pendant notre voyage et notre séjour à Edinbourg ..." Nach einer Schilderung seiner beschwerlichen Rückreise (Lüttich, Kassel und Göttingen werden als Reisestationen erwähnt) kommt er auf seine Vorschungsvorhaben zu sprechen: "Je viens de terminer les analyses des sulfures, dont je vous ai parlé; et je serai bientôt en état de publier le mémoire que vous vouliez bien prendre sous votre protection amicale. Je commencerai après l'analyse des fontes, ce travail, auquel j'ai été forcé par le Ministre de la Guerre m'était au commencement très désagréable, mais j'en suis maintenant très content; on m'a donné des echantillons des canons que l'on a essayé par des tirages; on a fait des canons avec de la fonte, provenant des charbons de bois et de cooks; des essais preliminaires m'ont donné dans toutes les fontes, provenant des cooks und quantité moindre de carbone et une quantité considérable de silicium; qui n'existe pas du tout ou seulement en petite quantité dans la fonte provenant des charbons de bois; j'ai en même tems analysé le fine-métal qui, d'après mes essais preliminaires contient encore un peu plus de carbon, que la fonte employée, mais ne contient plus de silicium ..." Nach einer dreimonatigen, durch sein rheumatisches Leiden verursachten Unterbrechnung nimmt er den Brief wieder auf mit der Nachricht, dass Berzelius seinen Besuch für den Sommer angekündigt habe; wie es um die Pläne einer gemeinsamen Schlesien-Reise stehe, könne er noch nicht sagen. "... Nous venons de recevoir des nouvelles de Mr. Berzelius, je ne sais pas, presqu'à quel point notre voyage projecté en Silesie s'executera, mai il parait très certain, que Mr. Berzelius viendra nous voir au commencement d'Aout. Mr. Hisinger et le comte de Wachtmeister, le même, qui a fait des recherches des grénats ... l'accompagneront ... je desirerai bien vivement de vous voir ici pendant la présence de Mr. Berzelius; il pourrait contribuer à vous dedommager un peu des fatigues d'un grand voyage ... Ma santé est entièrement retablie, même mon mal de nerfs a considerablement diminué; mon humeur triste cependant ne me quitte pas; il a été surtout très-nourri pendant les dernieres mois, dans les quels des travaux très desagréables m'ont empêcher de toute recherche scientifique, que j'ai pu maintenant recommencer. J'ai bâti un assez grand fourneau à flammes, dans lequel je peux fondre deux quintaux de cuivre à la fois; j'ai fait le pont avec des trous, de manière que je peux regler l'oxidation et la desoxidation à volonté, je l'ai mis dans mon laboratoire, où il n'occupe que fort peu de place ... Mr. Magnus a fini son travail sur les pyrophores; il a trouvé que tous les corps, qui ont une affinité assez grande pour l'oxigène ... s'enflamment exposés à l'air, p.e. la poudre de fer ... on obtient les corps dans un tel état en reduirant les oxides des metaux, qui ne se fondent qu'à une haute température à une température peu élevée ; il a trouvé à cette occasion, que le fer est completement reduit par l'hydrogène à une température qui n'est plus haute, que 00°." Am 29.IV.1825 nimmt Mitscherlich den Brief wieder auf, erneut mit Nachrichten von Berzelius, der nun doch nicht nach Deutschland komme, weshalb er nun eigene Reisepläne habe. "... je me propose de faire un voyage sur le Rhin, et d'aller même presqu'à Liege; mon but est, d'etudier les etablissements metallurgiques ... je passerai quelques tems à Liège et à Stolberg et dans les environs d'Elberfeld; Mr. Rose, le mineralogiste, m'accompagnera peutêtre pour voir les anciens Volcans du Rhin. Je partirai le 1er Sept. ..." - Der Brief schließt mit der - wiederholten - Ankündigung eines Pakets mit Proben und Geräten. |
| EUR 1680.00 (Bestell-Nr: 38280) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Mohl, Hugo v.: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Tübingen 15 VI.1865. 1/2 Seite gr.-8°. Alte Signatur in Rötel. |
| Hugo von Mohl (1805-1872), Botaniker. - (An den Antiquar Lempertz in Bonn.) "Euer Wohlgeboren / übersende ich in der Anlage einen Wechsel auf 290 Thl. 10 Gr. für die Bücher aus der Treviranus'schen Bibliothek, welche Sie für mich ersteigert haben ..." Der aus Bremen stammende Botaniker Ludolf Christian Treviranus (1779-1864) hatte bereits die von Mohl ausgebildete Theorie vom Dickenwachstum der Zellwände angedeutet; nach seinem Tod wurde seine Bibliothek durch Lempertz versteigert. |
| EUR 200.00 (Bestell-Nr: 39830) |
Artikelname: ALS = Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Moleschott, Jacob: = |
| ALS = Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Rom 14.XI.1885. 1 Seite gr.-8°. |
| Jakob Moleschott (1822-1893), niederländischer Physiologe, neben Ludwig Büchner und Carl Vogt Hauptvertreter des "naturwissenschaftlichen Materialismus", seit 1879 Professor in Rom. - An einen Kollegen mit einer Einladung. "Lieber, verehrter Herr College, Wollen Sie, mit Ihrer lieben Frau Gemahlin, morgen, Sonntag, 15 d[ieses] M[onats], Abends gegen halb 9 eine Tasse Thee mit uns vorlieb nehmen? Ihre bejahende Antwort wird meine Frau erfreuen und Ihren / freundschaftlich ergebenen / Jac. Moleschott". |
| EUR 85.00 (Bestell-Nr: 45987) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Moll, Albert: = |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Ragusa (Dalmatien) 17.IV.1909. 1 2/3 Seiten gr.8°. Auf Briefpapier des Grand Hôtel Impérial in Ragusa, mit Ansicht des Hotels am Kopf. Kleine Randeinrisse. |
| Albert Moll (1862-1939), Arzt und Psychiater, einer der Begründer der modernen Sexualwissenschaft. - An seine Sekretärin mit der Bitte, die nötigen Schritte wegen einer gegen ihn eingereichten Klage einzuleiten. "... Ich lese soeben, Herr Senator habe gegen Herrn Friedemann und mich eine Privatklage anstrengen lassen ... Die Privatklage wird dem Beklagten - in diesem Falle also mir - zugestellt mit einer Frist zur Beantwortung. Da nun durch meine Reise die Frist möglicherweise nicht eingehalten werden kann, bitte ich Sie, wenn die Klage eingeht, folgendes zu tun: 1) Sofort zu Herrn R.A. Marwitz bezw. Justizrat Sello zu gehen mit der Bitte, die Antwort selbst dem Gericht zu übersenden. 2) eine genaue Abschrift einschl. Aktenzeichen zu machen und mir sofort zuzusenden ..." In die erst kurze Zeit zurückliegende Harden-Eulenburg-Affäre, den größten politischen Skandal des Kaiserreichs, hatte Moll mit einem umstrittenen Gutachten eingegriffen. Beiliegend eine eigenhändige Eintragung Molls in einem Gästebuch (Naumburg 1922; ausgeschnitten). ex Riemschneider 33 |
| EUR 160.00 (Bestell-Nr: 44240) |
Artikelname: ALS - Brief mit eigenhändiger Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Morton, Leslie Thomas: |
| ALS - Brief mit eigenhändiger Unterschrift. |
| Pinner, Middlesex 14.XI.1987. 1 Seite folio. Mit frankierter Adresse. Faltbrief ("Aerogramme"). Minimal fleckig, kleiner Faltenriss. |
| Leslie Thomas Morton (1907-2004), englischer Bibliothekar, Verfasser wichtiger Werke zur medizinischen Bibliographie, darunter das zuerst 1943 erschienene Standardwerk "A Medical Bibliography". - An das befreundete Buchhändlerehepaar Ralph und Johanna Grimes in Brinklow, Maryland über Ehrungen anlässlich seines 80. Geburtstages und den Verkauf der Rechte an seiner "Bibliography" an den Medizin-Antiquar Jeremy Norman in San Francisco. "... The Bibliography has gone to Jeremy Norman. I tried to pass it on to the Wellcome, who did not want it, and then to NLM, who could not do so because they have no copyright protection. Then Jeremy Norman made an offer to buy the copyright and this was accepted. I feel that at my age and out-of-date condition I cannot contemplate another edition. But it is nice to know that one of the useful guides for medical booksellers is to carry on ." Bei Jeremy Norman erschien die 5. Ausgabe des Standardwerks 1991 unter dem Titel "Morton's Medical Bibliography". - Der Brief ist mitunterschrieben von Mortons Frau Bertha geb. Shrosbree. |
| EUR 60.00 (Bestell-Nr: 47136) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Müller, Friedrich Max: |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| London 20.IV.1884. 1 S. 8°. Mit Trauerrand. Adressblatt an der oberen linken Ecke angeheftet. |
| Friedrich Max Müller (1823-1900), deutsch-englischer Philologe, einer der Begründer der Sanskrit-Forschung. - An Paul Nerrlich in Berlin, der ihn nach Briefen von Arnold Ruge (für seine 1886 erschienene Ausgabe "Briefwechsel und Tagebuchblätter aus den Jahren 1825-1880" ) gefragt hatte. "... Wenn ich Briefe von Ruge habe, so sind sie in Oxford, und ich will nach meiner Rückkehr suchen lassen. Es sind höchstens zwei oder drei. Ich habe durchaus nichts gegen den Abdruck meines Briefes einzuwenden, ganz so wie er ist ..." |
| EUR 100.00 (Bestell-Nr: 45386) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Müller, Friedrich Max: |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Oxford 28.VIII.1871. 2 Seiten 8°. Mit geprägtem Briefkopf "Parks End / Oxford", mit Trauerrand. |
| Friedrich Max Müller (1823-1900), deutsch-englischer Philologe, einer der Begründer der Sanskrit-Forschung. - An einen Herrn ("den Bruder eines alten Universitätsfreundes"), der ihn wohl zu Vorträgen in Deutschland eingeladen hatte. "... meine Verpflichtungen in diesem Jahre machen es mir unmöglich darauf einzugehn. Überhaupt ist meine Zeit von Oktober bis April hier sehr in Anspruch genommen, und es würde mir schwer sein mich auf längere Zeit von hier zu entfernen, doch möchte ich den Gedanken auch nicht ganz aufgeben in der von Ihnen angedeuteten Weise einmal in meinem Vaterlande thätig zu sein ..." |
| EUR 180.00 (Bestell-Nr: 45384) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Müller, Friedrich Max: |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Oxford 4.IX.1877. 1 1/2 Seiten 8°. Mit geprägtem Briefkopf "Parks End / Oxford", mit Trauerrand. |
| Friedrich Max Müller (1823-1900), deutsch-englischer Philologe, einer der Begründer der Sanskrit-Forschung. - An eine Dame in Deutschland (Antonie Oeffner), die die Biographie des englischen Geistlichen und Schriftstellers Charles Kingsley (1819-1875), eines bedeutenden Vertreters des "Christian Socialism", ins Deutsche übersetzen wollte. "... Ich freue mich zu hören, daß Sie den Muth haben Kingsley's Leben zu übersetzen. Ich selbst wagte nicht, eine Übersetzung ins Deutsche zu befürworten, da so Vieles darin nur für England verständlich und bedeutend ist. Doch ich mag mich täuschen. Erwähnen wollte ich nur, daß die Wittwe bereits seit einiger Zeit eine abgekürzte Ausgabe beendigt hat ... Wäre es nicht gut auf diesen Auszug zu warten, oder, noch besser, einen Auszug für das deutsche Publikum zu machen? ..." |
| EUR 180.00 (Bestell-Nr: 45385) |
Artikelname: LS - Brief mit eigenhändiger Unterschrift "Fr. Müller".
