Hier geht es zum Shop..

Kategoriename: Medizin - [Augenheilkunde][Hornhauttransplantation]

Artikelname: Ueber die Möglichkeit der Transplantation der Hornhaut (Sp.105-111).
Artikelbeschreibung:
Bigger, S.L.L.:
Ueber die Möglichkeit der Transplantation der Hornhaut (Sp.105-111).
N. Notiz. Ge. Nat. Heilk., 73. - Weimar, Landes-Industrie-Comptoir, 1837, 4°, Sp.97-128, Brosch.
Erste deutsche Mitteilung! Der Chirurg und Philanthrop Samuel K.Bigger beschäftigte sich systematisch mit der Frage der "Wiederherstellung" der Hornhaut und konnte bereits 1835 die erste erfolgreiche Hornhaut-Transplantation ausführen.
Bigger unternahm ebenfalls Tierversuche an Kanninchen und einmal an einer Gazelle mit getrübter Hornhaut. Seine guten Erfolge rissen ihn zu der euphorischen Aussage hin, am Menschen werde mit noch besseren Ergebnissen zu rechnen sein. Dabei hielt er die Verwendung von Schweinehornhaut für geeignet. -cf. G.Göschel, Die Geschichte der Hornhauttransplantation..., p.30
"Samuel L.L.Bigger, a Dublin Surgeon, successfully grafted a cornea of one gazelle onto that of another. According to this paper, he first performed this operation 1835 while he was "a prisoner with a Nomadic tribe of Arabs..". By this time this account of his work was published" in Dublin. J.med. Sc. 1837 = Garrison & Morton 5850.1
EUR 510.00 (Bestell-Nr: 20450)

Artikelname: Erfahrugnen auf dem Gebiete der Augenheilkunde (pp.445-475).
Artikelbeschreibung:
Müller, Julius B.:
Erfahrugnen auf dem Gebiete der Augenheilkunde (pp.445-475).
Rust's Magazin, 16. - Berlin, G.Reimer, 1824, 8°, 2 Bl., XII; 482 pp., 1 Protrait, 2 Kupfertafeln., Pappband der Zeit.
"Im Jahre 1824 hatte der Arzt Julius B, Müller den Mut, die Sclerektomie an einem Patienten auszuführen. Im ersten Schritt präparierte er die zu schonende Conjunctiva von der Sclera ab und trennte sodann mit einer feinen Schere ein dreieckiges Stück aus Sclera, Chorioidea und Retina heraus. Sofort nach dem Eingriff, bei dem der erwartete Glasköpervorfall eintrat, war der Patient in der Lage, vorgehaltene Finger zu zählen. Drei Wochen später ging das Sehvermögen zusammen mit dem Ausfließen klarer Flüssigkeit aus einem Riß in dem Prolaps verloren; Müller zweifelte daher, ob die Sclerektomie jemals die in sie gesetzten Erwartungen würde erfüllen können." G.Göschel, Geschichte der Hornhauttransplantation, p.18
EUR 220.00 (Bestell-Nr: 27620)