Artikelbeschreibung:
| Müller, Friedrich v.: - |
| LS - Brief mit eigenhändiger Unterschrift "Fr. Müller". |
| München 5.12.1906. 3/4 Seiten gr. 4°. Kleiner Randeinriß. |
| Friedrich Müller (1907 Ritter von) (1858-1941), bedeutender Internist, der als Diagnostiker Weltruf genoß ("Müller-Zeichen") - An einen Herrn, dem er zur Geburt eines Kindes gratuliert. "... Mit aufrichtiger und grösster Freude habe ich aus Ihrer Ankündigung ersehen, dass die Geburt glücklich verlaufen ist, und dass Ihnen und Ihrer verehrten Frau Gemahlin ein kräftiges Kind geschenkt worden ist. Empfangen Sie meine besten Glückwünsche und zugleich den Ausdruck der Hoffnung, dass auch künftighin alles gut verlaufen werde, und dass Sie und Ihre Frau viel Freude an Ihrem Kind erleben möchten ..." |
| EUR 65.00 (Bestell-Nr: 34873) |
Artikelname: ALS - 3 eigenhändige Briefe mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Münchmeyer, Ernst:= |
| ALS - 3 eigenhändige Briefe mit Unterschrift. |
| Lüneburg 4 .IX bis 26.XII.1824. 5 S. 4°. 2 Briefe mit Siegel und Adresse. Leicht gebräunt, kleine Randläsuren (Mäusefraß, ohne Beinträchtigung des Textes), ein Brief etwas feuchtfleckig. |
| Ernst Münchmeyer ( 1778 Mellinghausen - 1851 Lüneburg), Mediziner, Stadtarzt zu Lüneburg. - An den Oberbergkommissar Dumeuil in Wunstorf, der ihm zugesagt hatte, "die hiesige Soole einer Analyse zu unterwerfen". Münchmeser bittet, außerdem auch das Lüneburger Trinkwasser zu untersuchen. 3.IX.1824. "... Es liegt mir ... sehr daran behuf einer medicinisch-topographischen Beschreibung der Stadt Lüneburg, welche ich bearbeite, eine etwas genaue Kunde von den Bestandtheilen der hiesigen Trinkwaßer um so mehr zu besitzen, da man verschiedene hier endemische Uebel, namentlich durchweg schlechte Zähne, dem Genuße des hiesigen Waßers zuschreibt. ... Es dürfte ... vieleicht nicht nothwendig sein, die Bestandtheile ganz genau quantitativ auszumitteln, wenn nur das qualitative Verhältniß einleuchtete, ohngefähr so, wie in Formey Beschreibung von Berlin. Unser H. Backhaus ist leider jetzt etwas zu unthätig, als daß ich diese Gefälligkeit von ihm erwarten dürfte ..." 25.XI.1824. "... Bei den Trinkwaßern habe ich zu bemerken: das Waßer aus der Raths- und Abtskunst kommt beides aus der Ilmenau und wird sich wohl gleich sein. Das Waßer aus dem Kranken Hinrich kommt aus einer etwas entlegenen Quelle, paßirt aber in seinem Laufe sehr nahe den Schildstein und wird deshalb wohl Kochsalz enthalten. Der Schierbrunnen ist ein ofner Teich, der durch mehre Quellen unterhalten wird. Die sämtlichen Brunnen in der Stadt werden wohl Kochsalz und mehre andere Salze enthalten - das Lüner Waßer wird für das beste und reinste Trinkwaßer gehalten. Ob die Mineralquelle vor dem Lüner Thore diesen Namen mit Recht verdient, bin ich neugierig zu erfahren. Einer meiner Vorgänger behauptet schon vor mehr als 100 Jahren von ihr, daß sie ein recht alkalisches Salz, eine subtile und eröfnende Eisenerde und einen recht subtilen und eröfnenden Mineral spiritum in sich enthalte ..." 26.XII.1824. "... Sollte ew. Wohlgeboren bei der Lüneburger Soole etwas Bemerkenswerthes finden, so ersuche ich es ganz nach Ihrer Convenienz zu benutzen ..." |
| EUR 320.00 (Bestell-Nr: 45223) |
Artikelname: ALS - 3 Autographen.
Artikelbeschreibung:
| Noorden, Carl Harko v.: - |
| ALS - 3 Autographen. |
| Carl Harko von Noorden (1858-1944), Internist; arbeitete über Stoffwechselkrankheiten, bes. die Zuckerkrankheit, und entwickelte zahlreiche Diätschemata - 1)Eigenhändiges Schriftstück mit Unterschrift. Wien 8.1.1907. 2/3 Seiten quer-gr.-8°. Mit gedrucktem Briefkopf. Entschuldigungsscheiben für seinen Sohn Hans: "Hans konnte heute wegen einer Entzündung am Fuße die Schule nicht besuchen / Noorden". 2)Eigenhändiges Schriftstück mit Unterschrift. Ohne Ort (wahrscheinlich Wien) 19.10.1908. 1 Seite quer-kl.-8° (Briefkarte). Mit gedrucktem Briefkopf. Ärztliches Attest: "Frau Pauline Mosheimer leidet an ausgesprochenen chronisch-rheumatischen Beschwerden. Das Klima von Frankenmarkt wirkt auf sie direct schädlich. Günstigeres, trockeneres Klima ist nötig. / Prof. v. Noorden". 3)Maschinenschriftlicher Brief mit eigenhändiger Unterschrift. Frankfurt a.M. 30.4.1914. 1 Seite gr.-4°. Mit gedrucktem Briefkopf. An die Redaktion des "Wiener Tagblatts": "Von befreundeter Seite werde ich darauf aufmerksam gemacht, dass in Ihrem geschätzten Blatte in voriger Woche die Mitteilung gestanden hat, dass ich und mein Freund Sanitätsrat Dr. Lampé die Absicht hätten in Karlsbad und in Cairo ein Sanatorium zu eröffnen. Ich bitte Sie diese Nachricht auf das bestimmteste zu dementieren, da kein Wort davon wahr ist. Da wie es scheint die mich betreffende Legendenbildung betreffs Sanatoriumsgründungen immer noch nicht zur Ruhe kommt, möchte ich Sie bitten in Zukunft, falls irgendwelche derartigen oder ähnliche Mitteilungen an Sie gelangen, vorerst bei mir anzufragen, ob dieselben auf Wahrheit beruhen oder nicht. Falls es sich etwa um Sanatoriumsangelegenheiten handelt, können Sie dieselben von vornherein dementieren, da mir nichts ferner als ein solcher Gedanke liegt. Hochachtungsvollst / Noorden". Der Brief ist von dem zuständigen Redakteur mit Bleistift für den Abdruck bearbeitet und betitelt "(Ein Brief des Professors Noorden)". Der erste Absatz wird fast wörtlich übernommen, der zweite ist gestrichen und in einem Satz zusammengefasst ("Prof. Noorden teilt schließlich mit, dass ihm nichts ferner liegt als der Gedanke, Sanatorien zu gründen"); Grußformel und Unterschrift sind ebenfalls durchgestrichen. Noorden hatte 1906-13 in Wien gewirkt und war dann an die Frankfurter Universität gewechselt. |
| EUR 240.00 (Bestell-Nr: 34874) |
Artikelname: Bibliotheca Osleriana. Three Post Cards with verso dedication of W.W. Francis.
Artikelbeschreibung:
| Osler, William: - Francis, W.W.: |
| Bibliotheca Osleriana. Three Post Cards with verso dedication of W.W. Francis. |
| Photogelatine Engraving & Co., Ottowa, (o.D.) , 7.VII.(19)38. |
| ""I am Osler's Nephew and Librarian" W.W. Francis at the Helm of the Osler Library he relationship of Sir William Osler to his "nephew" (really second cousin) and godson William Willoughby Francis has been chronicled in a number of publications; Francis' outstanding achievement as editor of the Bibliotheca Osleriana has also been well and thoroughly studied. What has attracted rather less attention, is Francis' career as "Osler's Librarian". To be sure, numerous students and visitors to the Library have recorded reminiscences of their public contacts with Francis; but there is also an "inner history" to his administration, hidden in the Library's archives. The theme of this inner history is Francis' determination to maintain the Library as Osler knew it, as a monument to the man himself." Osler Library Newsletter, No.80, October 1995. |
| EUR 75.00 (Bestell-Nr: 36877) |
Artikelname: TLS - 2 maschinenschriftliche Briefe mit eigenhändiger Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Ostertag, Berthold: |
| TLS - 2 maschinenschriftliche Briefe mit eigenhändiger Unterschrift. |
| 2 maschinenschriftliche Briefe mit eigenhändiger Unterschrift, der zweite mit einer eigenh. Korrektur. Berlin 19. und 23.XI.1936. Zusammen 2 1/2 Seiten folio. Gedruckter Briefkopf. Minimal fleckig, winzige Randeinrisse. |
| Berthold Ostertag (1895-1975) -"Am Pathologischen Institut erschien Dr. Berthold Ostertag - bis dahin Leiter der Prosektur am Krankenhaus Berlin-Buch - in SA-Uniform im Dienstzimmer seines jüdischen Kollegen und Corpsbruder Prof. Rudolf Jaffé und warf ihn persönlich hinaus*. Ostertag wurde kurz darauf Leiter des Pathologischen Instituts am Rudolf-Virchow-Krankenhaus, wo er während der Euthanasieaktionen in der kinderpsychiatrischen Klinik am Wiesengrund die Sektionen an den getöteten Kindern leitete and an diesen erbbiologische Forschungen betrieb. Nach dem Krieg wurde Ostertag Leiter des Instituts für Hirnforschung der Universität Tübingen." Christian Ploss, in Bleker & Jachertz, p.105 An einen Kollegen (Geheimrat Rudolf Beneke (1861-1941) ) über die nicht-traumatische Genese von Gliomen. 19.XI.1936: "... Unter der wirklich sehr grossen Zahl von Blastomen der Schädelhöhle, die ich ... seit dem Jahre 1926 systematisch gesammelt und untersucht habe, habe ich bisher nur in 2 Fällen von Durablastomen Anhaltspunkte mit hinreichend grosser Wahrscheinlichkeit für die traumatische Genese feststellen können. Bei den Gliomen ist es mir niemals gelungen ..." 23.XI.1936: "... Gerade die exacte neurologische Anamnese hat mich in meiner anatomisch-pathologischen Auffassung vollauf bestärkt. Allerdings erleben wir bei den nicht von Fachärzten erhobenen Anamnesen grobe Fehler und es gibt kaum einen Fall in dem nicht irgend ein Trauma nachher eine Rolle spielt. Es steht für mich ausser Zweifel, dass die Annahme der traumatischen Entstehung so vieler Gliome auf wenig kritische, klinische Anamnese zurückgeführt ist ..." Johanna Bleker & Norbert Jachertz (Hrsg.) Medizin im "Dritten Reich" (2.Aufl); *Rudolf Jaffé, Erlebte Geschichte , unveröffentlichte Lebenserinnerungen, Privatarchiv Ilse Goldschmidt Jaffé. Persönliche Mitteilung von Elsbeth Freund, Berlin, 12.7.1983; Berlin Document Center, Akte Berthold Ostertag; siehe Jürgen Peiffer, Hirnforschung im Zwielicht: Beispiele verführbarer Wissenschaft aus der Zeit des Nationalsozialismus Julius Hallervorden - H.-J. Scherer - Berthold Ostertag; NDB 19, p.621 Nicht in Alma Kreuter, Deutschsprachige Neurologen und Psychiater (!) |
| EUR 80.00 (Bestell-Nr: 34892) |
Artikelname: Als - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Pfaff, Christoph Heinrich: = |
| Als - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Kiel 17.IV.1824. 3 Seiten gr.-8°. |
| Christoph Heinrich Pfaff (1772-1852), Mediziner und Chemiker, praktizierte als einer der ersten Ärzte in Deutschland die Pockenimpfung. - An seinen Verleger (F.C.W. Vogel, den Inhaber der Crusiusschen Buchhandlung), dem er Manuskript zum 7. Band seines seit 1808 erscheinenden Werkes "System der Materia medica nach chemischen Principien" sendet. "Hiebey, theuerster Gönner und Freund, der Rest des Manuscriptes des neuen Textes nebst Vorwort und Inhalts Anzeige. Das Register habe ich noch zurückgehalten, weil ich noch eine Lieferung von Aushängebogen abwarten wollte, um dieselben noch mit in das Register aufnehmen zu können. Übrigens bin ich ganz mit Ihnen einverstanden, daß die Registrirung der noch fehlenden Aushängebogen sehr gut in Leipzig vorgenommen werden kann ..." - Es folgen nähere Angaben zur Einrichtung des Registers. |
| EUR 200.00 (Bestell-Nr: 42842) |
Artikelname: Manuskript eines deutschen Mediziners, sign. "S."
Artikelbeschreibung:
| Pinel, Philippe: - |
| Manuskript eines deutschen Mediziners, sign. "S." |
| Anfang des 19.Jahrhunderts (1801?). 2 Seiten folio, halbrüchig beschrieben. Konzeptpapier. |
| Philippe Pinel (1745-1826), französischer Psychiater, verdient um die Ausbildung der Psychiatrie zur Wissenschaft, als deren Begründer er gelten kann. - Kommentar eines deutschen Mediziners zu einer kritischen Rezension eines Pinelschen Werkes in deutscher Übersetzung, vermutlich die 1801 erschienene "Philosophisch-medicinische Abhandlung über Geistesverwirrungen oder Manie". "Seite 99 u. 100 / Hier tadelt der Rezensent den wakern Rinel daß er Wahnsinn Melancholie u. Wahnwiz nicht als Krankheitsformen dreyer verschiedener Seelen Vermögen bestimmt getrennt habe und doch kommen oft in einem und demselben Subjekte alle dreye nur als Stuffen, mithin von einem u. demselben materiellen Ursächlichen, häufig vor. Ich sahe beym Grafen v. M..z und dem Amtm[ann] Diesterweg u. mehreren von hypochondrisch materiellem Ursächlichen erst Melancholie, dann rasenden Wahnsinn u. endlich stillen ruhigen Wahnwiz folgen. Die Heilmethode bliebe der Ursache, nicht der Form angemeßen, wie billig. Was soll dem ächt beobachtenden Arzte solches spitzfindiges gehaltloses Distinguiren? Die Seele[,] eine uns unbekannte Einheit dem Wesen nach - ein dynamisches X - mag in ihren Erscheinungen organisch beobachtet, nicht aber isolirt ergründet werden ..." |
| EUR 80.00 (Bestell-Nr: 44114) |
Artikelname: AN - Eigenhändige Vorlesungsankündigung.
Artikelbeschreibung:
| Poggendorff, Johann Christoff: - |
| AN - Eigenhändige Vorlesungsankündigung. |
| O.O. (Berlin) u. J., Quer-8°. |
| Johann Christoff Poggendorf (1796-1877) war seit 1834 Professor an der Universität Berlin. "Allgemeine Geschichte der Physik von Newton bis auf unsere Zeit. Poggendorf Mittwochs und Sonnabends von 12-1 Uhr öffentlich." |
| EUR 120.00 (Bestell-Nr: 34882) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Preyer, Thierry Wilhelm: = |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Jena 18.IX, 1880. 3 Seiten kl.-8°. |
| William Thierry Preyer (1841-1897), englischer Physiologe, erster Ordinarius für Physiologie an der Universität Jena, der Begründer der embryonalen Physiologie und der Kinderpsychologie. - An einen Professor (Eduard Engel,1823-1895, Professor für Gesang an der Berliner Hochschule für Musik, der über Schwingungen beim Harmonium arbeitete). "... Sie schreiben, dass es Ihnen nur am Montag ... möglich sein würde noch einmal nach Jena zu kommen. Das trifft sich nun freilich schlecht für akustische Beobachtungen und Experimente, denn im Laboratorium werden neue Öfen gesetzt, was soviel Staub verursacht hat, dass die Instrumente nicht aufgestellt werden können ..." Engels Schrift "Das mathematische Harmonium" erschien ein Jahr später. |
| EUR 140.00 (Bestell-Nr: 45200) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Preyer, Thierry Wilhelm: = |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Jena 20.XII.1880. 2 1/2 Seiten 8°. |
| William Thierry Preyer (1841-1897), englischer Physiologe, erster Ordinarius für Physiologie an der Universität Jena, der Begründer der embryonalen Physiologie und der Kinderpsychologie. - An einen Professor (Eduard Engel,1823-1895, Professor für Gesang an der Berliner Hochschule für Musik, der über Schwingungen beim Harmonium arbeitete). "... Was ich ... von Ihren neuesten Mittheilungen über das mathem. Harmonium kennen gelernt habe ist mir so interessant und hat in jeder Beziehung ... so sehr meinen Beifall, dass ich Ihnen sogleich schreiben muss ... Ich möchte Sie bitten einen Verleger ... zu bestimmen, eine Separat-Ausgabe in ein paar hundert Exemplaren zu veranstalten und an Physiologen und Physiker zu versenden - Ich stelle eine Menge von Adressen zur Verfügung -, sonst ist Gefahr vorhanden, dass Ihre Arbeit nicht da bekannt wird, wo sie bekannt werden muss. Ich habe mich ungemein gefreut, dass Sie eine ähnliche mühsame Rechnung durchgeführt haben wie die, mit welcher ich vor einigen Jahren - Vgl. Grenzen der Tonwahrnehmung 1877. S. 60-61: Die 'physiologische' Temperatur - selbst angefangen hatte, die ich aber abbrach, weil ich nur den rein physiologischen Theil der Untersuchungen für reif ansah. Sie gehen muthig weiter und ich bin überzeugt, dass Sie Freude an Ihrer Arbeit erleben werden. Erst freilich muss sie bekannt sein ..." Engels Schrift "Das mathematische Harmonium" erschien ein Jahr später. |
| EUR 280.00 (Bestell-Nr: 45380) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Quatrefages de Bréau, Jean Armand de:- |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Paris 31.I.1884. 2 1/2 pp. gr.-8°. |
| Jean Louis Armand de, Quatrefrages de Bréau (1810-1892), französischer Naturforscher, An den Ornithologen Gustav von Hayek, der ihn zum ersten internationalen ornithologischen Kongress nach Wien eingeladen hatte. "... Bien que ne m'étant jamais occupé spécialement d'Ornithologie, j'aurais été heureux d'assister au Congrès que vous allez consacrer à cette branche des Sciences Naturelles. L'histoire des Oiseaux touche à bien des questions générales qui m'ont intéressé de tout temps ... Malheureusement l'époque du Congrès coincide avec celle de mon cours au Museum ..." |
| EUR 120.00 (Bestell-Nr: 33973) |
Artikelname: Als - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Rayer, Pierre Francois Olive: - |
| Als - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| (Paris) 21.I.1822. 2 Seiten 4°. Mit Oblatensiegel und Adresse. Winziges Loch durch Tintenfraß. |
| Pierre François Olive Rayer (1793-1867), französischer Mediziner, einer der Begründer der modernen Uronephrologie, beschrieb die endokrine Fettsucht und führte die Harnanalyse in die Diagnostik der Nierenkrankheiten ein. - An seinen Kollegen François Delessert über einen gemeinsamen Patienten, einen älteren Herrn ("Mr. Cabout notre malade de la rue Mazarine"). "... Sa santé est rétablie: il ne lui reste plus que la foiblesse ordinaire à son âge, (il a atteint la 81ème année), et les étourdissements fréquents, après les coups de sang, chez les Viellards, n'éprouvera-t-il pas de nouvelles attaques? je le crains: à son âge, elles se succident rapidement. J'ai indiqué le régime le plus convenable pour les prévenir ou plutôt pour les éloigner. En cas d'accident, il a mon adresse ... " |
| EUR 340.00 (Bestell-Nr: 42843) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Reichenbach, August Gottfried: |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Dresden 19.XI.1865, Gr.4°, 2 3/4 Seiten. In der Bugfalte gebrochen, Randläsuren. |
| An einen sächsischen Geheimrat "... Gewiß immer von dem besten Willen erfüllt, zu Förderung der Zwecke der ökonomischen Gesellschaft im Königreich Sachsen beitragen zu wollen, muß der Unterzeichnete leider bedauern für diesen Winter zu einem Vortrage sich nun nicht mehr erbieten zu können, da über seine Zeit in der Weise disponirt ist, daß ihm zu Ausarbeitung eines wissenschaftlichen, die geehrten Mitglieder der Gesellschaft einigermaßen interessirenden Vortrages, die Muße zur nothwendigen Vergleichung der etwa schon vorhandenen Literatur und deren Prüfung, nicht mehr vergönnt ist ..." - Am Kopf Empfangsvermerk. |
| EUR 140.00 (Bestell-Nr: 43888) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Reitter, Hans: = |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Fulda 20.XII.1967. 1 Seite quer-gr.-8°. Mit gedrucktem Briefkopf. |
| Hans Reitter (1919-2002), Chirurg, Professor an der Universität Düsseldorf, langjähriger Leiter des Klinikums Fulda. - An den Gynäkologen Hanns Belohradsky in Fulda, bei Übersendung einer Schrift für dessen Sohn, der sich der Kinderchirurgie widmen wollte. Am Unterrand ein Vermerk von fremder Hand. |
| EUR 30.00 (Bestell-Nr: 46708) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Retzius, Gustav Magnus: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Stockholm 19.IX.1915. 3 2/3 Seiten 8°. Ränder schwach gebräunt. |
| Gustaf Magnus Retzius (1842-1919), schwedischer Anatom und Anthropologe, arbeitete über das Nervensystem des Menschen. - An den Neurologen Ludwig Edinger (1855-1918) in Frankfurt a.M., dem er "für eine grosse Sendung von Schriften und Abhandlungen von Deiner Hand" dankt, aus denen er "viele interessante Belehrung bekommen" habe. "... Die deutschen Forscher sind ja sehr bewunderungswürdig. Sie vermögen noch in dieser furchtbaren Periode, in diesem kolossalen Weltkriege noch in ihrer Wissenschaft fleissig zu arbeiten. Wir Schweden, welche bisher von dem Kriege direkt noch verschont sind, leiden doch indirekt davon so viel, dass unsere Arbeitslust sehr gelähmt und geschwächt wird. Wir bewundern aber in hohem Grade die Deutsche Nation und ihre grossen Feldherren und Siege. Die gebildeten Klassen in unserem Lande sympathisieren ja aus vollem Herzen mit unseren Deutschen Gebrüdern. Nur die liberalen und radikalen Parteien sowie vor allen die sozialistische Arbeiterpartei, die von ihren argen Führern irregeleitet worden ist, sympathisieren mit den Russen und Engländern ... Unsere jetzige Regierung, die sehr geschickt und politisch moderat ist, muss das Land 'neutral' halten, jedenfalls bis auf weiteres. Möge Deutschland und das grosse Deutsche Volk immerfort, in treuer Verbindung mit den Alliierten, siegreich zum glücklichen Abschluss des furchtbaren, kolossalen Krieges hervordringen können! ..." Beiliegend ein Brief seiner Witwe Anna geb. von Hierta, Stockholm 27.IX.1921 an eine eine "Frau Geheimrath", den 19. Band von Retzius' "Biologischen Untersuchungen" betreffend (2 Seiten gr.°, kleine Randeinrisse). |
| EUR 220.00 (Bestell-Nr: 38283) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Retzius, Gustav Magnus: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Stockholm 24.IV.1915. 4 Seiten 8°. Mit gedruckten Initialen am Kopf. Minimal fleckig. |
| Gustaf Magnus Retzius (1842-1919), schwedischer Anatom und Anthropologe, arbeitete über das Nervensystem des Menschen. - An den Neurologen Ludwig Edinger (1855-1918) in Frankfurt a.M., "den grossen Meister der Neurologischen Forschung", dem er zum 60. Geburtstag gratuliert. "... Es freut mich und meine Frau sehr zu erfahren, dass Sie ... trotz der hässlichen Kriegsverhältnisse in unserer Welt und aller damit zusammenhängenden Lügen und Verläumdungen, noch immer an einer Versöhnung der Nationen glauben ... Es freut mich auch aus Ihrem Briefe zu ersehen, dass Sie immerfort eine 'alltägliche Flucht in die Ruhe und den Ernst der Laboratoriumsarbeit' vornehmen und die Ruhe darin finden. Hoffentlich haben Sie dort auch eine Armee von 'wehrpflichtigen' wissenschaftlichen Schülern zu erziehen, welche an Ihrem Jubiläumtag am 13. die Fahne der Neurologischen Forschung entwickeln und hoch tragen konnten, und für ihren so geliebten Lehrer und General ein gewaltiges 'Es lebe hoch unser Anführer Ludwig Edinger' ausriefen ... Und es war ja schon längst eine grosse, dafür berechnete Festschrift geplant. Und so kam der Krieg, der furchtbare, verwüstende Krieg dazwischen und zerstörte die schöne Feier. Die Gedanken aller huldigenden gingen aber an diesem Tage nach dem Neurologischen Institute in Frankfur, mit den besten Wünschen und dem herzlichsten Dank für Alles, was der hochverehrte Schöpfer desselben für unsere geliebte Wissenschaft getan und geleistet hat. ... Mit Interesse las ich ... im Neurolog. Centralblatt die Huldigung Dr. Rothmann's, und ich hoffe bald auch andere solche lesen zu können. Aus der Hand Ihres trefflichen Schülers Ariens Kappers erwarten wir ja eine biographische Darstellung ..." Edinger war einer der Gründer der Frankfurter Universität und hatte den ersten Lehrstuhl für Neurologie in Deutschland inne. |
| EUR 280.00 (Bestell-Nr: 38282) |
Artikelname: ADS - Eigenhändiges Schriftstück mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Ricord, Philippe: - |
| ADS - Eigenhändiges Schriftstück mit Unterschrift. |
| (Paris) 12.V.1855. 1 pp. gr.- 8°. Mit geprägten Initialen in Kartusche am Kopf. Kleiner Randeinriss, am Unterrand ein alter Sammlervermerk (Bleistift). |
| Philippe Ricord (1800-1889), französischer Chirurg und Syphilodologe; Leibarzt des Prinzen Napoleon und konsult. Chirurg Kaiser Napoleons III - Rezept: "tous les jours 24 Capsules de Cubèbe ..." - Mit dem Stempel der Apotheke von C. Favrot in Paris. Cubeben "wirken kräftig erregend und werden ... besonders gegen Schleimflüsse der Geschlechtsorgane angewandt" (Brockhaus, 14.Aufl. 1908). |
| EUR 120.00 (Bestell-Nr: 34843) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Rollett, Alexander: = |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Graz 9.XI.1891. 3 2/3 S. gr.-8°. Oberrand leicht eingrissen. |
| Alexander Rollett (1834-1903), österreichischer Physiologe und Histologe. - An einen Kollegen, der ihn um Auskünfte über seinen ehemaligen Assistenten Dr. Laker gebeten hatte. "... Ich kenne ihn als einen außergewönlich unterrichteten und geschickten Mann und seine Arbeiten geben für diese meine Beurtheilung ein vollwichtiges Zeugniß. So lange er bei mir Assistent war und von der Zeit bis heute, hat er sich mir gegenüber immer in sehr höflicher, dienstwilliger und freundlicher Weise betragen. Dagegen höre ich von vielen anderen Seiten Vorwürfe der schlimmsten Art erheben, und ich kann nicht sagen, daß es mir erlaubt wäre an der Wahrheitsliebe derer zu zweifeln, welche solche Vorwürfe erheben. Andererseits kann ich aber über die Art dieser Beschuldigungen auch gar nichts sagen ..., weil kein einziges Faktum, welches Gegenstand jener Vorwürfe ist mit juridischer Begründung festgestellt erscheint. So lange man aber nur in der Lage ist Dinge mit der Phrase: Man sagt! Man hört! vorzubringen, muß man ... lieber darüber schweigen ..." Erwähnt die "Helmholtzfeier in Berlin", an der er als Vertreter der Grazer medizinischen Fakultät teilgenommen habe. |
| EUR 220.00 (Bestell-Nr: 45136) |
Artikelname: AD - Eigenhändiges Manuskript.