Artikelname: Cornea artificialis, ein Substitut für die Transplantatio corneae (pp.367-372, 1 Abb.).
Artikelbeschreibung:
Nussbaum, Johann Nepomuk Ritter v.:
Cornea artificialis, ein Substitut für die Transplantatio corneae (pp.367-372, 1 Abb.).
Dtsch. Klin., 5/34,43+44. - Hrsg. von Alexander Göschen. - Berlin, Georg Reimer, 1853, 4°, pp.367-378, 465-488, Brosch.
Erster öffentliche Druck der privat erschienen Druckschrift!
Beigebunden "Ueber Transplantation corneae artificialis, als Substitut derselben (S.468-470, 477-479) von Friedrich Pauli.
Der Gedanke, die getrübte Hornhaut zu entfernen und zu ersetzen, findet sich erstmalig in der Operationslehre von Pellier de Quengsy 1790 vor. Er schlug darin vor, statt der Cornea ein in Silber gefaßtes Glas einzusetzen.
Johann Nepomuk Nußbaum (1829-1890) unternahm 1853 Tierversuche mit einer künstlichen Hornhaut aus Glas. Gerade zu der Zeit, als er sich mit dem Problem der Hornhauttrübungen auseinander setzte, wobei er alle ihm bekannten Behandlungsmöglichkeiten für fruchtlos hielt, stellte v. Nussbaum Selbstversuche zur Fremdkörperreaktion des Organismus an, indem er sich Kügelchen verschiedenen Materials implantierte. Nur das Glaskügelchen bereitete ihm keine Schmerze und blieb reaktionslos. Folglich dachte er daran, ein rundes Stück aus der Cornea herauszuschneiden und statt dessen ein gleich großes Stück geschliffenes Gläschen einzusetzen. Mit einem seinen Vorstellungen entsprechenden knöchernen Modell begann er an Augen toter Tiere zu operieren. Die geschaffene Kreisöffnung in der Hornhaut schnitt er peripher senkrecht ein, um das etwas größere Gläschen einzubringen; den kleinen Schnitt nähte er anschließend wieder zu, gleichsam als Befestigung des Implantats. Nach einiger Übung und Fertigkeit, experimentierte von Nußbaum an lebenden Kaninchen, denen er die von ihm entworfene Cornea artificialis einpflanzte. Jedoch fiel das Gläschen nach einiger Zeit wieder heraus. daraufhin konstruierte er ein kleines längliches Gläschen, angeregt von der Erfahrung, daß eine sehr kleine Öffnung nahe genug am Auge ausreichte um alles zu sehen. Er fügte es, nachdem er mit dem Starmesser einen senkrechten Schnitt in die Cornea gelegt hatte, so schnell wie möglich mit der Pinzette in diesen hinein und verschloß das Auge. Je schneller ihm dies gelang, um so komplikationsloser gestaltete sich der weitere Verlauf, den er durch eine lokale und allgemeine antiphlogistische Behandlung günstig zu beeinflussen suchte. N.v. Nussbaum hielt es für gerechtfertigt, seine Methode an Patienten, die durch Hornhautrübung erblindet waten, zu erproben, denn die Einheilung der Prothese sei ohne Auftreten unbeherrschbarer Komplikationen gewährleistet. Er selbst unternahm keine Schritte in dieser Richtung.
Der Darmstädter Ophthalmologe Adolf Weber (129-1915) berichtet auf der Ersten Augenärztetagung in Heidelberg von einem Fall, den er 1855 nach von Nußbaums Angaben operiert hatte. Das Sehvermögen war zunächst tatsächlich gebessert, sieben Monaten später fiel das Gläschen heraus, was den Verlust des Auges zu Folge hatte."
"Im Jahre 1859 führte Theodor Heussner, in praktischer Arzt, die durch Nußbaum beschriebene Operation an einem 19jährigen Mädchen mit beidseitiger leukomatöser Cornea aus. Die Prothese, ein länglicher, geschliffener Bergkristall, hatte v. Nußbaum geliefert. Die endgültige Beurtheilung des Erfolges war erst ein halbes Jahr nach dem Eingriff möglich, als der Kristall gut toleriert wurde und keine Reizung des Auges mehr in Form von Tränen und Lichtscheu hervorrief. Gegenstände wurden erkannt, "selbst die Zahlen einer Taschenuhr". Allerdings war die gezielte Beweglichkeit des Auges eingeschränkt, vermutlich von einem präoperativ vorhanden Nystagmus verursacht. Leider existieren keine Angaben über den weiteren Verlauf dieses interessanten Falles."
EUR 250.00 (Bestell-Nr: 27615)

Artikelname: Beitrag zur Lehre von der Transplantation der Cornea (pp.377-385, 1 lith. Taf. mit 9 Abb.).
Artikelbeschreibung:
Strauch, Carl Friedrich:
Beitrag zur Lehre von der Transplantation der Cornea (pp.377-385, 1 lith. Taf. mit 9 Abb.).
Wschr. ges. Heilk., 1840/24. - Berlin, A.Hirschwald, den 13ten Juni 1840, 8°, pp.377-392, 1 lith. Taf., Brosch.
Erste Ausgabe!
Carl Friedrich Strauch aus St. Petersburg versuchte seine eigenen Schwierigkeiten der Hornhauttransplantation mit der Erfindung eines zunächst sehr verwirrend anmutenden Verfahrens zu lösen. Das Versuchstier, in Strauch Fall war ein Kaninchen, sollte durch Festhalten in einem mit Pflasterstreifen umwickelten Leinensack ruhig gestellt, der Kopf des Tieres von einem Gehilfen gehalten werden. Der Operateur durchsteche sodann die Cornea mit einer zweischneidigen Nadel und führte sie mit anhängendem Faden auf der gegenüberliegenden Seite heraus, nachdem er den Schaft zunächst zurückgezogen habe, um das Auge möglichst wenig zu verletzten. Dann greife der Gehilfe beiden Fadenenden und fixiere damit das Auge. Nun sollte der Operateur die Hornhaut mit einem doppelten Starmesser durchstechen, wodurch wegen der "eigenthümlichen Form des Messers" ein gleichmäßig runder Lappen herausgeschnitten wurde. daraufhin werde der in der Vorderkammer liegende Faden durchtrennt und jedes Ende mit einer Nadel versehen, der nach obiger Methode aus dem Spenderauge gewonnene Hornhautlappen an gegenüberliegenden Rändern von jenen Nadeln durchstochen und das Transplantat durch Anziehen der Fäden fixiert. Es ist sicherlich ein beachtliches Bestreben Stauchs, dem Problem durch technische Verfeinerung Abhilfe zu schaffen und zudem symptomatisch für diese Phase in der Geschichte der Keratoplastik. -cf.Göschel, Gesch. Hornhauttransplantation, p.52f.
EUR 250.00 (Bestell-Nr: 27572)