Artikelbeschreibung:
| Rust, Johann Nepomuk: - |
| AD - Eigenhändiges Manuskript. |
| Ohne Ort und Datum, 3 1/2 Seiten, Kl.4°, Doppelbaltt. Halbspaltig beschriebener medizinischer Aufsatz. |
| Johann Nepomuk Rust (1775-1840), einer der angesehensten Chirurgen seiner Zeit, Leiter der Charité, Generalstabsarzt der preußischen Armee. Doppelblatt aus einer Arbeit über Brustamputation, mit einigen Streichungen und Einschaltungen. "... Findet man daß die Drüse mit dem Armgeflechte so innig verwachsen ist, daß dieselbe ohne Gefahr dieses zu verletzen nicht vollständig exstirpirt werden kann, so läßt man die Drüse vom Gehülfen stark hervorziehen und bindet um ihren tiefsten Theil ein gewächstes Fadenbändchen fest und der gelöste Theil der Drüse wird hierauf vor der Ligatur abgeschnitten, der Rest aber der Absonderung durch Eiterung überlassen. Varianten 1) v. Zellenberg und Kern verrichteten die Amputation der Brust ohne vorherige Trennung der allgemeinen Bedeckungen, gleichsam in einem Akte, indem sie mittelst eines kleinen Amputations Messers durch 2 halbkreisförmige rund um die Basis der Brust geführte Schnitte Haut und Drüse gleichzeitig zu trennen suchen und sich auf diese Art den ältern Operationsmethoden nähern, nach welchen die kranke Brust mittelst verschiedener Vorrichtungen vom Torax abgezogen und durch einen entweder von oben nach unten (Scultet) oder von unten nach oben (Heister) oder kreisförmig (Solingen) geführten Schnitt abgesetzt wird. Bei dieser Verfahrungsweise kömmt man aber leicht in Gefahr vieles wegzuschneiden was füglich hätte sitzen bleiben können oder sitzen zu lassen, was sich durch die mehr unblutige Lösung der Brustdrüse viel sicherer und genauer entfernen läßt ..." R>Es folgt die Beschreibung der Operationsweise "v Hoorne ... nach Arce's Methode" und des Verfahrens bei "gleichzeitig zu exstirpirender Achseldrüse". |
| EUR 480.00 (Bestell-Nr: 39877) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Römer, Johann Jacob: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Zürich 15.VI.1805. 1/2 Seite. Mit schönem Gemmensiegel und Adresse. Kleiner Ausschnitt am Unterrand zur Öffnung des Siegels. |
| Johann Jacob Römer (1763-1819), schweizer Mediziner, Entomologe und Botaniker; Direktor des botanischen Gartens in Zürich. - An den Botaniker Karl Friedrich von Gärtner (1772-1850), den Sohn Joseph Gärtners, in Calw. "Ohngeachtet ich seit Jahr und Tag keine Antwort auf zwey von mir an Ew. Wohlgeb. nach Ihrer Rückkunft von Paris geschriebene Briefe erhalten habe, so wage ich es dennoch, mich noch einmal an Sie zu wenden, und zwahr mit der Frage, ob Sie mir ein Exemplar des ersten und zweyten, u. vier Exemplare des dritten Bandes des Werkes de fructibus & seminib[us] pl[antarum] wollten verabfolgen laßen, und um welchen Preiß? ..." - Gemeint ist das große botanische Werk Joseph Gärtners, das von seinem Sohn fortgesetzt wurde. Darunter Gärtners eigenhändiger Vermerk "d. 1. Jul. beantwortet". |
| EUR 240.00 (Bestell-Nr: 42846) |
Artikelname: ALS - An Kölliker gerichteter eigenhändiger Brief mit Unterschrift des englischen Anatomen Alfred Sanders.
Artikelbeschreibung:
| Sanders, Alfred: - |
| ALS - An Kölliker gerichteter eigenhändiger Brief mit Unterschrift des englischen Anatomen Alfred Sanders. |
| Caterham Valley, Surrey 2.X.1894. 2 Seiten 8. Mit gedrucktem Briefkopf. schmaler Lichtrand. |
| Albert von Kölliker (1817-1905), Schweizer Anatom und Physiologe, Gründer der Physikalisch-Medizinischen Gesellschaft. Sanders gibt in dem Brief korrigierende Hinweise zu Köllikers "Handbuch der Gewebelehre des Menschen", Mauthnersche Zellen betreffend: "In reading your esteemed work ... I find on p 171 . of the 2nd volume a reference to the Mauthner fibres of Protopterus annecteus & also those of Ceratodus Forsteri; may I be permitted to remark that already in 1889 I published a paper on the nervous system of the latter species in which these fibres were described . On p 169 I find it stated that Mauthner's fibres are wanting in Mormyrus; some years ago I went up the Nile & procured several specimens of these fishes & found in their spinal cord, two fibres of a larger size than the remaining fibres, corresponding in position to that occupied by the Mauthner's fibres of Teleostei, which appeared to me to be the fibres in question ." Alfrd Saunders, M.R.C.S., F.L.S., late Lecturer on Comparative Anatomy at the London Hospital Medical College ist bekannt durch seine "Contributions to the anatomy of the central nervous system in vertebrate animals. 1879-87". |
| EUR 120.00 (Bestell-Nr: 41520) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Schaffer, Karl: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Budapest 7.IV.1915. 3 Seiten kl.-4°. Mit gedrucktem Briefkopf. |
| Károly Schaffer (1864-1939), ungarischer Neuropathologe. - An den Neurologen Ludwig Edinger (1855-1918) in Frankfurt a.M., dem er zum 60. Geburtstag gratuliert. "... Ich muß da auf meine Studienzeit zurückgreifen ... Damals wandte sich der unbekannte Student aus Budapest in der Frage des Faserverlaufs der fibr. arc. ant. bulbi an den berühmten Verfasser der 1 Vorlesungen und bekam eine so freundliche und aufklärende Antwort ..., daß in drei Jahren darauf der inzwischen junge Doctor in Frankfurt Edinger aufsuchte und an seiner Seite Inspiration zur weiteren Arbeit schöpfte ... Heute, wo ich selbst zu den Aelteren zähle, ist es mir so recht deutlich, was Sie hochverehrter Freund vermöge Ihrer Persönlichkeit und Tätigkeit für die Wissenschaft bedeuten ... möge der Hirnanatomie und Pathologie die überaus fruchtbare und hochbedeutsame Förderung seitens Edinger noch recht lange erhalten bleiben! ..." Edinger war einer der Gründer der Frankfurter Universität und hatte den ersten Lehrstuhl für Neurologie in Deutschland inne. |
| EUR 240.00 (Bestell-Nr: 38284) |
Artikelname: Ms - Handschrift - Allgemeine Botanik (Ausarbeitung) /Prof. Dr. Schenk/ Heinrich Völker".
Artikelbeschreibung:
| Schenck, Johann Heinrich Rudolf: - |
| Ms - Handschrift - Allgemeine Botanik (Ausarbeitung) /Prof. Dr. Schenk/ Heinrich Völker". |
| (Darmstadt 1905/06.), Titel + 238 Seiten, 4° (5 pp. vacant, 2 Bll. lose eingelegt). |
| Johann Heinrich Rudolf Schenck (1860-1927, Botaniker; Direktor des botanischen Gartens in Darmstadt, mit Georg Karsten Herausgeber der "Vegetationsbilder" - "Allgemeine Botanik (Ausarbeitung) / Prof. Dr. Schenk / Heinrich Völker". - Ausgearbeitete studentische Mitschrift von Schencks Vorlesung aus dem Wintersemester 1905/06, durchgängig mit zahlreichen, teils kolorierten Zeichnungen illustriert. - Saubere und klare Reinschrift auf verschiedenen Papierqualitäten. Dem Beschnitt im Zuge der Bindung fiel offenbar die (auf Seite 1 wiederholte) Datierung am Fuß des Titels zum Opfer, weitere Beeinträchtigungen sind nicht erkennbar. |
| EUR 120.00 (Bestell-Nr: 34877) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Schick, Béla (Bela): - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| New York 27.XI.1857. 3/4 Seiten kl.-4°. Gedruckter Briefkopf. Klammerabdruck am Kopf |
| Béla Schick (1877-1967), amerikanischer Pädiater ungarischer Herkunft, Erfinder des nach ihm benannten Tests zur Diagnose der Diphtherie, prägte den medizinischen Begriff der Allergie. - An Mr. Mindel, Mitarbeiter eines Radiosenders (Morrie Mindel von KLIP?), der den 80jährigen Mediziner im Rahmen einer Sendung gefeiert hatte. "... I was just preparing a letter to you and the other excellent artists who contributed so much to the outstanding success of the evening of November 20th. I and everybody else present particularly also Mrs Schick were enthusiastic and delighted by your wonderful performance. With great pleasure I give you the permission to repeat the performance on the Radio ." |
| EUR 250.00 (Bestell-Nr: 39836) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Schick, Béla (Bela): - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| New York ohne Datum (Ende 1957). 2/3 Seitenn kl.-4°. Gedruckter Briefkopf. Klammerabdruck am Kopf. |
| Béla Schick (1877-1967), amerikanischer Pädiater ungarischer Herkunft, Erfnder des nach ihm benannten Tests zur Diagnose der Diphtherie, prägte den medizinischen Begriff der Allergie. - An Mr. Mindel, Mitarbeiter eines Radiosenders (Morrie Mindel von KLIP?), der den 80jährigen Mediziner im Rahmen einer Sendung gefeiert hatte. "... I do not think that the artistic freedom which you applied changed the fine performance, even if the details are somewhat changed. I wrote that I personally do not call retirement age foolish. I am in favor of it . The hospital should make arrangement . that the retired member may continue some interesting research work. Thank you for working so hard and successfully at the script ." |
| EUR 230.00 (Bestell-Nr: 39837) |
Artikelname: TLS - Konvolut von 3 maschinenschriftlichen Briefen mit eigenhändigen Korrekturen und Unterschrift. Beilagen.
Artikelbeschreibung:
| Schmidt, Wilhelm Joseph: - |
| TLS - Konvolut von 3 maschinenschriftlichen Briefen mit eigenhändigen Korrekturen und Unterschrift. Beilagen. |
| Gießen 12.VI. bis 19.IX.1956, Seiten DIN-A5; dazu eigenhändige Notizen (8 pp.), Manuskript eines Referats (1 pp. Folio), 1 Photographie, 1 Druck sowie 3 Umschläge und 1 Antwortbrief (Durchschrift). |
| Wilhelm Josef Schmidt (1884-1974), Zoologe, arbeitete vor allem auf dem Gebiet der vergleichenden Histologie (polarisationsoptische Untersuchungen). - An den wissenschaftlichen Mitarbeiter der Leitzwerke Wetzlar C.H. Claussen, den er um fachlichen Rat bittet. "... Darf man die Abbildung eines doppelbrechenden Objektes zwischen gekreuzten Polars im Mikroskop (auch) als geometrisch (also nicht nach Abbe'scher Art) betrachten? ... Die Beantwortung dieser Frage interessiert mich aus folgendem Grunde: Stellt man im Polarisationsmikroskop eine in Luft befindliche Pleurosigmaschale mit der Länge parallel zur Schwingungsrichtung des Polarisators und fokussiert das bekannte Sechseckbild, schaltet dann den Analysator ein ..., so treten die Schlitze (oder Bildäquivalente davon) hervor, die bisher nur elektronenmikroskopisch beobachtet werden konnten ... Ich lege ein Photo bei ..." (12.VI.1956). Die späteren Briefe ebenfalls fachlichen Inhalts; das Referat: "K.F.A. Ross, Measurement of the refractive index of cytoplasmic inclusions in living cells by the interference microscope" (1955). |
| EUR 70.00 (Bestell-Nr: 38291) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Schultze, Ernst: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Göttingen 11.IV.1915. 4 Seilen Kl.4°. Mit gedrucktem Breiefkopf. |
| Ernst Schultze (1865-1938 ), Psychiater und Neurologe, Gutachter im Haarmann-Prozess. - An den Neurologen Ludwig Edinger (1855-1918) in Frankfurt a.M., dem er zum 60. Geburtstag gratuliert. "... Ich kann Ihnen nur sagen, dass ich noch recht viel und oft mit grosser Dankbarkeit an die Frankfurter Zeit zurückdenke, die ich bei Ihnen und Weigert mit seinem sonnigen, unversieglichen Humor verleben durfte. Von der reichen und mannigfachen Anregung, die mir dort ... vor allem von Ihnen zu teil wurde, zehre ich heute noch ... Ich habe mich inzwischen hier gut eingelebt. Freilich ist die Last der Arbeit recht gross, zumal zur jetzigen Zeit. Vorübergehend hatte ich von meinen 12 Assistenten nur 1 ... Sehr leicht war es mir nicht, in diesem Winter in dem Lehrbuche von Binswanger-Siemerling das Kapitel der toxischen Psychosen, der Epilepsie und Hysterie zu schreiben ... Das Krankenmaterial ist recht gross und ungemein vielseitig; dasselbe gilt auch von dem Gutachtenmaterial. Vor allem freue ich mich, dass ich hier mehr mitten im Leben stehe als es in Greifswald der Fall war ..." Edinger war einer der Gründer der Frankfurter Universität und hatte den ersten Lehrstuhl für Neurologie in Deutschland inne. |
| EUR 160.00 (Bestell-Nr: 38285) |
Artikelname: Eigenhändiges Manuskript.
Artikelbeschreibung:
| Seidel, Friedrich: - |
| Eigenhändiges Manuskript. |
| 12 Bll. gr.-folio bis kl.4°, Tinte, teilweise mit Randläsuren. |
| Friedrich Wilhelm August Seidel (1897 Lüneburg -1992 Marburg), Zoologe, lieferte mit seinen Schnürungsexperimenten wichtige Erkenntnisse auf dem Gebiet der Entwicklungsphysiologie; 1924-1925 Assistent am KMI für Biologie, 1948-1954 Leiter der Abteilung für Entwicklungsphysiologie am MPI für Tierzucht, Wissenschaftliches Mitglied der MPG seit 1951; Professor in Königsberg, Berlin und Marburg. Arbeitsnotizen zur Entwicklungslehre ("Abriß unserer Kenntnisse der Grundl[agen] organischer Evolution ..."), 7 S. kl.-4°; auf zwei gleichartigen Blättern Notiten zur Eugenik ("Definition, Absicht, Ziel, Ideal, Methode der Eugenic ..."). Entwürfe zu einer Besprechung eines evolutionstheoretischen Werks, 2 S. gr.-folio + 1/3 S. quer-4° Randläsuren). Beiliegend eine an Seidel gerichtete Postkarte des Zoologen Max Cretschmar, Celle 1947. |
| EUR 120.00 (Bestell-Nr: 42832) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Seiler, Burkhard Wilhelm: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Dresden 4.IX.1835. 1 pp. 8°. Doppelblatt, mit Empfangsvermerk auf Seite 4. |
| Burkhard Wilhelm Seiler (1779-1843), Anatom - An einen Buchhändler mit der Bitte, eine Büchersendung nach Wien zu übernehmen. "Ew. Wohlgeboren ersuche ich beiliegende Schrift von Giralli, welche mir Hr. F. Volke in Wien (unter andern) zur Ansicht gesendet hat, gelegentlich an diese Handlung zu remittiren. Mit vorzüglicher Hochachtung Ew. Wohlgeboren ergebenster Dr. Seiler". |
| EUR 80.00 (Bestell-Nr: 34835) |
Artikelname: ADS - Eigenhändiges Schriftstück mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Silberling, Johann: = |
| ADS - Eigenhändiges Schriftstück mit Unterschrift. |
| Ohne Ort und Datum. 1 Seite 8°. |
| Johann Silberling, Arzt, wirkte im 18. Jahrhundert in Straßburg. - Rezept. Von Silberling erschien 1779 in Straßburg sein "Versuch über die Anfangsgründe der Entbindungs- und Hebammenkunst ... als ein Leitfaden seiner Vorlesungen" (Hamberger/Meusel). |
| EUR 50.00 (Bestell-Nr: 45988) |
Artikelname: ANS - Eigenhändiges Schriftstück mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Skoda, Josef: - |
| ANS - Eigenhändiges Schriftstück mit Unterschrift. |
| (Wien) 29.VI.1844. 1 Seite quer-8°. Kräftiges Konzeptpapier. |
| Joseph Skoda (1805-1881), österreichischer Internist, begründete mit seiner Abhandlung "Über Perkussion und Auskultation" die moderne Diagnostik, zusammen mit Rokitansky der Begründer der Neuen Wiener Medizinischen Schule. "Statt der vom Z[immer] Nr. 101 eigenwillig abwesenden Wärterin Anna Huber ist eine andere Wärterin sogleich aushilfsweise anzustellen. / Skoda". Frühes Autograph. - Skoda war damals Primararzt am Wiener Allgemeinen Krankenhaus. |
| EUR 280.00 (Bestell-Nr: 39832) |
Artikelname: ALS - Konvolut von Dokumenten und Korrespondenzen aus seinem Nachlass.
Artikelbeschreibung:
| Speyr, Wilhelm von: - |
| ALS - Konvolut von Dokumenten und Korrespondenzen aus seinem Nachlass. |
| Waldau - Wilhelm von Speyr (1852-1933), Psychiater, Direktor der bernischen kantonalen Nervenklinik Waldau. 1.Dokumente zu Wilhelm von Speyr: Zeugnis des Pädagogiums zu Basel für Wilhelm von Speyr, Winter-Semester 1868/69 ("Im Rang der erste von 23 / befördert"), 1 S. gr.-4°. Handschriftliches Gedicht "Bechburger Lebe / Ubi bene, ibi patria", gez. "W. von Speyr / Stud. Med / 15ten Aug. 1871", 1 S. gr.-8°, gelocht. Bescheinigung der "Curatel der Universität und des Pädagogiums / Basel-Stadt" über die Entrichtung "der Gebühr für die medicinische Fachprüfung" vom 31.10.1876, 1 S. gr.-8°. ein Brief Wilhelm v. Speyrs an den Vater, Ospedaletti 10.3.1899, 2 S. gr.-8° sowie 4 Postkarten Wilhelm v. Speyrs an Frau Olivier v. Speyr in Lausanne (April/Mai 1899). Dokumente und Briefschaften aus dem Familienkreis: Handschriftliche "Leichen Rede ... bey der Beerdigung des M Joh von Speyr", gehalten zu Kleinhüningen, 21.10.1816, 21 S. 4°, geheftet, in schwarzem Glanzpapierumschlag, eine handschriftliche Predigt, gez. "Candidat Blumhard", "gehalten im Münster ... den 24.März 1807", 16 « S. 8°, geheftet, in Kleisterpapierumschlag, Reisepaß des Kantons Basel-Stadt für (den Bruder?) Friedrich von Speyr, 10.10.1871, 1 S. gr.-folio, von seinem Bruder, dem Ophthalmologen Theodor v. Speyr ein eigenh. Manuskript ("Das Eichhorn, 1884, 1 S. gr.-4°) und ein Typoskript ("De la simulation de l'amaurose et de l'amblyopie", 1916, 11 S. gr.-4°), dazu 4 an ihn gerichtete Briefe 1904-16, ein Separatdruck ("Ophthalmologisches aus der Weltgeschichte", 1915) sowie Notizen und ausgeschnittene Rezensionen sowie ein Brief und 5 Postkarten (1872-81) an andere Mitglieder der Familie v. Speyr, überwiegend an den Fabrikannten Johannes v. Speyr in Basel, u.a. Ferner - Notizbuch, mit Handschriftlichen Eintragungen aus den Jahren 1888-1890 auf 38 Seiten eines (im übrigen unbeschriebenen) Notizbuches. Halbleinenband der Zeit (leicht berieben) mit marmoriertem Schnitt. Protokollheft des Basler "Kleinkinderschulkomites", das sich zur Aufgabe gemacht hat, die örtlichen Schulen regelmäßig zu visitieren und die vorgefundenen Zustände in Berichten festzuhalten. Der Zweck des Protokollhefts ist in einer Vorbemerkung der Initiatorin, Julie von Speyr-Muller festgehalten, von der auch der erste Bericht stammt. Auch die übrigen Berichterstatterinnen entstammen angesehenen Basler Familien: N. Bernoulli, E. Bernoulli-Gengenbach, H. Bernoulli-Sulzer, Fanny Langenesser, A. Burckhard-Sulzer, A. Bustorf und Emilie Wieland. |
| EUR 320.00 (Bestell-Nr: 34844) |
Artikelname: ALS - 2 eigenhändige Briefe mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Springer, Anton: = |
| ALS - 2 eigenhändige Briefe mit Unterschrift. |
| Leipzig 30.V.1885 und Obergrund 8.VIII.1890. 8 Seiten 8°. Mit gedruckten Initialien als Briefkopf. Schwach fleckig. |
| An den jungen Benediktiner Albanus Schachleitner (1861-1937), einen ehemaligen Hörer. 1885. Dank für Glückwünsche zu seinem 25-jährigen "Professorenjubiläum". - "... Sie werden dem Geist Ihres Ordens nicht untreu, wenn Sie in Mußestunden sich auch mit der Kunst beschäftigen. Daß ich dabei nicht an die zerstreuende, zersplitternde, flüchtigen Genuß gewährende schlechte u. gewöhnliche Kunst, sondern an die wahre und gediegene, die einen Hauch religiöser Natur besitzt, den Menschen heiligt, im Sinne habe, brauche ich wohl einem alten lieben Zuhörer nicht zu versichern ..." 1890. Aus der Sommerfrische. "... Ist man alt geworden und blickt nun auf eine mehr als 40 jährige Lehrthätigkeit zurück so bleibt der Gedanke, daß man im jungen Geschlechte noch nachlebt und das Band mit früheren Zuhörern noch nicht gelöst ist, eine wahre Erquickung und der beste Trost. ... Litterarische Pläne habe ich noch immer in Hülle u. Fülle und auf dem Katheder spüre ich die Last der Jahre Gottlob noch nicht im geringsten ..." - Erwähnt seine "Grundzüge der Kunstgeschichte". Springer, Anton (1825-1891), einer der bedeutendsten Kunsthistoriker des 19. Jahrhunderts, Pionier des ikonographischen Studiums, der erste Professor für dieses Fach in Bonn (1860) und später (1873) auch in Leipzig. |
| EUR 130.00 (Bestell-Nr: 45192) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Steinheil, Carl August von: = |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| München 31.III.1856. 1 Seite gr.-8°. Mit lithographiertem Briefkopf. |
| Carl August von Steinheil (1801-1870), Physiker, Astronom und Optiker, Pionier der Telegraphie und Photographie, berühmt für die in seiner Optisch-astronomischen Anstalt entwickelten Teleskope. - An den Käufer eines Fernrohrs ("Geehrter Herr Doctor"), dem er für die Zahlung von 27 Gulden dankt. "... ich ... bemerke daß für zukünftige Geschäfte die hiesige Buchhandlung von Kaiser durch ihren Commissionär in Leipzig Herrn Carl K[n]obloch die Ausbezahlungen dahier übernehmen will. Daß Sie mit dem kleinen Fernrohre zufrieden waren hat mir zur besonderen Freude gereicht und ich hoffe daß das größere Ihnen noch mehr zusagen wird ..." Auf den persönlichen Wunsch König Maximilians II. von Bayern hatte Steinheil im Vorjahr seine optische Werkstaette in Schwabing gegründet. Sehr seltenes Autograph, aus der Sammlung Künzel, der größten deutschen Autographensammlung des 19. Jahrhunderts. Am Unterrand bereits von Künzel als "rare" bezeichnet. |
| EUR 320.00 (Bestell-Nr: 46715) |
Artikelname: AMS - Eigenhändiges Manuskript mit Namenszug im Titel "Zur Orientierung über Objective aus zwei Linsen und ihre Fehler." (1884)
Artikelbeschreibung:
| Steinheil, Hugo Adolph: = |
| AMS - Eigenhändiges Manuskript mit Namenszug im Titel "Zur Orientierung über Objective aus zwei Linsen und ihre Fehler." (1884) |
| 21 Seiten 4°, inklusive eines beiliegendes Blattes mit Tabellen ("Auf Seite 9 einzuschalten"). Reinschrift mit mehreren Korrekturen und Einschüben. Eine Ecke der Seite leicht gebräunt, im Übrigen wohlerhalten. |
| Hugo Adolph Steinheil (1832-1893), Optiker und Unternehmer, als Nachfolger seines Vaters Carl August von Steinheil in der Leitung der "Optisch-astronomischen Anstalt" leistete er Bedeutendes in der Entwicklung von Kameraobjektiven. Satzvorlage mit kleineren Abweichungen vom Druck in: Astronomische Nachrichten Nr. 2606 (1884), Spalten 209-216; beginnt: "Die trigonometrische Verfolgung des Weges zweier Strahlen, die von einem unendlich entfernten, in der optischen Axe gelegenen Objecte (z.B. einem Sterne) kommend, unter sich und mit der optischen Axe parallel gehend, das Objectiv an zwei Punkten seiner Öffnung (der eine nahe an der Axe; der andere nahe am Rande) treffen, genügt, um zu beurtheilen ob ein Objectiv allen jenen Bedingungen genügt, deren Erfüllung ein möglichst guter Effect erfordert; und genügt auch die hiefür nöthigen Formen zu finden ... Der Bedingungen, welche erfüllt werden müssen und können, sind fünf: 1) Maasstab, 2) Hebung des Farbenfehlers, 3) Hebung des Kugelgestaltfehlers, 4) Hebung der Verzerrung, 5) Hebung der Ungleichheit in den Grössen verschieden farbiger Bilder, d.i. Herstellung gleich großer Bilder von zweierlei Farben ..." Beiliegend eine Kopierbuch-Abschrift des Aufsatzes von fremder Hand und eine Kopie des Druckes; ferner beiliegend eine handschriftliche Gebrauchsanweisung für einen Projektionsapparat (2 S. gr.-8°, von fremder Hand). |
| EUR 480.00 (Bestell-Nr: 47101) |
Artikelname: AMS - Eigenhändiges Manuskript mit Unterschrift "Über die Theorie, deren Axe durch Einsetzen eines rechtwinkeligen Prisma's in den convergirendenen Strahlenconus gebrochen ist". (1883).
Artikelbeschreibung:
| Steinheil, Hugo Adolph: = |
| AMS - Eigenhändiges Manuskript mit Unterschrift "Über die Theorie, deren Axe durch Einsetzen eines rechtwinkeligen Prisma's in den convergirendenen Strahlenconus gebrochen ist". (1883). |
| 11 1/3 Seiten4°. Reinschrift mit zahlreichen Korrekturen und Einschüben. |
| Hugo Adolph Steinheil (1832-1893), Optiker und Unternehmer, als Nachfolger seines Vaters Carl August von Steinheil in der Leitung der "Optisch-astronomischen Anstalt" leistete er Bedeutendes in der Entwicklung von Kameraobjektiven. Satzvorlage für den Druck in: Vierteljahrsschrift der Astronomischen Gesellschaft, Band 18 (1883); beginnt: "Bei einem Objective aus zwei getrennt stehenden Linsen (Flint u. Crown) lassen sich 5 Bedingungen erfüllen u. zwar auf zweifache Weise, je nachdem die Linse aus dem schwächer brechenden Materiale (Crownglas) oder jene aus dem stärker brechenden (Flintglas) voraussteht, d.h. von den parallel auffallenden Strahlen getroffen wird. Steht das Crownglas voraus u. wählt man die wichtigsten Bedingungen, so erhält man durch deren Erfüllung das Frauenhofer'sche Objectiv ..." |
| EUR 280.00 (Bestell-Nr: 46699) |
Artikelname: MS - Handschrift: Vorlesungsmitschrift eines Studenten. Jena, Sommersemester 1822. 646 paginierte, in feiner Schrift eng beschriebene Seiten 4°.
Artikelbeschreibung:
| Suckow, Wilhelm Karl Friedrich: = |
| MS - Handschrift: Vorlesungsmitschrift eines Studenten. Jena, Sommersemester 1822. 646 paginierte, in feiner Schrift eng beschriebene Seiten 4°. |
| Halbledereinband der Zeit mit goldgeprägtem Rückenschildchen sowie weiterer Rückenvergoldung und dreiseitigem Rotschnitt. Hie und da kleine Flecke, doch insgesamt sauber und wohlerhalten. |
| "Materia Medica s[ive] Pharmacologia / nach Herrn Herrn Hofrath Succow / Jena im Sommer 1822. / Heinrich Loeber". Penibel ausgearbeitete Mitschrift von Suckows Vorlesungszyklus über die sytematisch gegliederte gesamte Arzneimittellehre; die Einleitung beginnt mit den Worten "Alles was auf den kranken Org[anismus] einwürkt, u. zur Wiederherstellung beizutragen vermag, u. dem Arzt zu diesem Zwecke zu Gebote steht, heißt ein Heilmittel (Remedium) ..." Unter dem Titel von anderer Hand: "Von Gustav Georgi geschrieben" - vermutlich stammt dieser Vermerk vom Studenten selbst, der für die ungewöhnlich aufwändig ausgestattete Reinschrift wohl einen professionellen Schreiber herangezogen hat. Wilhelm Karl Friedrich Suckow (auch: Succow, 1770-1848), Mediziner und Pharmakologe, Professor und Geheimer Hofrat in Jena; Goethe erwähnt ihn wiederholt in seinen Tagebüchern. |
| EUR 560.00 (Bestell-Nr: 46706) |
Artikelname: ACS - An Forel gerichtete Postkarte von Henri Suter.
Artikelbeschreibung:
| Suter, Henri - Forel, Auguste: - |
| ACS - An Forel gerichtete Postkarte von Henri Suter. |
| Auckland (Neu-Seeland) 7.XI.1906. Mit Poststempel und Vermerk "via Suez". lecht fleckig. |
| Auguste Forel, schweizerischer Psychiater und Entomologe (1841-1931) Sehr geehrter Herr Professor! Am 19.I. a[nno] c[urrente] schrieb ich Ihnen u. sandte Ihnen eine von W.W. Smith zusammengebrachte Sammlung von Ameisen, u. hat mich derselbe schon mehrmals um Ihren Bericht gefragt. Hoffentlich ist die Sendung richtig in Ihre Hände gelangt! ..." |
| EUR 45.00 (Bestell-Nr: 38293) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Testa, Antonio Giuseppe: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Ferrara 7.4.1788. 1 Seite 4°. Schwach sporfleckig. |
| Antonio Giuseppe Testa (1756-1814), italienischer Chirurg und Kardiologe. - An eine Exzellenz, der er den Musiker "Sig[no]r Zandonati, celebre Professore di Violoncello" empfiehlt. "... Io intesi il detto Professore, sono gia 4 anni, in Parigi, dove riscosse un applauso universale nel Concerto spirituale. Ora un mio carissimo amico di Venezia molto intendente di musica, mi raccomanda il detto sig[no]r Zandonati nella corsa, che egli si è proposto di fare per l'Italia. Ho creduto acquistare al medesimo un luminosissimo mezzo di farsi conoscere, presentandolo, siccome f•, a Vostra Eccellenza, a cui particolarmente lo raccomando ..." |
| EUR 300.00 (Bestell-Nr: 40370) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Thompson, Sir Henry: = |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| London 19.XII. ohne Jahr. 1 Seite kl.8°. Gedruckter Briefkopf "35 Wimpole Street W.". Minimal fleckig. |
| Sir Henry Thompson (1820-1904), einer der bedeutendsten Urologen seiner Zeit, operierte König Leopold I. von Belgien und Kaiser Napoleon III. - Vermutlich an den Pathologen Victor Alexander Haden Horsley (1857-1916), seinen Kollegen am University College London, den er um eine Auskunft bittet. "Dear Mr. Haden / Can you remember the weight of Thackery's brain? If so kindly send me word ." |
| EUR 200.00 (Bestell-Nr: 45132) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Postkarte mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Trendelenburg, Friedrich: - |
| ALS - Eigenhändiger Postkarte mit Unterschrift. |
| Berlin 12.II.1924. Leicht gebräunt, Briefmarke abgelöst. |
| Friedrich Trendelenburg (1844-1924), bedeutender Chirurg, entwickelte 1871 die "Trendelenburg-Kanüle" (Tamponkanüle) und führte die erste Intubation am Menschen durch. - An den Chirurgen Bruno Valentin in Heidelberg über seinen Lehrer Bernhard von Langenbeck. "... v. Langenbeck hat im Jahre 1847 die ersten Tracheotomien bei Diphtherie in Berlin mit Erfolg ausgeführt und den Luftröhrenschnitt bei dieser Krankheit populär gemacht, ein Eingriff, den Dieffenbach für lebensgefährlich noch erklärte. Von einem Falle erzählte Langenbeck, wo er bald nach seinem Einzuge in Berlin 1847 einer vornehmen Dame, die mit ihrer Tochter in die Sprechstunde kam, einen Zahn zog. Die Dame wurde ohnmächtig, das Kind steckte sich den Zahn in die Nase, er fiel in den Larynx und Langenbeck tracheotomirte das fast erstickte Kind, welches am Leben blieb ..." 1868-1874 war Trendelenburg Langenbecks Assistent an der Berliner Chirurgischen Universitätsklinik. Aus dem Todesjahr. - Beiliegend eine von fremder Hand in Trendelenburgs Namen geschriebene Postkarte an denselben. |
| EUR 160.00 (Bestell-Nr: 41521) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Türck, Ludwig: |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| OhneOrt (Wien) 5.XII.1865. 3 Seiten gr.-8°. Schwach gebräunt, kleinere Randläsuren. |
| Ludwig Türck (1810-1868), österreichischer Mediziner, bedeutender Neurologe und ein Pionier der Laryngologie, entwickelte 1857 ein Laryngoskop und beschrieb als erster die Laryngitis sicca. - An den (namentlich nicht genannten) Mediziner Rudolf Ritter v. Vivenot, dessen Sohn, der Mediziner und Klimatologe Rudolf v.V. jun. (1833-1870) eine französische Ausgabe einer Schrift plante. Türck selbst hatte die Einleitung zu seiner im nächsten Jahr erscheinenden "Klinik der Krankheiten des Kehlkopfs und der Luftröhre" ins Französische übersetzen lassen. "... Camondo hat nun die geschichtliche Einleitung zu meinem Werke ins französische übersetzt, welche ich an die französische Akademie der Wiss[enschaften] überschickte um Czermak's Auftreten daselbst nachdem er durch die Comptes rendus bekannt geworden entgegenzuwirken ..." - Mit dem Physiologen Johann Nepomuk Czermak (1828-1873) focht Türck einen Prioritätsstreit um den Einsatz des Laryngoskops aus. "... Wenn Dein Sohn beabsichtigt etwas französisch drucken zu lassen, so wäre es wohl fruchtlos... von seiner Seite eine Übersetzung veranstalten [zu] lassen ... Ein französischer Buchhändler wird sich kaum herbeilassen eine in Deutschland angefertigte Übersetzung zu drucken ... Der medizinische Autor ist in Frankreich nicht günstig gestellt, selbst der französische Autor medizinischer Werke erhält ... nur selten ein Honorar, um so weniger der Fremde ... Ich mußte für meine Broschüre welche in der Übersetzung 120 Seiten hat ... 500 Francs bezahlen die Übersetzung mit einbegriffen und ... die Clichets meiner Holzschnitte liefern, wofür ich dann eine größere Anzahl von Freiexemplaren erhielt ..." - Auf der vierten Seite Notizen von fremder Hand. |
| EUR 360.00 (Bestell-Nr: 46703) |
Artikelname: FRANKREICH. - Urkunde. Aigues-Mortes (Dép. Gard) 23.VIII.1386. 1 S. quer-schmal-4° (ca. 8,2 x 22,8 cm). Lateinisch. Pergament. Kleiner Einriß im weißen Rand; ohne das Siegel.
Artikelbeschreibung:
| Urkunde Frankreich |
| FRANKREICH. - Urkunde. Aigues-Mortes (Dép. Gard) 23.VIII.1386. 1 S. quer-schmal-4° (ca. 8,2 x 22,8 cm). Lateinisch. Pergament. Kleiner Einriß im weißen Rand; ohne das Siegel. |
| Quittung über die Gehaltszahlung für einen Salinenbeamten. (Vor Aigues-Mortes wird heute noch die berühmte Fleur de Sel" gewonnen.) |
| Vor Alzide de Serinhac, Leutnant des Edlen Herrn Louis Malepine, Kastellan und Vogt von Aigues-Mortes ist der Kustos der Salinen von Peccais ("peccasyssio"), Stephanus, erschienen und hat von dem Herrn Jean Chauchat, dem königlichen Schatzmeisters zu Nîmes und General des gesamten Languedoc ("generali in tota linga occitana"), vertreten durch Raymond Galenha, Einnehmer der Salzsteuer ("gabellatore gabelle salis") zu Marsillhargues ("marcilha...") sein Gehalt von 24 Goldfrancs für die Zeit vom September 1385 bis zum August 1386 erhalten. Der Franc war ursprünglich eine Goldmünze und wurde 1360 geschaffen, um den von den Engländern gefangenen König Johann freizukaufen. |
| EUR 1200.00 (Bestell-Nr: 41524) |
Artikelname: Carciologists. - Archive of 32 letters from American cardiologists, addressed to the renown German pathologist Klaus Goerttler at Heidelberg, dating between 1960 and 1970.
Artikelbeschreibung:
| US-Kardiologen: |
| Carciologists. - Archive of 32 letters from American cardiologists, addressed to the renown German pathologist Klaus Goerttler at Heidelberg, dating between 1960 and 1970. |
| All letters with filing holes, otherwise good / very good condition. |
| Robert P. Grant (1915-1966), 5th Director of the National Health Institute. - 1 ALS + 10LSS, Bethesda and Paris, 1960-1966, and n.pn.d.,16 pages 4to, 2 pages 8vo, except of 1 all with printed letter head "Department of Health, Education, and Welfare". Good academic and scientific contents, 2 letters in German. Large photo added. Small tear to one letter, otherwise in very good condition. Maurice Lev (1908-1994), made pioneering contributions in pathology of congenital heart disease. - 8 LSS, Chicago 1963-1967, 8 pages 4to, with printed letter head "Congenital Heart Disease Research and Training Center". Re: exchange of papers, invitations ("We do not have a top-ranking cardiac embryologist of your stature"), etc. Some light toning. Alexander Sandor Nadas (1913-2000), a founding father of American Pediatric Cardiology. - 1 LS, Boston 1965, 1 page 4to, with printed letter head "The Children's Hospital". Invitation to "give us a seminar". Simon Rodbard (1911-1975), developed the procedure of "Negative Plastic Cast". - 4 LSS + 1 secretarial signed letter, Buffalo, N.Y. and Duarte, CA 1961-1965, 5 pages 4to, with printed letter head "The University of Buffalo Chronic Disease Research Institute" and "City of Hope Medical Center". Discussing a meeting and the "bringing you to the Institute". Norman J. Sissman (19 - ), Pediatric Cardiologist. - 2 LSS, Palo Alto 1967, 2 pages 4to, with printed letter head "Stanford University School of Medicine". Offers to arrange a lecture - "we are particularly interested in your discussion of cardiac embryology and the movie of your glass-model perfusion experiments". Richard Van Praagh (1930- ), founder and Director (until 1002) of the Cardiac Registry. - 1 ALS + 4 LSS, Boston 1965-1970, 8 pages 4to, with printed letter head "The Children's Hospital Medical Center". Re: Goerttler's seminar at Boston, etc.; mentioning Nadas. |
| EUR 640.00 (Bestell-Nr: 42327) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Vierordt, Oswald: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Heidelberg 10.XI.1901. 4 Seiten 8°. |
| Oswald Vierordt (1856-1906), Kliniker - An einen Kollegen, der ihm einen Wurmpatienten überwiesen hatte. "Sehr geehrter Herr College! Die Oxyures des Herrn Gründer werden wohl nicht leicht zu beseitigen sein. Ich rathe: alle 2 Tage ein Essigklystier 1 Essig : 4 Wasser, übergehend zu: alle 3 Tage eins von 1 Essig : 2 Wasser. Es ist aber rathsam den Kranken zu beobachten, damit keine Colitis entsteht ... In dieser Klystierperiode eine eintägige Cur mit ca. 5 gr. Extr. Filic., combinirt mit ca. 15-20 gr. Ol. Ricin. - Eventuell ist das nach einer passenden Pause zu wiederholen ... Mit Diät ist nicht viel zu erreichen. Immerhin kann es nicht schaden, wenn Herr G. vorläufig tägl. einen gesalzenen Häring ißt und im Uebrigen nicht zu viel futtert. Vielleicht schicken Sie mir den Pat. später noch einmal; ich werde dann nochmals psychisch auf ihn einzuwirken suchen. Ich habe das schon neulich gethan; er macht ja sofort den Eindruck e. starken Hypochonders ..." |
| EUR 120.00 (Bestell-Nr: 34842) |
Artikelname: Portraitphotographie mit eigenhändigem Namenszug, Zusatz und Datum.
Artikelbeschreibung:
| Virchow, Hans: = |
| Portraitphotographie mit eigenhändigem Namenszug, Zusatz und Datum. |
| (Berlin) 10.IX.,1937, Als Postkarte gelaufen. |
| Hans Virchow (1852-1940), Anatom, Sohn des Pathologen Rudolf Virchow. - An den Orthopäden Rudolf Keyl in Berlin, dem er für Glückwünsche (zu seinem 85. Geburtstag) dankt. - Die Aufnahme zeigt Virchow im Anatomischen Institut vor dem Skelett eines Unterarms. |
| EUR 120.00 (Bestell-Nr: 44112) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Wagner-Jauregg, Julius Ritter v.: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Wien, 1.I.1935, 3 Seiten kl.-4°, mit eigenhändig adressiertem Umschlag. |
| Julius Wagner Ritter von Jauregg (1857-1940), österreichischer Psychiater und Neurologe, Nobelpreisträger. - Schöner Brief an eine befreundete Kollegin, Frau Dr. Rieder in Wien, bei der er sich entschuldigt, dass er sich so spät für ihr Weihnachtsgeschenk bedankt. Der Grund dafür liege in einem dem Psychiater unzugänglichen Leiden: der Briefangst. "... Dieses alte Uebel ist kein körperliches, obwohl ich mit körperlichen Uebeln reichlich versehen bin, sondern es ist ein geistiges, und, da es den Psychiater selbst betrifft, wahrscheinlich durch einen Psychiater nicht zu heilen. Es ist das die Epistolopathia paradoxa, die mir schon viel Verdruss bereitet hat. Sie stellt sich besonders gerne dann ein, wenn ich durch eine Arbeit sehr intensiv in Anspruch genommen bin. Momentan ist es der Johann Peter Frank, von dem ich bis vor Kurzem äusserst wenig wusste und über den ich im Mai eine grosse Rede halten soll. Ich muss Ihnen aber beichten, dass der Johann Peter Frank etwa zu einer Ausrede brauchbar ist; zu einer Begründung nicht. Denn in Wirklichkeit ist schon noch so viel Zeit vorhanden, um einer Freundin ein paar freundliche Zeilen schreiben zu können. Zum Schluss geschieht es ja doch. Aber das alte Uebel! ... in Gumpoldskirchen habe ich Sie allerdings bei meinen letzten Ausflügen ( Melker Keller) vermisst. Es ist übrigens jetzt, seitdem die Bundesbahn den Leuten den Heurigen zahlt, dort so voll, dass man kaum unterkommt ..." |
| EUR 480.00 (Bestell-Nr: 36757) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Wagner-Jauregg, Julius Ritter v.: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Wien, 2.VI.1939, s Seiten kl. -4°, mit eigenhändig adressiertem Umschlag. |
| Julius Wagner Ritter von Jauregg (1857-1940), österreichischer Psychiater und Neurologe, Nobelpreisträger. - Schöner Brief an eine befreundete Kollegin, Frau Dr. Rieder in Wien, der er für ihre "wiederholten Sendungen auserlesener Blumen" aus ihrem Garten dankt. "... Diese Blumen erfreuen mich durch ihre Formen und Farbe und Duft, erwecken aber anderseits das schmerzliche Bewusstsein, dass ich sie am Standort nicht aufsuchen kann und nie mehr aufsuchen können werde ... Momentan geht es mir besser - auf Kündigung! ..." |
| EUR 160.00 (Bestell-Nr: 36756) |
Artikelname: DS - Bedeutende Quellen zum Dreißigjährigen Krieg. Die berühmten - Pilsener Reverse - sowie ein weiteres zugehöriges Dokument in den Original-Handschriften aus dem Gräflich Schaffgottschen Archiv.
Artikelbeschreibung:
| Wallenstein, Albrecht v.: |
| DS - Bedeutende Quellen zum Dreißigjährigen Krieg. Die berühmten - Pilsener Reverse - sowie ein weiteres zugehöriges Dokument in den Original-Handschriften aus dem Gräflich Schaffgottschen Archiv. |
| 3 Manuskripte, zusammen 15 1/4 Seiten folio. |
| Hs I Pilsen, 12.I.1634, 5 Seiten folio, mit den Unterschriften von 49 wallensteinischen Offizieren und papiergedecktem Siegel des Feldmarschalls Christian von Ilow über roter Seidenschnur. 3 beidseitig beschriebene Blätter, ein viertes Blatt leer, ebenso der Umschlag. (1r Text; 1v Text; 2r Text; 2v Text und Unterschriften; 3r Unterschriften und Siegel; 3v Stempel "Reichsgräfl. Schaffgottsche Majoratsbibliothek zu Warmbrunn" und "Standesherrl. Cameralamt zu Hermsdorf" sowie Signatur; 4r+v vacat.) Der erste "Pilsener Revers" oder "Pilsener Schluss" mit dem persönlichen Treueeid der einberufenen Offiziere auf ihren Generalissimus Wallenstein, der zuvor mit seinem Abschied gedroht hatte. Zu den Unterzeichnern zählen auch Ottavio Piccolomini, der zu diesem Zeitpunkt schon Wallensteins Absetzung betrieb, und mit Butler und Gordon zwei der späteren Mörder Wallensteins (nicht erschienen waren die ebenfalls geladenen Heerführer Gallas, Aldringen und Colloredo). Das bedingungslose Treuegelöbnis für Wallenstein wird in Wien als letzter Beweis für dessen Verrat am Kaiser angesehen, am 24. Januar wird der Generalissimus per Geheimpatent ab- und Gallas als Höchstkommandierender eingesetzt. Unter dem Eindruck der Bedrohung, wenn auch ohne Kenntnis des am Vortag ergangenen verschärften Absetzungsbefehls des Kaisers haben zu können, erklärt Wallenstein am 19. Februar seine Treue gegenüber dem Kaiser und verwahrt sich gegen die Deutung, der Revers vom 12. Januar sei gegen den Kaiser gerichtet. Ein nicht unterzeichnetes Protokoll hält die Reaktionen von 33 Offizieren auf Wallensteins Erklärung fest: Hs II Pilsen, 19.II.1634, 6 ¬ Seiten folio. 4 beidseitig beschriebene Blätter, von alter Hand am Kopf foliiert 33-35. (1r-4r beschrieben, 4v vacat.) Protokoll der "Vota" von 33 bei Ilow zusammengekommenen Offiziere, mit denen sie Wallensteins Treueerklärung gegenüber Kaiser und Reich annehmen und unterstützen. Am Tag nach diesen informellen Erklärungen wird ein offizielles, für Wien bestimmtes Dokument aufgesetzt. Das Verhängnis soll aufgehalten werden, indem der "mißverstandene" Revers vom 12. Januar ins rechte Licht gesetzt wird: Hs III Pilsen, 20.II.1634, 4 Seiten folio, mit den Unterschriften von Wallenstein und 32 seiner Offiziere. 3 beidseitig beschriebene Blätter mit Umschlag. Blätter und Umschlag lose. (1r Text; 1v Text; 2r Text; 2v Text und Unterschriften; 3r Unterschriften; 3v Stempel "Reichsgräfl. Schaffgottsche Majoratsbibliothek zu Warmbrunn" und "Standesherrl. Cameralamt zu Hermsdorf" sowie Signatur.) Der zweite Pilsener Schluß, in dem Wallenstein und die noch bei ihm verbliebenen Offiziere ihre Treue zu Kaiser und katholischer Religion erklären. Zwei Tage später bricht Wallenstein nach Eger auf, am 25. Februar wird er dort in seinem Schlafzimmer ermordet; unmittelbar vor ihm waren seine engsten Getreuen Ilow, Kinsky und Adam Trcka umgebracht worden. Sechs der Unterzeichner vom 12. Januar wurden wegen ihres Verrats an Kaiser und Reich unter Anklage gestellt. Die Anklage gegen Herzog Heinrich Julius von Sachsen-Lauenburg wird fallengelassen; Haimerl, Losy, Sparr und Scherffenberg werden zum Tode verurteilt und bald begnadigt; nur das Todesurteil gegen Graf Schaffgotsch, aus dessen Archiv die vorliegenden Dokumente stammen, wird im Juli 1635 vollstreckt. Angesichts der Wirrnisse, denen die Handschriften in fast 4 Jahrhunderten ausgesetzt waren, ist ihr Zustand noch bemerkenswert gut. Ränder und Falten - insbesondere die Bugfalten - weisen Einrisse und kleine Abbrechungen auf, Hs I darüber hinaus ein kleines Rostloch in Bl 1. Ausführliche Beschreibung auf Wunsch! |
| EUR 240000.00 (Bestell-Nr: 39848) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Walther, Philipp Franz v.: |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Landshut 8.III. 1810. 2 S. 4°. Linker Rand unregelmäßig beschnitten, kleiner Einrisss. |
| Philipp Franz von Walther (1782-1849), Chirurg und Ophthalmologe, Leibarzt König Ludwigs I. von Bayern. - (An den Generalsekretär der Bayerischen Akademie der Wissenschaften Friedrich von Schlichtegroll), der ihn wegen einer Augenerkrankung seiner Frau konsultiert hatte. "Hochwohlgebohrner Herr Director! / Verehrtester Freund! Ihro Gnaden die Frau Gemahlin bitte ich, Sich von allen das Auge anstrengenden Arbeiten, besonders bei Licht eine Zeitlang gänzlich zu enthalten, niemals die Augen kalt zu waschen, und den Genuß gesalzener Speisen zu vermeiden. Mit dem hier verordneten Augenwasser wolle Dieselbe 4 mal des Tags lauwarm mittelst einer feinen Leinwand die Augen auswaschen: es darf von dem Augenwasser auch etwas in das Auge hinein kommen. Auf diese Weise wird sich das Übel bald heben. Von Ihnen, verehrtester Freund! bey dieser Gelegenheit einmal wieder einige Nachricht zu erhalten, hat mir die größte Freude verursacht. Noch größere wäre es mir gewesen, hätte ich Sie in München im Carneval besuchen können. Allein meine Geschäfte erlauben mir selten Landshut auf längere Zeit zu verlassen: und München soll man auf ganz kurze Zeit nicht besuchen ..." Walther, ein Anhänger von Schellings Naturphilosophie, war seit 1804 Professor in Landshut, später in Bonn und in München. |
| EUR 360.00 (Bestell-Nr: 42835) |
Artikelname: ADS - Eigenhändiges Schriftstück mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Wattmann, Joseph Freiherr von W.- Maelcamp-Beaulieu: - |
| ADS - Eigenhändiges Schriftstück mit Unterschrift. |
| Meidling 2.III.1854. 3/4 Seiten quer-gr.-8°. |
| Joseph Freiherr von Wattmann - Maelcamp-Beaulieu (1789-1866), Chirurg - "Der Verlauf des Krankheitszustandes Sr. Durchlaucht des Fürsten Victorin von Windischgrätz beobachtet anhaltend einen regelmässigen Gang. Meidling den 2t. Merz 1854 Abends 8 Uhr Abends Wattmann". |
| EUR 60.00 (Bestell-Nr: 34836) |
Artikelname: ALS - 2 Eigenhändige Postkarten und 1 eingenhändiger Brief jeweils mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Wegener, Georg: = |
| ALS - 2 Eigenhändige Postkarten und 1 eingenhändiger Brief jeweils mit Unterschrift. |
| Berlin 30.XI.1892. Gedruckter Absender: "Gesellschaft für Erdmunde zu Berlin". Leicht fleckig; Poststempel: Berlin 31.XII.1892; Berlin ohne Datum (Empfangsvermerk: 4.XI.1893), 1 1/13 Seiten gr. 8°. |
| Georg Wegener (1863-1939), Geograph und Forschungsreisender. - An Hermann Hoffmann in Leipzig. "... Am nächsten Sonnabend ist Sitzung; es spricht Herr Dr. Marcuse über seine Polarhöhenbeobachtungen in Honolulu, und Herr Dr. Wolf über West-Ecuador. Mich finden Sie um 6 Uhr in dem Bureau unserer Gesellschaft, woselbst ich Sie mit größtem Vergnügen durch die Bibliothek ... führen würde ..." Poststempel: Berlin 31.XII.1892. Leicht fleckig. An Hermann Hoffmann in Leipzig mit Glückwünschen zum Jahreswechsel. "... Daß ich sie Ihnen nicht, wie ich gehofft, persönlich aussprechen kann, hat seinen triftigen Grund darin, daß ich mir Dienstag vor Weihnachten das Bein derartig verstaucht habe, daß ich noch bis heute völlig festliege ..." Berlin ohne Datum (Empfangsvermerk: 4.XI.1893), 1 1/3 Seiten gr.-8°. An Hermann Hoffmann in Leipzig, dem er zum Tod eines Angehörigen kondoliert. "... Das ist ja das Recht der Freundschaft, daß sie verlangen darf, am Leide des anderen ebenso gut teilnehmen zu dürfen, wie an der Freude. So ist nun eingetreten, was Sie lange gefürchtet, und Sie sind nun sehr viel einsamer auf der Erde ..." Wegener bereiste seit 1892 alle Erdteile und erforschte besonders Ostasien und die chinesische Provinz Kiangsi. Während des Chinesischen Kriegs bereiste er als Berichterstatter die Provinz Petschili. |
| EUR 240.00 (Bestell-Nr: 45133) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Wells, Sir Thomas Spencer: = |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| London 13. VI.1854. 1 Seite 8°. Am Kopf alter Sammlervermerk in roten Tinte. |
| Sir Thomas Spencer Wells (1818-1897), englischer Chirurg, einer der bedeutendsten Pioniere der Ovariotomie, Leibchirurg der Königin Victoria I. - An einen Herrn, der ihn aufs Land eingeladen hatte. ". I am very sorry I cannot leave London any day next week - Many thanks all the same - I have told Arthur to ask you as to whether he could pass an Entrance exam. at Trinity Hall, Cambridge - supposing he decides upon his going there ." In diesem Jahr assistierte Wells zum ersten Mal bei einer von dem Gynäkologen Isaac Baker Brown vorgenommenen Ovariotomie, 1857 führte er sie erstmals selbständig aus. Beiliegend ein von einem Assistenten in Wells' Namen ausgestelltes und unterschriebenes Rezept für Lord Castletown. |
| EUR 120.00 (Bestell-Nr: 45131) |
Artikelname: Series of 4 letters: 3 ALS and 1 LS + autograph additions, Cleveland OH, 1947-1951, 13 pages large 4to. With 1 envelope. Good condition. With interesting addenda (below).
Artikelbeschreibung:
| Wood, Jasper: = |
| Series of 4 letters: 3 ALS and 1 LS + autograph additions, Cleveland OH, 1947-1951, 13 pages large 4to. With 1 envelope. Good condition. With interesting addenda (below). |
| Wood, Jasper (1921-2002), American civil rights activist, photographer and writer. The letters are addressed to the American writer and editor (Carrefour Press) Michael Fraenkel (1896-1957), in the 1930s in Paris a close friend and furtherer of Henry Miller ("Boris" in Miller's "Tropic of Cancer" is modeled after him). - At the time when these letters were written young Jasper Wood made his first literary steps and was about to make a name of himself as a photographer. He was highly attracted by Fraenkel's concept of the spiritual death suffered by materialist Western man, as laid down in Fraenkel's books "Werther's Younger Brother" (1930), "Bastard Death (1936)" and "Death Is Not Enough"(1939) - a spiritual death to be overcome by the return to human love, which Wood refers to as "religiousness". 1) July 19, (1947). After their first meeting (in Fraenkel's home in New York) Wood writes he had been going "through a horrible Werther period" due to his "working in the commercial world" - "My photography has become my only creative outfit for the time being - and I have even sold some of it ... Our talk and the presence reveales how deeply you are motivated by this religiousness within your mind!!! With Miller its in his guts!!! And with Patchen its deep in his soul ..." Joyce, Picasso, and Freud were realizing this need for religiousness to a degree, yet "they were men of action - not men of love - and they went deep into the Bastard Death, which is the same as Lawrences Masturbative Man ..." 2) No date (1947). Lengthily discussing his book project "The Voice of the Apocalypse" in which he wishes to present (together with prospective co-authors like Fraenkel) "the general history of Apocalyptic writing", naming Celine, Henry Miller, Kenneth Patchen, Dylan Thomas and others. - "Is Giono an apocalyptic voice, or is he a pastoralist ... Did I tell you Bastard Death was the only book in English in Otto Rank's library when he died? Well it was, a signed copy ..." 3) (September 26, 1947). Again on the book project, and on Miller. "... Am enclosing a letter from Miller's wife that speaks for itself. As a man he seems about through - and as a writer just beginning. But for a man like Miller to have a wife say no - that's too much. He likes Lawrence - but remember how Lawrence hated the possessiveness of the word 'wife'. And when she refers to him as 'Henry Miller' it's too much. It sounds too much like God. Patchen and Miller create the same response - you don't - and therein lies your inviolate fineness ... Don't ever let what has happened to Miller in America happen to you. If it starts - well, go away again ... And keep your manhood. I need Miller in the book though - can you get him to cooperate, do you think? ... Oh, that Miller, he knew the need of destroying the artist in the man in his heart and soul and guts and then becomes more and more artist and less and less man. It's horrible - and if he knows what is going on ... it must hurt like hell. He needs someone like you now more than ever before ..." 4) June 24 (1951). Typewritten letter on post-war Europe. "... I can well imagine that you found Europe today not for people like us ... The blood is stale, and I believe that Lawrence would at long last give up on his loved Italy. The final straw is to read that a bunch of homosexuals are living in Lawrence's old home there. They are seemingly supported by Caresse Crosby - said group includes Pearl Kazin, Truman Capote, etc. ... Tennessee Williams ... has also stayed with this group. Death-stayed dead, that's the only word for it. Then ... those rather horrible long, exhausingly drawnout notebooks of Andre Gide. This to me seems to paint the inner exhaustion of that part of the world today ..." Subsequently discussing Pound and Céline - the latter "may become a saint ... Because through what appeared to be attacks upon the Jews he became the Jew through the world's attacks upon him. He bore the brunt - and he lives ... Most of the others may have experienced horror, but they did not come through. And today they live as parasites on the side of the ugly hulk that is left. I have been doing a great deal of photography. Enclosed is the announcement for a show I had in the winter ... Won first award at Cleveland Museum of Art for group of three negro photographs. Have also been photographing an ana-baptist sect ... the amish ... They are shrewd, hard, tight, hypocritical as any people ever were ... yet with a strange beauty in their children, and a clean hardness about their lives which is most attractive ... But when a people use their religious people use their orthodox beliefs as a shield against the encroachment of the material world, they are already in defeat ... The new quality is born of out Life through Death, and an Acceptance of the disease and all it was and ever can be. Accept, but no longer be prodded by - that is the greatness of living after coming from out of the valley of Death ..." (The announcement mentioned is still with the letter). Enclosed are a typewritten copy of another letter from JW to MF; another printed announcement of an exhibition; a letter by his wife Nancy to MF's wife Daphne (1947); a typewritten essay by Fraenkel on JP (4 pages); and photocopies of several letters from MF to JP, 1945-1951 (50 pages). |
| EUR 650.00 (Bestell-Nr: 46714) |
Artikelname: LS - Brief mit Unterschrift. Bonn 8.VI. o.J.
Artikelbeschreibung:
| Wutzer, Karl Wilhelm: |
| LS - Brief mit Unterschrift. Bonn 8.VI. o.J. |
| 3/4 pp. gr.8°. Mit Siegelspur und Adresse. |
| Sehr selten - Brief des bekannten Bonner Chirurgen Professor Karl Wilhelm Wutzer (1789-1863) - An den Geologen Heinrich von Dechen in Bonn, dem er das "Wiebesche Buch" zurücksendet. "Ich habe es als ein "Standard-work" in seiner Art erkannt und so viel benutzt, als es meinen blinden Augen möglich war, die sich namentlich den Plänen sehr wiedersetzten. Doch habe ich erkannt, daß die gute Vaterstadt" (Berlin) "zu einem guten Theile eine Terra incognita für mich geworden ist. Daß es einen Humboldts Hafen giebt, erfuhr ich durch W. zuerst ...." |
| EUR 220.00 (Bestell-Nr: 27515) |
Artikelname: ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Simpson, Sir James Young: - |
| ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| Edinburgh 23.IV.1853. 3 2/3 Seiten. 8°, Bläuliches Papier. Mit geprägtem Briefkopf "52 Queen St./Edinburgh". |
| ALS to hygienist Johann Georg Varrentrapp in Frankfurt am Main about the use of Chloroform and the confinement of Queen Victoria. "My dear Sir, Will you kindly accept of the accompanying little Essays as a memento of my gratitude for your kindness when I visited Frankfurt two years ago. How do your observations on Chloroform in pneumonia go on? Three weeks ago I saw a little child whom Dr. Combe & I kept under chloroform for nearly 13 days for convulsions. It is now quite well. Dr C. had pronounced it incurable. It was kept up so long because when intermitted for two or three hours, the convulsions always returned for a time. See an essay on the matter in one of the accompanying little works. To night I saw a patient in puerperal convulsions - who had been hours under chloroform without any return of them. Our Queen took it for an hour at her late confinement, & never before had so rapid a recovery. I have only seen 12 patients during the last five years delivered without it. Believe me Very truly Yours JYSimpson Dr Warrentrapp Esq.? "The use of chloroform was suggested to James Young Simpson (1811-1870) by David Waldie (1813-1889), a chemist of Liverpool. On November 4, 1847, Simpson and his assistants, Drs. Keith and Duncan inhaled it. Satisfied with this preliminary experiments, Dr. Simpson at once began to use chloroform in his obstetric practice. The Scottish Calvinist clergy and others objected to Simpson's use of chloroform to prevent the pain of childbirth.. Simpson waged a successful campaign in behalf of the use of analgesia in obstetrics. When his adversaries quoted the Bible to show that pain was a force-ordained penalty, Simpson quoted the Scriptures (Genesis, II:21) to prove that God was the first anesthetist. The quarrel lasted for several years, but when Queen Victoria accepted the use of Simpson's chloroform on April, 71853, during the birth of her eighth child, Prince Leopold, the continued use of chloroform in obstetrics was assured. Queen Victoria was attended during this confinement by Sir James Clark ( (1788-1870). John Snow (1813-1858) served as analgesist. Chloroform was administered on a handkerchief. The drug was given intermittently and inhalation analgesia was induced for the patient, who was not unconscious at any time." Keys, Surg. Anaesth., pp33-35 In 1866 Simpson was made a baronet, the first Scottish physician to be granted this distinction. |
| EUR 3280.00 (Bestell-Nr: 31936) |
Artikelname: ALS - Eingenhändiger Brief mit Unterschrift.
Artikelbeschreibung:
| Tolberg, Johann Wilhelm: - |
| ALS - Eingenhändiger Brief mit Unterschrift. |
| (Schönebeck) 8.IV.1805. 1 1/2 Seiten 4°. Kleine Rostflecken am Oberrand. |
| Johann Wilhelm Tolberg (1762-1831), Mediziner; gründete 1803 in Elmen (heute Schönebeck-Bad Salzelmen) das erste Solebad in Deutschland. - An seinen Verleger (Georg Christian Keil in Magdeburg), bei Übersendung des Manuskripts seiner Schrift "Erfahrungen über die Pocken der Schafe: Nebst einer Anweisung sie auf die leichteste und einfachste Art zu impfen, so daß dadurch jeder Schäfer in den Stand gesetzt wird, diese Operation an seiner Heerde selbst verrichten zu können". "Ew. Wohlgebohren erhalten hir das Manuscript bis auf den lezten Abschnitt, welcher die Impfgeschichte enthält und zwey Nadlen ... Die Versuche mit den Kuhpocken sind so schlecht ausgefallen daß sich nichts mehr ... darüber sagen läßt, höchstens wird, das was sich noch in diesen Tagen ereignet, mit wenig Worten in der Vorrede nachtragen lassen ..." Es folgen Angaben zu den Impfnadeln, die der Schrift beigegeben werden sollen: "Die hir beygefügten Nadlen sind grob gearbeitet, der Mechanicus kann daraus nichts als die Idee nehmen. A hat zwar hinten die Rundung allein es fehlt an der hinteren Seitte an der Spitze die Fläche. B ist zu dick der Mechanicus kann dem Stiel nach seiner Idee eine gefälligere Form geben, wenn nur der § 18 und 19 beabsichtigte Zweck und daß sie sich gut in der Hand fassen läßt erreicht wird, auch überhaupt die Einrichtung so treffen, daß die Nadlen bequem in ein Etui gestochen werden können ... Ich wünsche daß die Schrift Ihren Beyfall erhielte, nur glaube ich daß es nötig ist eine Anpreisung in den Zeitungen wie ich Ihnen vorschlug zu veranstalten, und wenn Sie Willens sind die Nadlen der Schrift beyzufügen, zu bemerken daß die beschriebenen und am zweckmäßigsten anerkannten Nadlen von einem guten Mechanicus verfertigt, zugleich mit der Schrift zu haben wären ..." |
| EUR 340.00 (Bestell-Nr: 42830) |